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Spuren der Engel

Dieses Thema im Forum "Engel" wurde erstellt von DruideMerlin, 13. Januar 2017.

  1. vejreth_

    vejreth_ Sehr aktives Mitglied

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    Habs in Wiki gefunden:


    << Ahura Mazda schuf den Menschen oder besser jene Menschen, die auf Erden zugänglich sind
    für die Wesen des Lichts. Die Wesen des Lichts sind die heiligen Unsterblichen, neben Ahura Mazda
    sind dies sechs Erzengel als Schöpfer verschiedener Bereiche:

    Drei männliche Erzengel. Diese schufen als
    • (Vohu) Manah, „(guter) Sinn“, das gesamte Tierreich,
    • Arta (Vahishta), „(beste) Wahrheit“, das Feuer und die Wärme,
    • Xshathra (Vairya), „(begehrenswerte) Herrschaft“, das Reich der Metalle.
    Drei weibliche Erzengel. Diese schufen als
    • (Spenta) Armaiti, „(heilige) Ergebenheit“, die Erde und die Frau,
    • Haarvatat, „Unversehrtheit“, das Reich des Wassers,
    • Amertat, „Unsterblichkeit“, die Pflanzenwelt.>>

    interessant!
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. April 2019
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  2. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

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    Liebe Vejerth,

    vor längerer Zeit war mir aufgefallen, dass sich die Engel aus der Bibel so grundsätzlich von dem unterscheidet, was von einer breiten Basis geglaubt wird. Im Alten Testament treten die Engel mehr als die Sendboten des göttlichen Willens auf. So begann ich also, ihre Spuren in der Vergangenheit zu suchen und zu verfolgen. Zunächst fand ich heraus, dass die Engel im Alten Testament eigentlich erst bei Daniel auftauchen aber auch in der Genesis (Paradies).

    Wenn man nun das Buch Daniel aufschlägt, erfährt man, dass dieser schon in jungen Jahren als Pfand an den babylonischen Hof gegeben wurde. Es wird dann auch davon berichtet, dass er dort als Seher (Traumdeuter und Astrologe) ausgebildet wurde. Dazu sollte man wissen, dass die dortigen „Weisen“, in jener Zeit sehr stark von der persischen Gedankenwelt beeinflusst waren.

    Babylon war aber mit der alten Kultur Sumers verbunden, wobei deren Geschichte vom Garten Eden und der Sintflut auch eine gewisse Rolle auf Schriften nehmen sollte. Der Grund lag im Babylonischen Exil der Juden, in der sie grundsätzlich über ihr Verhältnis zu Gott nachdachten. In dieser Zeit wurde unter dem jüdischen Schriftgelehrten Esra die Thora gründlich überarbeitet und erweitert. So wurde die Genesis mit den sumerischen Geschichten vom Garten Eden und der Sintflut mit aufgenommen.

    So wurde auch in diesem Zeitrahmen das Buch Daniel verfasst. Ferner wissen wir auch, dass die Perser Babylon erobert hatten. Die Folge daraus war, dass sie die Juden wieder aus dem Babylonischen Exil entließen und den Wiederaufbau Judäas vorantrieben. Von Daniel wird berichtet, dass er nicht den Exilanten in die alte Heimat folgte, sondern am persischen Hof blieb. Das alles erklärt also, wie die Engel in die Bibel kahmen.

    Nun spielte aber auch Persien eine wichtige geistige Rolle in Mesopotamien, die bis nach Indien reichte. Von ihnen ging auch die Geschichte von dem Schöpfergott Ahura Mazda aus, der die Weltseele von ihrem Leid befreien sollte. Ihm standen sieben Engel bei, die ihn beim Kampf gegen das Böse unterstützten, indem sie als Sendboten des Guten und Reinen unterwegs waren.

    Eine wichtige Rolle in dieser Lehre spielt Zarathustra, der davon sprach, dass die Menschen ihre Gedanken, Wort und Taten mit dem Guten erfüllen sollten, um das Leid der Weltseele retten zu können. Diese Lehre sollte dann auch später auf die Botschaft von der Nächstenliebe Jesus einen gewissen Einfluss bekommen, wenn auch nicht mittelbar.

    Schon alleine aus historischen Gründen scheidet die Bibel als die Heimat der Engel aus, zumal es hier noch andere Geistwesen aus einer anderen Tradition heraus gibt. Was mir an den persischen Engeln gefällt ist ihr Wesen, mit dem sie erfüllt sind. Auch das kollegiale Verhältnis als Berater Ahuras spricht mich an – ganz so, also kämen sie zur Not auch ohne ihn aus.


    Merlin
     
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  3. vejreth_

    vejreth_ Sehr aktives Mitglied

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    Meinst, dass das jüdische Engel/Dämonen-Konzept persischen Ursprungs ist??
    Wobei ich jetzt im Wiki-Text über Zoroastrismus nichts von Dämonen las,
    jedoch Tage zuvor in einem Text über jüdische Mythologie.

    Bibel selbst kenne ich nur fragmentarisch, wo ich manchmal was nachschlage.

    wen meinst da konkret?

    [​IMG]
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. April 2019
  4. vejreth_

    vejreth_ Sehr aktives Mitglied

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    [​IMG]

    The fire temple of Baku, c. 1860

    [​IMG]

    The oldest Zoroastrian religious scripture, handed down from ancient times, is the Avesta.




     
    Zuletzt bearbeitet: 14. April 2019
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  5. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

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    Es ist doch so, dass in Nahost neben den ansässigen Bevölkerungen auch zahlreiche Nomaden unterwegs waren, zu denen auch die sogenannten Hebräer gehörten. Auf ihren Wanderungen trafen sie auf unterschiedliche Kulturen, aber auch auf andere Nomaden und deren Vorstellungswelt. So entstand über die Zeit ein Art Religion der Nomaden. Was sie alle verband, war ihre semitische Sprache. So spielten zum Beispiel auch die Geistwesen der Amuriter aus Mesopotamien und der Levante eine Rolle, deren Namen in der Bibel auftauchen. Die Amuriter bezeichnen sich selbst als die Söhne des Windes – also ein Volk ohne festen Wohnsitz.

    Andere Nomaden waren die Schausu, die auf dem Sinai in der Region Midian unterwegs waren. Sie bezeichneten ihren Stammesgott als „JH“. Ich erinnere daran, dass Moses 40 Jahre in Midian gelebt hatte und dort „JHWH“ im brennenden Dornbusch begegnet war.

    Auch die zwei Cherubim auf der Bundeslade finden ihr Gegenstück als Sphinx in Mesopotamien und der heutigen Türkei (Hethiter), aber auch bei den Ägyptern. Sie spielen dort, wie in der Bibel, die Rolle eines Wächters. Die Bundeslade selbst, dürfte eher eine Anleihe von den Ägyptern gewesen sein.

    Auch die Dämonen aus der persischen Awesta hatten mit Asmodäus ihre Spuren in der Bibel hinterlassen. Man sollte nicht vergessen, dass es bei Ahura Mazda um den Kampf mit dem Bösen ging. Natürlich dürfen die Götter aus der Levante nicht fehlen, die in der Bibel allgegenwärtig sind.

    Du findest einen Teil dieser semitischen Geister auf meiner Grafik in den gestrichelten Kästchen oben rechts. Bemerkenswert ist, dass die ägyptische Glaubenswelt in der Bibel kaum Spuren hinterlassen hat.


    Merlin
     
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  6. vejreth_

    vejreth_ Sehr aktives Mitglied

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    das Gefühl habe ich auch, auch wenn ich dem nicht extra nachgegangen bin
    vielmehr haben Judentum und Islam von dem Zoroastrismus übernommen
    wie es ausschaut
     
  7. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

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    Es ist eher so, dass sich der Islam vom Christentum inspirieren ließ. Das Christentum war in vorislamischer Zeit neben den althergebrachten semitischen Stammesgöttern die vorherrschende Religion in der näheren Region Ägyptens. Die Streitigkeiten unter den arabischen Stämmen war ja auch der Grund, der Mohammed bewog, nach dem Beispiel Israels die arabischen Stämme unter einem Gott zu einen. Mekka war zuvor schon ein spirituelles Zentrum, in dem zahlreiche heidnische Götter verehrt wurden, so auch die Dschinns.

    Religionen entstehen nicht einfach so aus einem luftleeren Raum, vielmehr werden sie aus einem Dunstkreis von Gedanken heraus geboren. Es gab in der damaligen Welt zwei wichtige Kulturkreise, die sich gerade in der Levante berührten. Das waren die Semiten einerseits und die sogenannten Indogermanen anderseits. Letztere hatten aber nichts mit den kruden Vorstellungen der NS-Vergangenheit zu tun. Sie kamen irgendwo aus den Steppen nördliche des Schwarzen Meeres und breiteten sich über Europa und Persien bis nach Indien aus.

    Wird nicht gerade auf diese Weise, die übergreifende und verbindende Toleranz der Engel besonders deutlich? Sie fragen nicht nach einer Konfession, zu der wir gehören – sondern sind für uns alle gleichermaßen da.


    Merlin
     
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  8. vejreth_

    vejreth_ Sehr aktives Mitglied

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    Weiß nicht. Bei mir sind Engel ein Sammelbegriff für ein lichtvolles Wesen gewesen.
    Wusste gar nicht, dass sie doch konfessionell gebunden sind. Aber jetzt.
     
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  9. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

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    Liebe Vejreth,

    ich möchte da jetzt zu den Engeln keine Dogmen aufstellen, man sollte zu ihnen ganz einfach eine persönliche Beziehung aufbauen. Augustinus wurde einmal von einem seiner Schüler gefragt, wann den Gott die Engel erschaffen habe. Er dachte einen Augenblick nach und sagte, dass dies wohl am ersten Tag gewesen sei, als Gott das Licht erschuf. Mir gefällt dieser Gedanke, und immer wenn ein Sonnenstrahl durch eine Wolkenlücke dringt, erinnert mich das an die Himmelsleiter Jakobs.

    1. Moses 28[12] Und Jakob träumte von einer Leiter, die auf Erden stand und mit ihrer Spitze den Himmel berührte, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder.

    [​IMG]
    Michael Willmann 1691 (gemeinfrei).
    uplooad. wikimedia.org

    Ich stell mir deshalb gerne vor, dass mit jedem Sonnenstrahl ein Engel in diese Welt geboren wird. Ein Gedanke, der mein Herz öffnet und mich ein Gefühl der Verbundenheit durchströmt.


    Merlin
     
    sikrit68, EngelChristian und vejreth_ gefällt das.
  10. vejreth_

    vejreth_ Sehr aktives Mitglied

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    Ja, es ist eine schöne Zeichnung
    was die persönliche Beziehung angeht, so hatte ich zu den christlich bekannten
    Engeln keine aufbauen können, daher ist für mich Engel einfach nur ein Lichtwesen.
    Aus meiner eigener Erfahrung weiß ich, dass man es sich nicht nach
    formeller Konfession aussuchen kann, ob man Zugang
    zu der geistigen Welt bekommt.

    Dennoch lohnt es sich besser (über die Engel) zu informieren, weil dadurch kommen
    auch Puzzles zusammen und man kommt weiter mit seinem
    Überblick und erkennt Zusammenhänge.
     
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