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Irrlichter am Ende des Tunnels

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von Serenade, 4. Dezember 2017.

  1. Serenade

    Serenade Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. März 2007
    Beiträge:
    303
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    Die Sorgenfalten auf der Stirn wurden tiefer und das Aussehen mit seinem Mastiff immer ähnlicher. Letztens war sie der Meinung, alle Haustiere würden verblödet sein, weil sie zu lange unter Menschen leben. Nur bei Wildtieren sieht man das Wahre in ihren Augen, diese unbändigende Freiheit und Echtheit. Und wieder las sie ihm die Textstelle aus ihrem Lieblingsbuch, Hesses Steppenwolf, vor, in der Hermine von der Echtheit der Tiere spricht. Tiere sind im Normalzustand authentisch. Falschheit lernen sie nur von den Menschen. Sein Hund würde ihm auch die Zehen lecken, wenn er ihn täglich schlagen und oftmals das Futter verweigern würde. Aber mach das mal mit einem Wolf. Ein Wolf käme mir doch niemals ins Haus, - schrie er genervt auf.
    Er verstand sie nicht mehr und nebenbei hatte er Angst um sie. Aus der Redaktion hatte man ihn bereits angerufen und gefragt, was denn mit seiner Frau in letzter Zeit los sei. Ob sie Drogen nehme würde oder einer irren Sekte beigetreten wäre. Ihre Texte, die sie für die täglichen Zeitungsrubriken schreibt, seien die letzten Male sehr eigen ausgefallen. Man drückte es doch noch sehr nobel aus. Ihre neue Abneigung gegen die Menschen und ihre Welt machte ihm auch deshalb zu schaffen, weil er für die Regierung arbeitet und sich einen Skandal nicht leisten könnte. Es sah aber doch so aus, als würde sich so etwas wie ein Skandal anbahnen.
    Die Menschheit nimmt sich zu viel heraus. Jedes andere Lebewesen passt sich der Natur und ihren Lauf an, nur der Mensch steuert dagegen. Dabei ist er ein Nichts, ein zufälliges Produkt der Evolution. Er meint, die Weltformel gefunden zu haben, obwohl die Weltformel nur in seiner eigenen Welt gilt. Es war schon richtig von der Kirche, die Wissenschaften zu stoppen, obwohl die Kirche selbst nichts als Lügen verbreitet.
    Aussagen dieser Art standen in den neuen Artikeln, die sie verfasste und damit eine baldige Unterredung mit dem Chef der Tageszeitung heraus forderte. Klar waren ihre Worte etwas übertrieben. Aber um erhört zu werden, muss man heutzutage übertreiben. Es hört einem doch niemand mehr zu. Und es ist bereits mehr als fünf Minuten vor zwölf. Nach ihren Berechnungen ist es gar nur mehr eine Minute vor zwölf. Und was kommt dann? Der Countdown. Und der wird erbarmungslos sein. Ich weiß es.
    Haben es die Stimmen dir gesagt?
    Er wusste, jetzt war er zu weit gegangen. Er wusste es, als er ihren Blick sah. Rede doch mit mir. Sag, was dich bedrückt. Es ist die Menschheit, die mich bedrückt. Und der Irrsinn, den sie ständig tun. All das wird sich furchtbar rächen, wenn sie nicht umkehren, sich bekehren. Was wird denn geschehen? Kommt ein Komet wie einst bei den Dinosauriern? Und sie lacht hell auf. Lacht, wie eine Verrückte. Woher willst du wissen, dass es damals ein Komet war? Es könnte doch auch etwas anderes gewesen sein. Meine Frau, eine Verschwörungstheoretikerin! Und wieder war er zu weit gegangen. Wieder dieser Blick, nach dem sie ihm den Rücken kehrte und das Haus verließ.
    Das Haus, auf das er so stolz war. Eine alte viktorianische Villa, die sie renoviert haben lassen. Herausgeputzt wie ein riesiges Schmuckkästchen und vor dem Portal der herrliche Park, mit schattenspendenden, riesigen, alten Bäumen, kunstvoll angelegte Blumenbeete, die ständig von Gärtnern gepflegt wurden und hinter dem Haus die Terrasse, davor der Pool und über der Terrasse ein Balkon, auf dem sie früher oft gefrühstückt hatten. Sie hatten Luxus pur. Wieder hörte er in der Erinnerung ihre Worte über die falsche Umverteilung. Wir leben im Überfluss, während andere verhungern. Gib doch endlich zu, dass da etwas ziemlich falsch läuft!
    Er gibt ja zu, dass sie zu wenig Zeit miteinander verbracht haben. Aber das war nur letztes Jahr so. Nächstes Jahr wird es ruhiger. Dann wird der neue Präsident gewählt sein und die Arbeitszeiten werden sich normalisieren.
    Ihr Weg führte in den Park zur alten Eiche, zu der kleinen Holzbank, die davor stand. Dort saß sie immer gerne und lauschte dem Gesang der Vögel, der immer weniger und immer stiller wurde. Die Stadt verschluckte alles. Sie verschluckte die Natur und die Stille. Aber das werden sie nicht zulassen. Das ließen sie damals auch nicht zu. Es lag nicht an den Dinos. Nicht an ihrer Größe und ihrer Fresslust. Es lag an ganz etwas anderem und sie wusste das.
    Natürlich wollte sie mit ihm reden, ihn vorwarnen, obwohl es hoffnungslos war. Ja, es war hoffnungslos, denn wenn nicht alle Menschen – wirklich alle – mitmachen, wird es das Ende der Menschenzeit sein. Dennoch musste sie alles versuchen, was ihr möglich war und das war durch ihre Arbeit bei der Zeitung. Aber sie musste vorsichtig sein, um nicht entlassen zu werden, wenn sie zu verrückte Sachen schrieb.
    Gestern lautete ihre Rubrik: Definiere das Ich. Unter anderem schrieb sie: Menschliche Identität ist multidimensional und kann nicht wirklich bestimmt werden. Weiters: Durch Schubladenspiele wurde uns die Freiheit genommen.
    Sie ging schon weiter darauf ein, aber was half es? Wer lässt schon alles hinter sich? Wer kann sich schon freiwillig und für immer selbst vergessen und dadurch Glückseligkeit erlangen? Wer steigt als erster aus dem Auto, bis es ihm alle gleich tun wie in einem Video „Everybody hurts“von REM? Aber genau das wäre die Rettung. Andererseits, verdienen die Menschen überhaupt Rettung? Vielleicht ein paar wenige. Zahlt sich das aus?
    Der kleine Elf war nicht dieser Ansicht. Er verabscheute die Menschen schon immer. Auch als sie noch in Höhlen lebten, erkannte er ihre Habgier und ihren Egoismus. Es wäre egal gewesen,welche Richtung sie eingeschlagen hätten. Die anderen Elfen, die sich ihr vorgestellt haben, waren freundlicher gestimmt. Aber er war ihr Anführer, was nicht heißt, dass nur er das Sagen hatte. Sie vertrauten ihm. Das war alles. Und genau deshalb hatte er das Sagen. Kann man das von unseren Politikern sagen? Haben sie unser Vertrauen? Vor allem, kann man ihnen vertrauen?
     
  2. Serenade

    Serenade Aktives Mitglied

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    18. März 2007
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    303
    Ihr Mann arbeitete für Politiker, schrieb verlogene Wahlreden und spionierte andere Kandidaten nach Skandale oder wenigstens nach kleineren Fehlern aus. Um das Volk ging es den Politikern anscheinend nicht mehr. Ist es ihnen überhaupt schon mal um das Volk gegangen? Es war schon immer so und wird auch so bleiben. Und geht es gut und das ist die Hauptsache.
    Ihr Mann verstand die Welt nicht mehr. Immerhin war er der Hauptverdiener, der ihnen diesen Standard, den sie lebten, ermöglichte und sie, seine Frau, die nur dreimal in der Woche eine Rubrik für eine Zeitung schrieb und deshalb nicht mal ein viertel von dem verdiente, was er nach Hause brachte, müsste überglücklich darüber sein. War sie es? Nein, sie war es nicht. Und langsam wurde er ärgerlich darüber.
    Als sie sich kennenlernten, war sie eine lebens- und unternehmungslustige Frau. Fast noch ein Mädchen! Zumindest kam ihm ihre Art so vor. Sie war die Art von Mädchen oder Frau, von der man sagte, man kann Pferde mit ihr stehlen. Sie wollte Kinder, wenn möglich, eine ganze Basketballmannschaft, wie sie scherzte. Das Haus, das sie renovieren ließen und nach der Hochzeit hier einzogen, wäre optimal für eine große Kinderschar.
    Von einem Tag auf den anderen wurde sie zu einer Anderen. Keine Rede mehr von Kindern. Es käme auch gar nicht dazu, da sie sich ihm im Ehebett verweigerte. Wie lange schon? Mehr als ein Monat lang. Er konnte gar nicht sagen, wie es begann, obwohl es von einem Tag auf den anderen geschah. Sie wurde stiller. Keine Rede mehr vom Urlaub auf den Bahamas, wenn der Wahlkampf vorbei ist, egal ob gewonnen oder nicht. Ihn selbst betraf es ja nicht. In der Politik blieb er auf jeden Fall, denn er war, laut seinen Leuten, unersetzlich.
    Wir sollten langsam die Tickets besorgen! Ich fliege nirgendwohin. Warum nicht? Keine Antwort. Nur ein Schulterzucken und dann wieder das Abwenden. Rede doch mit mir? Du würdest nichts verstehen, so wie alle anderen auch. Niemand würde es verstehen. Versuch es wenigstens.
    Und dann, wieder einige Tage später, sagte sie, ein Elf habe mir ihr gesprochen und sie gewarnt, dass die Menschen ausgelöscht werden und mit ihr auch einige andere irdische Lebewesen, was leider ein Kollateralschaden sei. Die anderen Lebewesen, meine ich mit Kollateralschaden, nicht die Menschen. Jetzt wäre es an ihm gewesen zu lachen. Aber es blieb ihm im Hals stecken. Jetzt war es fix. Sie war verrückt geworden. Seine Frau eine Verrückte!
    Ich wusste ja, dass du mir nicht glauben würdest. Niemand würde mir glauben. Aber ich weiß, dass die Menschen, alle Menschen, alle siebeneinhalb Milliarden Menschen, auf der Stelle ausgelöscht werden, wenn sie sich nicht sofort ändern. Es wird passieren, weil sich nicht alle siebeneinhalb Millionen Menschen ändern werden. Ich kann sie nicht alle erreichen und ich bin anscheinend die einzige, der ein Elf erschienen ist.
    Ich weiß, es gibt Völker, die an Elfen und anderen Unsinn glauben, aber in unserer zivilisierten Welt darf so was nicht sein, - war das einzige, was er heraus brachte. Jetzt war es an ihm, sich abzuwenden und stillschweigend das Haus zu verlassen. Auch sein Weg führte zur alten Eiche. Es lag nicht am Baum, aber dort stand die einzige Bank in ihrem herrlichen Park, auf der man sich niederlassen kann. Es war eigentlich ihr Platz. Sie war es, die diese Bank unbedingt wollte, da sie sie an die alte Bank ihrer Großeltern erinnerte, die auch einen großen Garten hatten, in dem fast dieselbe Bank stand. Eigentlich saß er noch nie auf dieser Bank. Ja, manchmal, eher selten, mit ihr zusammen, aber noch nie alleine. Auch er hörte das Gezwitscher der Vögel oben im riesigen Baum. Und auch ihm kam der Gedanke, dass es immer leiser wurde und es immer weniger Vögel gab und der Lärm der Städte langsam die gesamte Welt ausfüllte.
    Schließlich wurde es wirklich leise. Gespenstisch still. Er selbst fühlte sich seltsam, als würde sich die Welt um ihn herum langsam auflösen und durch eine andere ersetzen. Nur kurz hatte er das Gefühl, von der Bank ins weiche Gras zu fallen, das bald gemäht werden sollte, da es schon etwas zu hoch war. Und dann stand er in einem Grün, wie er es noch nie gesehen hatte. Es mag vielleicht ähnlich dem noch gesunden Grüns eines unentdeckten und weit von den Menschen entfernte Urwaldes sein. Über ihm ein ebenso unbeschreibliches Blau, wie hinter ihm eine Sonne, die nicht reizte, sondern angenehm wärmte. So in der Art ein Sommer, wie er früher einmal war, obwohl dieses Früher, in dem er sich nun befand, ein sehr frühes Früher sein musste. Irgendwo schrie ein Vogel oder womöglich ein anderes Tier, da ihm dieser Schrei nicht bekannt war. Ansonsten war die Stille fast furchterregend, ähnlich der Stille vor dem Sturm. Die Landschaft, in der er wahrhaftig mit beiden Beinen stand, hätte er nur schwer beschreiben können. Überall wucherte mannshohes Gras in allen möglichen Sorten und Formen und unterschiedlichen grünen, braunen, wie auch rötlichen Farben. Selbst die Bäume in weiterer Ferne vor ihm, wo anscheinend ein Gebirge beginnt, strebten nach enormer Höhe. Es war eine Urlandschaft, dessen war er sich sicher. Er war anscheinend in einer anderen Zeit, aber vielleicht doch noch am selben Ort. Vorsichtig stellte er einen Fuß vor den anderen. Mit seinem Gewicht oder seinem gesamten Körpergefühl dürfte auch etwas anders geworden sein. Lag es an dieser noch unberührten Landschaft, an dieser frischen Luft, an all dieser Unschuld, die er urplötzlich fühlte? Er hätte es nicht sagen können.
    Als er die Bäume und die ansteigenden Felsen des Gebirges erreicht hatte, kam ihm zum ersten Mal, seit er hier war, ein flaues Gefühl hoch. Was, wenn er für immer in dieser Urwildnis gefangen bliebe? Gab es hier andere Menschen? Wie könnte er sich ernähren, sich vor möglichen Unwettern schützen? All diese Fragen verwandelten das flaue Gefühl langsam in Panik. Und wieder dieser Schrei eines Vogels oder eines anderen Tieres, das er nicht kannte. Der erste Schrei war eher dumpf, wie von sehr weit weg. Dieser hier klang bereits etwas näher, obwohl er nirgendwo ein Lebewesen sehen konnte.
    „Und ich?“ tönte es plötzlich, als würde die sonore Stimme direkt aus dem riesigen Baum vor ihm kommen. „Bin ich etwa kein Lebewesen?“
    Dieses Ding hier konnte seine Gedanken lesen, schoss es ihm durch den Kopf und wunderte sich selbst darüber. Er erinnerte sich an die Gedanken, die ihm kamen, als er unter der alten Eiche auf der Bank Platz genommen hatte. An die Vögel, von denen es immer weniger gab, an ihren Gesang, der mehr und mehr vom Lärm der Städte übertönt wird. Er erinnerte sich an das plötzliche Schuldgefühl, das er eben jetzt wieder hatte.
    „Genau! Nimm dich nur selbst an der Nase. Auch wenn du nicht allzu viel zu sagen hast, hast du doch mit der stummen Allgemeinheit mit gemacht, ohne etwas dagegen zu unternehmen, wie die Natur immer mehr unterdrückt wurde. Wo warst du, als die ersten Menschen die Schätze der Erde zu plündern begonnen haben? Wo warst du, als sie die Berge aufrissen und ihre Lebewesen erschreckten und schließlich mit ihren grausigen Maschinen vertrieben haben? Wo warst du, als all ihr Müll und Schmutz ins Meer geschüttet wurde? Ich könnte unendlich so weiter fragen und du gibst mir keine Antwort, weil du meinst, dass ein Einzelner nichts tun kann. Da bist du aber im Irrtum. Natürlich ist es kein leichtes Leben, da du auf viele Bequemlichkeiten verzichten müsstest. Aber es wäre ein abwechslungsreiches und sogar abenteuerliches Leben, weil man nie weiß, was der nächste Tag bringt. Haben wir genug Nahrung? Werden wir der Kälte der Nacht Herr werden? Und so weiter. Es wäre ein einfaches, aber gesundes Leben. Gesund, auch wenn es keine Menschen mehr gibt, die dein Leben durch Operationen oder Medikamente verlängern könnten. Gesund für Körper und vor allem für den Geist. Man kann wieder durchatmen und sich vielleicht auch wieder selbst in die Augen sehen, wenn man sein Spiegelbild im reinen, klaren Fluss erkennt.“
    Er verstand, was die Stimme ihm alles sagte, dennoch zweifelte er langsam an seiner Geisteskraft. Ein Baum sprach zu ihm. Warum auch nicht? Zu Moses sprach einst ein brennender Dornbusch. Und nun sprach ein riesiger Baum, dessen Stamm er wohl kaum umfassen könnte, zu ihm.
    „Ich bin nicht direkt der Baum“, hörte er die Stimme sagen, „Genauso gut hättest du diese Stimme auch im Gras hören können. Ich bin so etwas wie der Geist der Natur, eine Art Naturgeist, der für euch Menschen nichts mehr übrig hat. Und weil das so ist, dass ich nichts mehr für euch übrig habe, werde ich euch, wenn ihr euch nicht sofort ändert, indem ihr euch eine natürliche Lebensweise angewöhnt, vernichten. Auf der Stelle! Puff! Aus und vorbei mit euch Quälgeistern.“
     
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  3. Tolkien

    Tolkien Sehr aktives Mitglied

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    Mittelerde
    Hallo @Serenade,

    ich lese Deine Texte immer lieber und habe eine Bitte an Dich:)

    Könntest Du für mich ein paar Absätze machen? - Ich würd's dann noch lieber lesen und es hilft einem alten Mann....;)

    Is bessa für de Äugskes, weisse?:D Würdze datt tun?:sneaky:

    Liebe Grüße
    Tolkien
     
  4. Serenade

    Serenade Aktives Mitglied

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    Würd ich gern, aber die alten Beiträge kann ich nicht ändern. Aber bei den neuen mach ich's gern. Danke :)
     
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  5. Serenade

    Serenade Aktives Mitglied

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    Es ertönte der dritte Schrei von einem Vogel oder anderem Tier, der ihm nicht bekannt war.

    „Das ist kein Tier, sondern der Ton der Raumschiffe von so genannten Außerirdischen, die hier ihren Müll abladen.“

    Als er dachte, ach, und die dürfen ihren Müll abladen und werden nicht – puff, aus und vorbei – ausgelöscht, lachte die Stimme.

    „Hier wird dir die Anfangszeit der Menschheit gezeigt. Mit Müll meine ich so was wie menschliche Wesen, von denen ihr, die hochintelligente Menschheit, über alles erhaben und Herr und Herrscher über die Erde, abstammt.“

    Jetzt war er mehr als verwirrt. Im selben Augenblick fiel ihm ein, eine derartige Geschichte oder ein Buch gelesen zu haben, in dem die Menschheit auch von so was wie Abfall einer Gesellschaft abstammt. Ja, richtig! Douglas Adams hat darüber geschrieben. Aber um Gottes Willen, das sind doch nur Bücher, sehr unterhaltsame und lesenswerte Bücher!

    „Gott kannst du vergessen. Den gibt es nicht. Betenden Menschen hört niemand zu, außer vielleicht andere Menschen, wenn sie gemeinsam beten. Und die Wünsche an das Universum kannst du auch vergessen, denn ihr habt keine Freunde im Universum. Ihr habt nur Feinde. Und das Licht am Ende des Tunnels, von dem ihr träumt, besteht aus lauter kleine Irrlichter, die nach und nach zerplatzen, bis es ganz, ganz finster ist. Das einzige, woran ihr Menschen euch klammern könntet, ist der Geist, der so genannte Menschengeist, aber den habt ihr vergessen und in Stich gelassen. Wenn man den Geist nicht ständig nährt, vergeht er ebenso wie ihr in Bälde vergehen werdet.“

    In diesem Moment hörte er ein Rascheln im Gras und dann sah er sie – Neandertaler, Homo Sapiens, Homo Erectus, oder wie immer die Vorfahren der Menschheit genannt werden. Manche von ihnen bewegten sich sogar auf allen Vieren.

    „Keine Angst, sie können dich nicht sehen, da du in einer anderen Zeit existierst und ich dich aus der anderen Zeit in die Anfangszeit der Menschheit als Unsichtbaren her geholt habe. Das sind Missgeburten und Verrückte eines außerirdischen Volkes, die eben mit einem Raumschiff abgeladen wurden. Das Geräusch, das du bereits drei mal gehört hast, ertönt, wenn das Raumschiff wieder abfliegt. Bevor dieses Volk seine Missgeburten, Verrückte oder Aussätzige tötet, bringen sie sie auf andere Planeten, wo sie sich selbst überlassen werden. Auch keine schöne Art. Aber so sind sie nun mal, diese humanoiden Wesen. Dennoch muss ich erwähnen, dass jene, die diese Elenden hier her gebracht haben, ihren Planeten nicht mal annähernd so schlimm malträtieren wie ihr mit eurer Erde und ihren Lebewesen umgeht. Und warum? Weil sie sich nicht über andere Lebewesen stellen, sondern sie gleich wie sich selbst behandeln. Das wäre ja schon was, oder?“

    In diesem Moment hörte er leises Vogelgezwitscher und das Brüllen eines Löwen oder eher das Brüllen eines Säbelzahntigers und schon rannten die Missgeburten ebenso brüllend davon.
    „Das sind die ersten Tiere, die sich aus dem Meer entwickelt haben. Übrigens, die Riesensaurier starben freiwillig aus, weil es ihnen zu mühsam war, täglich um Riesenmengen Nahrung zu kämpfen. Sie baten uns, sie aus dem Weg zu räumen. Und was den Kometen betrifft, der sie angeblich ausgelöscht haben soll, der war schon früher in Mutter Erde gedonnert und war wichtig, weil er einiges mitbrachte, das sich auf der Erde entwickeln konnte. Und das wart keinesfalls ihr.“

    Den letzten Satz knurrte die Stimme und er konnte den Zorn des Geistes durchaus verstehen. Irgendwie war es ihm schon immer klar, dass sich die Menschheit irgendwann einmal selbst ausrotten und es keine Rettung geben wird. Es war auch egal, wie es passieren wird. Besser so – puff, aus und vorbei – als ein Dahinsiechen auf vergiftetem Boden und vergifteter Luft. Dennoch fragte er innerlich, ob es denn gar keine Rettung für die Menschen geben kann. Immerhin sind nicht alle so schlecht, auch wenn sie nichts dagegen getan haben, um die Erde und ihre Natur ehrenvoller zu behandeln. Dass man wenigstens jene übrig lassen könnte, damit sie eine neue Welt für sich selbst aufbauen, die Hand in Hand mit der Natur geht.

    „Es gäbe schon etwas, was ihr tun könntet. Aber dies ist eure allerletzte Chance. Wenn nur irgendetwas daneben geht...“
    Puff, aus und vorbei.
    „Genau! Puff, aus und vorbei! Eure allerletzte Chance wäre, dass ich euch beide, dich und deine Frau leibhaftig hier her bringe und ihr diese Wilden dazu bringt, sich nett und höflich zu benehmen. Das ist alles, was ich für euch tun kann. Die anderen Menschen, diese mehr als sieben Milliarden, werden leider ausgelöscht werden. Es geht euch doch nicht um euch persönlich, sondern um die Menschheit allgemein. Oder etwa nicht?“

    Natürlich will sich jeder selbst retten. Immerhin ist der Mensch ein individuelles Lebewesen, eine Person, eine Persönlichkeit, die mit aller Gewalt überleben will.
    „Ihr könntet überleben. Ihr könntet ewig leben. Das was ihr Tod nennt, muss nicht sein. Es liegt, wie ich bereits erwähnte, an euch, ob ihr euren Geist nährt oder vergesst. Genau das ist es, was ihr beiden diesen Wilden beibringen könntet, denn Punkto Intelligenz stehen sie euch um nichts nach. Sie sehen nur etwas seltsam aus, was sich durch eure Gene ja schneller als damals ändern könnte.“

    Die Frage, wie das mit den Genen zu verstehen sei, verkniff er sich – auch gedanklich. Immerhin, ohne Opfer zu bringen, war da wohl nichts zu machen. Aber wie man den Geist nährt, diese Frage stand als riesiges Fragezeichen über seinen Kopf.

    „Das erkläre ich euch, wenn ihr wieder kommt, da ich euch etwas mehr als einen Tag Bedenkzeit gebe. Wenn ihr morgen, fünf vor zwölf, beide auf der Bank unter der alten Eiche sitzt, weiß ich, dass ihr euch entschieden habt, der Menschheit noch eine Chance zu geben. Die Zeit wird dann für euch neu beginnen.“

    Wasser wurde ihm ins Gesicht gespritzt und in heller Aufregung seine Name geschluchzt. Er lag im Gras vor der Bank und blickte seiner Frau ins tränenüberströmte Gesicht. Ist ja schon gut, ich bin wieder da. Wieder da? Ja, wieder da! Du wirst es nicht glauben und ja, ich glaube dir, dass dir ein Elf erschienen wird. Langsam, langsam. Komm erst mal ins Haus. Meine Güte, hast du mir einen Schrecken eingejagt. Ich wollte eben nach drinnen, die Ambulanz rufen, weil ich dachte, du hättest einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall. Es geht mir gut, aber das, was ich eben erlebt habe, glaubt mir kein Mensch. Ich glaube dir. Mir passierte doch Ähnliches. Ich habe ein seltsames Männchen hier vor der Eiche gesehen. Es war zwar etwas verschwommen. Sah aus wie ein Hologramm. Irgendwie durchsichtig. Und seine Stimme war, als würde sie aus mir selbst kommen. Es war aber nicht so, als würde ich sprechen, sondern, als... Ja, ich weiß, dasselbe Phänomen habe ich eben erlebt. Es war, als würde eine fremde Stimme in mir sein. Genauso! Ja, aber jetzt kommt erst mal ins Haus.

    Im Haus ging die aufgeregte Unterhaltung weiter, nachdem sich beide etwas zu trinken genommen und es sich auf der Couch gemütlich gemacht hatten. Ausführlich, zumindest so ausführlich, wie es ihm möglich war, erzählte er seiner Frau von dem Naturgeist, der aus ihm gesprochen und ihnen ein Ultimatum gestellt hatte.

    Es liegt nun an uns, wie wir uns entscheiden. Entweder wir gehen mit der gesamten Menschheit unter, oder wir erschaffen die Menschenwelt neu und diesmal mit und nicht ohne Natur. Sind wir denn so wichtig? Braucht uns die Natur? Nach deiner Erzählung entstanden wir nicht einmal aus einer natürlichen Auslese, sondern aus außerirdischen Müll.
    Nach diesen Worten mussten sie, trotz dieser schier hoffnungslosen Situation, beide lachen.

    Es wäre egoistisch von uns beiden. Vor allem den anderen Menschen gegenüber. Warum wir? Warum ausgerechnet nur wir beide? Darüber sollten wir nicht nachdenken. Es ist wohl Zufall, dass wir beide eine Chance bekommen, unser Leben auf natürliche Art zu beenden, denn ewig leben wir ja auch nicht, obwohl dieser Naturgeist anderes behauptet hat. Er meinte tatsächlich, dass wir ewig leben, dass es den Tod nicht wirklich gibt, wenn wir unseren Geist nähren. Aber das wird er uns erklären, wenn wir uns entscheiden, zurück zu kommen. Schon dieser Erklärung wegen wäre ich dafür, zurück zu kehren, weil ich neugierig wäre, wie man den Geist, den Menschengeist, nährt. Neugierde hat die Menschheit dorthin gebracht, wo sie heute ist. Es ist nicht gut, neugierig zu sein. Wenn wir nicht neugierig wären, würden wir verhungern. Es muss so etwas wie Neugierde geben, da wir erst prüfen müssen, welche Nahrung gut für uns ist. Denk doch mal nach, welch Abenteuer auf uns wartet. Sicher denke ich darüber nach, vor allem, wenn ich von einer mir unbekannten Frucht koste und wenige Stunden danach sterbe. Welch Abenteuer! Nein, auf so ein Abenteuer kann ich wahrlich verzichten. Außerdem erinnere ich mich, dass du sagtest, wir müssten uns mit diesen idiotischen Wilden paaren. Weißt du, was du da von mir verlangst? Oder hast du dort eine Wilde gesehen, die dir gefallen hätte? Ist es das? Jetzt werde, bitte, nicht kindisch. Ich habe diese Wilde nur flüchtig gesehen und es hat genügt, denn sie sind alle mehr als abstoßend. Aber irgendein Opfer müssen wir für unsere Taten bringen. Welche Taten denn? Wir haben doch nichts getan! Genau deshalb, meine Liebe. Weil wir nichts getan haben. Ja, das weiß ich auch, aber wer würde denn wirklich freiwillig auf Bequemlichkeit verzichten? Ja, ich weiß, ich war vorher dafür, das Leben zu ändern, wenn es denn eine Rettung geben würde. Aber die gibt es nicht, weil nicht alle Menschen auf einmal mit machen. Also ist die Situation hoffnungslos. Denk doch mal nach, wir beide sind nicht dazu geschaffen, in der Wildnis mit Wilden zusammen zu leben. Wir wissen nicht einmal, wie wir in der Wildnis überleben können. Und für einen Kurs zum Überleben in der Wildnis ist es leider zu spät, wenn wir nur, wie du sagtest, bis morgen Mittag Zeit haben. Ich dachte, du bist dafür, die Menschheit zu retten. Ich dachte, ich würde dich keine Sekunde lang dazu überreden müssen. Ja sicher bin ich dafür, die Menschheit zu retten. Diese Menschheit – sie deutete zur Fensterfront hinaus – aber keine Wilden und nur uns selbst. Bist du wirklich so egoistisch, nur dein und mein Leben zu retten? Und wozu? Nur um ein paar Jahre mehr daran zu hängen. Welche Jahre? Was erwartet uns in diesen paar Jahren, falls wir nicht vorher an giftigen Pflanzen sterben oder von wilden Tieren gefressen werden.

    Weißt du was, meine Liebe? Wir werden jetzt kein Wort mehr darüber sprechen, alles überschlafen und morgen, wenn es an der Zeit ist, nehmen wir uns an der Hand und entscheiden stillschweigend. Gehen wir zusammen zur alten Eiche und setzten uns auf die Bank, ist es gut. Gehen wir nicht zusammen zur alten Eiche und bleiben im Haus, ist es auch gut.
     
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  6. Serenade

    Serenade Aktives Mitglied

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    Der Hund der beiden, der faltige Mastiff, war seitdem verschwunden, als auch der Mann verschwunden war. Es heißt ja immer, dass Tiere spüren, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Aber das hier dürfte kein Naturereignis, sondern eher etwas Außergewöhnliches sein. Dennoch ließ er sich nach mehrmaligen Rufen und Absuchen der Umgebung nicht wieder blicken.

    Der Hund war das Erste, woran die beiden dachten. Ob er vielleicht mit kommen könnte. Ein Versuch war es ja wert, falls beide tatsächlich gemeinsam zur alten Eiche gehen.

    Seine Mutter, eine geborene Schwedin, lebte seit zwei Jahren in einem Altersheim und erkannte ihren Sohn nicht mehr. Sein Vater, waschechter Amerikaner, falls man das so nennen kann, war, als er zwölf war, bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Geschwister hatte er keine. Irgendwo auf einer Südseeinsel lebte eine Cousine seiner Mutter, zu der sie jedoch kaum Kontakt hatten. Gerade eine Karte zu den Festtagen, das war alles.

    Sie kannte ihre Eltern gar nicht und wusste auch nicht, woher sie stammte, da sie in einem Waisenhaus aufgewachsen war. Anscheinend war ihr Vater oder ihre Mutter eine Schwarze, da ihre Haut stets sehr sonnengebräunt aussah. Und ihre Mutter oder ihr Vater dürfte etwas Asiatisches an sich gehabt haben, was an ihren Mandelaugen erkennbar ist. Dass sie eine interessante Mischung war, stellte er schon damals fest, als er sie das erste Mal auf einer Park im Stadtpark sah. Auffallend war ihr tiefschwarzes, glattes Haar, das ihr beinahe bis zu den schmalen Hüften reichte. Sie war zart, aber nicht klein. Das erkannte er an ihren langen Beinen, die in hautengen Jeans stecken. Darüber ein weißes T-Shirt. Auf den Oberschenkeln hielt sie ein Laptop, auf dem sie eifrig tippte. Er konnte nicht anders, als sie anzusprechen und scherzhaft zu fragen, ob sie ein Buch schreiben und er vor der nächsten Bestsellerautorin stehen würde. Als sie aufblickte, war es um ihn geschehen. Diese Augen! Die dunklere Haut, die eher sonnengebräunt wirkte, als angeboren, das zarte Gesicht mit der vielleicht etwas zu breiten Nase, dem Schmollmund und den fast schwarzen Mandelaugen, nahm ihn vom ersten Moment an gefangen.

    Sie war es gewohnt, von Männern angesprochen zu werden. Der letzte wollte ein berühmtes Model aus ihr machen und sie sofort zu einem Fotoshooting mitnehmen. Deshalb hatte sie schon eine freche Antwort auf den Lippen. Aber vor ihr stand ein Traummann. Groß, blond und blauäugig. Eine Figur wie ein Zehnkämpfer, sehr sportlich, aber nicht übertrieben muskulös. Sportlich schon deshalb, da er zum morgendlichen Joggen gekleidet unterwegs war.

    Ja, sie würde an einem Buch schreiben und natürlich würde es ein Bestseller werden. Es wurde kein Bestseller. Alle bekannten Verlage lehnten ab und jene, die sie bezahlen hätte sollen, um das Buch zu drucken, lehnte wiederum sie ab. Bei gewissen Zeitungen war sie damals schon angestellt und schrieb vereinzelt Rubriken, die nicht unbedingt täglich abgeliefert werden mussten. Sie hatte es nicht leicht in ihrem jungen Leben. Die Pflichtschule grade so rüber gebracht, dann eine Lehre als Verkäuferin, die sie gut abschloss, aber dann keinen Job bekam, weil sie dunkelhäutig war. Ja, in manchen Orten gab es noch immer derartige Menschen. Dann besann sie sich ihres Talents zu schreiben. Das tat sie schon im Waisenhaus sehr gerne und unterhielt mit ihren Geschichten die anderen Kinder. Es war sogar so, dass sie einmal in der Woche im großen Gemeinschaftssaal vorlesen durfte und dabei ständig Applaus wie ein Star bekam. Das waren ihre glücklichsten Momente. So schrieb sie einige Artikel zur heutigen Zeit und brachte diese zu verschiedenen Redaktionen, wo sie schließlich angenommen wurden und sie endlich Geld verdiente, um in der Gemeinschaftswohnung, die sie zu viert hatten – vier Mädchen aus dem Waisenhaus, doch noch etwas beizusteuern. Aber dann kam er und holte sie da raus. Es war wie im Märchen. Er, der blonde Prinz, war schon damals in der Politik und nicht nur Wahlhelfer, sondern wie auch heute schon ein etwas 'höheres Tier', der zu dieser Zeit zwar 'nur' in einem hundert Quadratmeter großen Appartement wohnte, aber bereits nach einem geeigneten Haus oder Grundstück Ausschau hielt, bis sie beide diese alte Villa mit dem riesigen Park entdeckten.

    Das war fast sechs Jahre her. Seit drei Jahren waren sie verheiratet und wollten viele Kinder haben, zu denen es aber nie kam. Lass uns Zeit. Lass uns erst das Leben genießen. Und dann wollte sie plötzlich keine Kinder mehr, weil ihr ein Elf erschienen war und ihr erzählte, dass die Menschen schlecht und böse sind. Es stimmte ja. Den Menschen, die etwas zu sagen haben, geht es stets um Profit und Macht. Alles andere ist unwichtig. Wir leben hier und jetzt und das voll und ganz. Das war die Devise. Und es sei nicht gesagt, dass man nicht auch anders darüber dachte. Man wusste sehr wohl, wohin das eines Tages führt. Aber doch nicht heute. Und auch nicht morgen. Das lag alles einer weit entfernten Zukunft. Genauso wie der eigene Tod, denn sterben tun immer nur die anderen.


    Als ihr erstmals der Oberelf erschienen war, tippte sie gerade auf der Bank unter der Eiche einen Artikel über Klimaschutz in ihrem Laptop ein. Sie hatte ein seltsames Gefühl, ähnlich dem ihres Mannes, als würde ihr eine Welt entgleiten und stattdessen eine andere entstehen. Der Blick auf die Seite enthüllte ihr ein Hologramm von einem kleinen Männchen, etwa 50cm groß, in einem grünen Mäntelchen. Es hatte grellrotes Haar und ein Gesicht wie ein kleiner Junge. Der Gesichtsausdruck jedoch war weise, fast erhaben, dass sie versucht war, vor dem kleinen Elf nieder zu knien.

    „Die Menschheit wird in Bälde ausgelöscht werden, wenn sich nicht jeder einzelne von euch auf der Stelle ändert.“

    Und wie? Wie soll sich jeder einzelne von uns ändern? Sie stellte diese Fragen nicht laut, sondern dachte sie im ersten Schreck der außergewöhnlichen Situation. Und in dem Moment stand hinter dem kleinen Elf eine Arme von Elfen. Auch sie wirkten wie Hologramme. Jeder von ihnen hatte ein anders farbiges Mäntelchen an und auch anders farbige Haare, die ihnen weit vom kleinen Köpfchen ab standen, als würden sie alle unter Strom stehen. Und alle hatten sie Kindergesichter, die immens weise und erhaben wirkten.

    „Gebt eure Bequemlichkeiten auf, indem ihr wieder selbst ohne Maschinen, die Strom brauchen, alles erarbeitet. Sucht euch eine Bleibe in der Natur. Meidet Ballungszentren. Werdet teilweise Nomaden, um die Erde nicht mit Monokultur zu verunreinigen. Lebt von dem, was die Erde euch offensichtlich anbietet und beutet sie nicht aus.“

    Das ging in diesem Schema so weiter und klang für sie vollkommen unmöglich. Kein Mensch, der einigermaßen bei Verstand war, konnte sich auf so was einlassen und noch dazu diesen seltsamen Erscheinung Glauben schenken, die sie Elf nannte, weil sie sie an das erinnerten, was sie sich unter Elf vorstellte. Andere hätten die Erscheinung vielleicht Zwerg oder Gnom genannt. Aber es spielte keine Rolle, wie man sie nennt, denn sie alle stellen bildlich eine Art Naturgeist dar, was sie der Frau auf den darauffolgenden Tagen, in denen sie ihr erschienen, erklärten. Der eine Elf war der Naturgeist der gelben Rosen, die in ihrem Garten vor der Wohnzimmerfront ihr Beet hatten, wieder ein anderer der Naturgeist der Lilien und wieder ein anderer der Naturgeist irgendeines von den Gemüsesorten, die vor dem Küchenfenster gediehen. Der so genannte Oberelf stand auch für etwas aus dem Florabereich der Erde, aber zusätzlich stellte er sich als der Oberste, eigentlich der Vertrauens-elf von allen, vor.

    Der Abend rückte näher. Die Zeit zu Bett zu gehen. Beide dachten daran, ihre Freunde, ihre Bekannten zu warnen. Aber was würde das bringen? Was würde ein Mensch schon tun, wenn er wüsste, dass es in wenigen Stunden ihn und die anderen Menschen nicht mehr geben würde? Die letzten Stunden mit dem zu verbringen, wen oder was man geliebt hat oder durchdrehen? Wahrscheinlich würden die meisten durchdrehen und alles würde in Massenpanik ausarten. Andererseits, wer würde ihnen schon glauben?

    Sie sprachen beide nicht mehr darüber, wie sie sich entscheiden. Irgendwie lag es klar auf der Hand. Er würde gehen und sie würde Skrupel haben, weil es ihr egoistisch erschien, dass nur sie beide eine Chance bekommen. Aber was war das schon für eine Chance? Und wie war es überhaupt möglich, in eine so weit zurückliegende Zeit zu gehen? Darüber durften sie auf keinen Fall nachdenken, denn da sträubte sich das Gehirn. Zurück zur Urzeit der Menschheit, als die ersten Menschen den Erdboden betraten. Müll aus einer anderen Zivilisation von einem anderen Planeten. Und sie beide, die dem Ganzen etwas Intelligenz beifügen sollten. Und vielleicht auch angenehmeres Aussehen. Aber warum Müll? Dieser Gedanke kam beiden gleichzeitig und sie erschraken darüber. Nannten die Menschen jene, die andersartig sind, ob körperlich oder geistig, denn Müll? Gerade in den letzten Jahren wurde so viel für diese Menschen getan, wurden sie auch in Arbeit integriert und alle erkannten, wie glücklich jene Andersartige darüber waren, endlich anerkannt zu werden. Manche nannten sie sogar die wahren Menschen, weil sie Herz zeigten und sich noch wahrhaftig freuen konnten. Und jene, die von einer außerirdischen Zivilisation einfach wie (!) Müll, abgeladen wurden, waren ganz sicher kein Müll, sondern Lebewesen wie alle anderen, denen man einfach eine Chance geben musste.

    Schließlich kam vor allem ihr die Frage, warum ausgerechnet ihnen all das widerfuhr. Warum erschienen ihr diese kleinen Männchen und warum wurde er geistig in eine Zeit zurück versetzt, über die noch immer gerätselt wurde? Es musste doch einen Sinn haben, wenn auch nicht alles in der Menschenwelt einen Sinn ergab. Es war ein Wink, etwas zu tun, um eine neue Welt zu erschaffen, um die letzte, vielleicht allerletzte Chance zu ergreifen.

    Genau deshalb nahmen sie sich am nächsten Tag, kurz vor zwölf Uhr an den Händen und gingen langsam, aber nicht zögernd zur alten Eiche und ließen sich auf der Bank nieder. Sie ließen ihre Hände nicht aus, schlossen ihre Augen und murmelten ein leises Gebet, auch wenn dies niemand, außer sie beide hören würde. Es tat einfach gut zu beten und vor allem beruhigte es ein wenig.
     
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  7. Ultimate

    Ultimate Aktives Mitglied

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    Spannend.(y)
     
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  8. Serenade

    Serenade Aktives Mitglied

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    Alles um sie herum tauchte urplötzlich in gleißendes Weiß. Sie hielten sich noch immer an den Händen und es war die einzige Wahrnehmung, die sie hatten. Ein Händedruck. Ein Hände-halten. Das waren sie. Nichts anderes. Sie spürten die Bank nicht mehr, auf der sie noch vor einer Sekunde gesessen hatten. Da war nun Leere. Gleißende, weiße Leere. Das reine Nichts.

    Wusstet ihr, ihr Menschen, dass nicht schwarz, sondern weiß die Leere oder das Nichts darstellt? Im Schwarz kann sich alles Mögliche verbergen, aber im Weiß, im Licht, wird alles offenbart.

    Nach und nach tauchten winzige Punkte am Horizont auf, die langsam immer größer wurden. Seht ihr? Die Irrlichter sind dunkel. Sie leuchten nicht und der Tunnel ist weiß.

    Schwarze Flecken legten sich über den Händedruck. Sie ließen sich los und spürten, dass sie auf dem Rücken lagen. Sie wussten aber nicht, dass sie auf dem Rücken lagen. Sie wussten auch nicht, worauf sie lagen. Es gab keine Benennung dafür. Sie spürten nur. Wie Babys spüren und für nichts Worte haben. Sie wussten auch nicht, dass die immer größer werdenden dunklen Flecken Gesichter waren, die sie anstarrten. Dennoch war da keine Angst. Es war eher Neugierde, gepaart mit Vorsicht. Es gibt da schon einen Unterschied zwischen Angst und Vorsicht. Angst ist meist irreal, Vorsicht jedoch ist angeboren. Etwas Natives, wie man so sagt, wenn es die Sprache wieder gibt. Falls es sie wieder gibt.

    Eigentlich würdet ihr Menschen ohne Sprache, ohne die Dinge zu benennen, besser leben. Die Wahrnehmung wäre tiefer und vielleicht auch wahrer. Das Ding an sich, wie es eure Philosophen so schön ausdrückten.

    Aber da waren Geräusche. Eine Art Sprache. Natürlich wussten sie wieder nicht, dass es sich bei den Geräuschen um Kommunikation handelt. Es war eine einfache Kommunikation, noch ohne Grammatik, Rechtschreibung oder Fälle oder was auch immer Kompliziertes ihr Menschen daraus gemacht habt.

    Beiden brummte der Kopf ein wenig. Sie richteten sich auf und starrten auf diese seltsamen Gestalten, die sie umringten. Seltsam sahen sie aus. Manche waren ziemlich behaart am ganzen Körper. Sie blickten an ihre eigenen nackten Körper hinab und erkannten, dass es nur an wenigen Stellen Haare gab. Aber so wirklich registrierten sie das nicht. Wichtiger war ihnen ein ganz anderes Gefühl, das ihr Menschen schon längst vergessen habt und wofür ihr nicht einmal ein Wort habt. Es war eine Art Drang. Nein, nicht sich mitzuteilen. Es war etwas Tieferes. Es war der Wunsch, eine Einheit zu bilden, um sich die Kommunikation zu ersparen. Es sollte ein Blick genügen, das dem anderen sagt, was man fühlt, was man dem anderen mitteilen möchte. Dieses Gefühl machte die beiden so nervös, dass sie von einem Bein auf das andere traten und dies immer schneller, bis es ihnen die anderen um sie herum nachmachten. Ein Tanz wurde geboren. Aber das war noch nicht alles, denn die Meute summte dazu und die beiden machten mit. Tanzen und singen! Wenn das nun die erste Interaktion zwischen den beiden und dem – ja, ich verkneife mir auch das Wort Müll, denn es waren tatsächlich Lebewesen wie alle anderen, auch wenn sie etwas anders waren als die Mehrheit – also, wenn das nun die erste Interaktion zwischen den beiden und den Anderen war, sollte das doch ein wunderbarer Beginn des neuen Menschenlebens sein und der Menschengeist füllt sich bereits mit etwas Wahrem.

    Nicht dass ihr Menschen denkt, nur Kunst sei geistig wertvoll. Natürlich ist Kunst – nennen wir es lieber Kreativität – etwas immens Wertvolles für den Menschengeist, da es in der Natur auch etwas Einzigartiges ist. Das Einzigartige liegt aber nicht am Tun, sondern am Gefühl, welches das Lebewesen Mensch dabei entwickelt. Pflanzen kreieren ebenso wie Tiere, auch wenn das für Menschen nicht immer sofort erkennbar ist. Wer würde schon die Kunst einer fast vollkommen aufgeblühten Rose verschmähen? Niemand ist kreativer als die Natur selbst und der Mensch ist natürlich ein Teil davon. Ob eine Rose dabei Freude oder ein anderes Gefühl dabei empfindet, sich zu entfalten, sei dahin gestellt. Sie tut es einfach. Die Entfaltung ist ihr eigentliches Sein und damit füllt sie den Rosengeist.

    Ja, es mag lächerlich klingen, aber es ist so, dass jede Spezies, jede Art, jede Rasse ihren eigenen Geist füllt. Zuerst ist da, bildlich gesprochen, nur eine leere Blase. Für jede Spezies von Lebewesen entsteht gleichzeitig – bildlich gesprochen – eine eigene, leere Blase, die gefüllt werden muss. Und zwar mit dem Wahren! Ja, aber was ist nun das Wahre? Als Beispiel siehe oben. Nein, es ist nicht der Tanz, wie ich schon sagte. Es ist das Gefühl, das dabei entsteht. Die Freude und die Wahrhaftigkeit des Tuns. Wenn das die beiden beibehalten und den Anderen übermitteln können, dürfte einer besseren Entwicklung der Menschheit nichts im Wege stehen.

    Oh, habt ihr etwa gedacht, die beiden kommen so wie sie waren in die Urzeit der Menschheit zurück? Das wäre eventuell zu leicht oder auch zu schwierig gewesen. Das heißt nicht, dass all ihre Erinnerungen gelöscht und vergessen sind. Sie sind nur, wie man so sagt – ad acta – gelegt. Eingefroren, um vielleicht irgendwann wieder aufgetaut zu werden und dann wird wohl das meiste davon entsorgt werden. Aber wovon rede ich denn da? Sicher nicht vom jüngsten Tag, wo gerichtet wird. Das wird nie geschehen. Wer soll denn schon richten? Es gibt keine Richter, außer du selbst richtest über dich selbst.

    Und jetzt kommen wir zur schwierigsten Erklärung von allen. Was geschah mit den restlichen Menschen? Mit den mehr als drei Milliarden Menschen und dem möglichen Kollateralschaden?
     
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  9. Serenade

    Serenade Aktives Mitglied

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    Wir Erdgeister nennen Menschen, die ihren Körper abgelegt haben, verlorene Geistwesen. Das verlangt natürlich nach Erklärungen.

    Erstens, warum wir uns Erdgeister nennen: Wir sind Teile der Erde. Manche von euch nennen die Erde auch Göttin Gaia und verehrten sie einst durch Rituale und Opfergaben. Damals hatten wir noch Hoffnung, dass aus euch doch noch ein Teil unseres Ganzen werden könnte. Wir, die wir Baumgeister, Elfen, Zwerge, Gnome oder wie auch immer von euch Menschen genannt werden, sind Aspekte Gaias. Auch ihr Menschen solltet dazu gehören und vielleicht werdet ihr das ja auch wieder, wenn sich die beiden und die Anderen halbwegs gut entwickeln.

    Zweitens, und das kann etwas länger dauern, da mir hier durchaus verstandesmäßige Worte fehlen. Dann mal langsam. Wenn etwas stirbt, egal ob aus dem Reich der Flora, der Fauna oder Homo Sapiens, ist es nicht wirklich tot. Auch der Körper, die Materie, stirbt nicht wirklich. Aus ihr kann sich nach einer gewissen Zeit durchaus ein weiteres Lebewesen entwickeln. Den Begriff Seelen erwähne ich nicht gerne. Das, was darüber alles geschrieben und erzählt wurde, ist meines Erachtens alles Humbug. Eher trifft zu wenn ich es Bewusstsein nenne oder Wahrnehmung. Das ist es, was nicht vergehen kann. Aber was bringt ein Bewusstsein, in dem es nur um materielle Dinge geht, mit denen ein Geistwesen nichts anfangen kann? Das Bewusstsein muss mit Freude, Leidenschaft, mit Tanz und Gesang gefüllt werden, dann kann auch diese bildlich gesprochene Blase gefüllt werden. Und so lange das nicht passiert, ist die Blase leer und die Geistwesen irren planlos umher, bis irgendwo Ei und Samen aufeinander treffen und sie diese Vereinigung beleben, um wieder Sinn an ihren Dasein zu erkennen.

    Man nennt dies auch Wiedergeburt. Nur, dass die Wiedergeburt erst entwickelt werden musste. Geistwesen waren nicht schon immer da. Es ist ja so, dass der materielle Körper genauso Energie, also so was wie Geist ist. Durch die Entwicklung, um es ganz einfach auszudrücken, wurde die Energie immer kräftiger und heraus kam so was wie Bewusstsein.

    Uns ging es kaum anders, aber doch viel einfacher, da es bei den meisten von uns nicht um Bewusstsein, sondern um eine andere Art der Wahrnehmung handelt. Aber auch wir mussten uns erst eine Basis schaffen, sozusagen unsere jeweiligen Blasen füllen, um... Ja, um was zu erreichen? Natürlich! Eine immer bessere, vollkommenere Welt! Was denn sonst? Wir alle sind hier, um das Paradies zu schaffen, das uns allen in den Genen liegt.

    Es liegt wohl in der Natur, dass vergangene Leben meist vergessen werden, ähnlich bei unseren beiden Freunden, um auch diese im Raum stehende Frage zu beantworten. Ein anderer Grund kann auch die Leere der Blase (bildlich gesprochen!) sein, denn wo nichts ist, kann nichts erinnert werden. Sicher wird es bei manchen schöne Erinnerungen geben, die man nicht vergessen will. Wird auch nicht vergessen, denn da ist ja doch wohl der große Speicher, über den ich gleich etwas sagen werde.

    Durch Schule, Lehrer und betonierter Umwelt kann kein Paradies entstehen. Und schon gar nicht durch Neid und Hass, was unweigerlich zu Krieg führt. Es ist doch tatsächlich so, dass sich die Geschichte der Menschheit durch Kriege auszeichnet. Selbst die Bibel, eines der so genannten Heiligen Büchern der Menschen, besteht aus lauter Kriegsszenen und grausamen Geschichten über einen grausamen Gott. Und warum fürchtet sich die Kirche vor dem Fortschritt, in dem die Menschen endlich erkennen, dass es keinen Gott gibt, der sie erschaffen hat und auf dem sie alle Schuld abladen, um nicht selbst verantwortlich für ihre Übeltaten zu sein?

    Sagen wir es mal so, es gibt keinen strafenden Gott, denn der Begriff „Gott“ kann ja auch etwas vollkommen Unpersönliches darstellen, etwa eine Überenergie, aus der alles was ist entsteht. Oder es handelt sich um den großen Speicher, wie oben erwähnt.

    Aber es ist beileibe nicht der alte Mann, mit langem Haar und Bart, der auf einem Thron in den Wolken hockt und sich von dort einen Überblick auf die gesamte Erde verschafft. Es wäre aber doch eine schöne Vorstellung. Oder etwa nicht? Vielleicht wäre er sogar weniger grausam als wir Naturgeister, wir, die Abgesannten Gaias, die ohnehin trotz mehrmaliger Mahnungen nicht erhört und nun doch 'gezwungen' wurden, die Menschheit auszulöschen, um ihr aber noch eine kleine Chance zu geben.

    Im Grunde genommen wissen wir nicht alles. Aber die Entwicklungsgeschichte kennen wir, denn wir waren zuerst da und haben keinen Gott gesehen, der einen Mann auf den Erdboden stellt und aus seiner Rippe eine Frau macht. Es gibt auch andere Geschichten über die Erschaffung der Menschheit, nur wurde sie leider nicht erschaffen, entstand auch nicht durch eine natürliche Entwicklung, sondern wurde von Außerirdischen ab geleert.

    Hier erhebt sich natürlich die Frage, ob es sich dann auch um den Menschengeist handelt, oder um einen ganz anderen, der gefüllt werden muss. Quatsch, alles Quatsch! Es ist ja nur eine Benennung und ihr fallt wieder nur auf Worte herein und nicht auf das Wahre, das stets dahinter steckt.

    Jetzt aber genug der Aufklärung. Jetzt wenden wir uns wieder den beiden und ihren neuen Freunden und Freundinnen zu.
     
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  10. Tolkien

    Tolkien Sehr aktives Mitglied

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    Hallo @Serenade,

    manchmal ist es bei mir wenn ich Gedichte oder Geschichten schreibe so, dass ich auch eigene Dinge versuche irgendwie zu verarbeiten/bearbeiten. Ich habe den Eindruck, dass Du dies in Deinen Geschichten auch machst. darf ich fragen, ob ich da richtig liege?

    Lieben Gruß
    Tolkien
     

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