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Fragen zum Häusersystem bei den Skatkarten

Dieses Thema im Forum "Skatkarten" wurde erstellt von Tugendengel, 16. Juni 2017.

  1. Flowerbowl

    Flowerbowl Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Mai 2016
    Beiträge:
    106
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    Hallo zusammen,

    es ist bekannt, dass die Lenormand Karten in ihrer Nummerierung, im Laufe der Zeit immer wieder verändert wurden. Der Einfachheit, wurde es irgendwann dabei belassen und nicht mehr geändert. Das lag schlicht und ergreifend am Interesse und auch am Verkaufsabsatz.

    Die Karten wurden einfach durchnummeriert, ohne tiefen und weiteren Sinn. Gleiches, gilt für die Skatkarten-Abbildungen, die sich mit den Lenormand-Symbolen, nicht in Einklang bringen lassen. Aber der Mensch ist dazu geneigt alles passend zu machen und was nicht passt, wird passend gemacht. Die Hauptsache, das Kartenhäuschen fällt nicht in sich zusammen.

    Die Lenormand Karten waren einst als Werbegag in Zigarettenschachteln gedacht. Auch andere Interessierte haben hierzu recherchiert - weltweit. Die Ergebnisse, sind sehr ernüchternd. Madame Lenormand, hat mit diesen Karten auch nie gelegt, diese noch nicht einmal zu Gesicht bekommen. Das sie selbst, wohl viele Stunden gebraucht haben soll ein Kartenbild zu deuten, lag auch daran, dass sie ihre Kundschaft ausgefragt hat und teilweise recht brüsk, taktlos und ungehobelt mit ihrem Klientel umgegangen ist.

    Kartenlegen, ist keine Wissenschaft und völlig abweichende Lenormandkarten-Bedeutungen, gibt es wie Sand am Meer, ebenso wie grundverschiedene Kartenlege-Systeme das grosse Blatt betreffend. Zum Beispiel werden für die Arbeit, den Job, den Broterwerb, den Beruf, die Selbstständigkeit, Freie Berufe, folgende Karten genannt: Sense, Fuchs, Turm, Mond, Fische, Anker. Andere Länder, andere Sitten. Welches ist denn nun die „richtige“ Berufskarte? Oder die richtige Vorgehensweise ein Kartenbild zu deuten? In Blickrichtung zu lesen ist genauso legitim, wie sich dagegen zu entscheiden, wenn man diese Regel einmal für sich festgelegt hat und dabei bleibt.

    Hier wurde ja schon oft gesagt, dass die Karten kein Eigenleben haben, einzig, bedruckte Pappe sind. Das heisst, dass jeder Interessierte „seine“ Karten eicht, indem er liest, lernt, verwirft, Neues hinzunimmt, verinnerlicht, versteht, begreift und für sich, als passend übernimmt.

    Viele Grüsse,
    Flower
     
  2. Flowerbowl

    Flowerbowl Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Mai 2016
    Beiträge:
    106
    Hallo Tugendengel,

    Schade, dass Du diesen Gedanken nicht weiter verfolgt hast und ihn lediglich auf die Skatkarten, bzw. auf das Häusersystem, beschränkt hast. Dieser Ansatz/diese Erkenntnis, ist in sich völlig richtig und sollte bei dieser einen Technik nicht stehen bleiben, sondern sich über das gesamte System, über alle Techniken und Methoden, über die einzelnen Bedeutungen, Personen- und Zeitkarten, usw. usf., erstrecken. Das gilt selbstverständlich nicht nur für die Skatkarten, sondern auch für alle anderen Wahrsagekarten.

    Du fragst, ob man sich mit diesem Problem schon einmal auseinandergesetzt hat und wie man dies ggfs. für sich gelöst hat. Ich habe mich vor langer Zeit damit beschäftigt und hier, auch darauf hingewiesen, nur leider wollte sich niemand mit dieser Problematik weiter befassen. Ich kann Dir nur sagen, wie ich es für mich gelöst habe: Ich habe davon Abstand genommen, „fremde“ Kartenbilder zu deuten.
    Kundige Kartendeuter, haben ihre Karten/ihr System festgelegt, wie ich es bereits oben kurz angerissen habe. Nicht bewusst vielleicht, aber indem beschriebene Vorgehensweisen oder Kartenbedeutungen, als stimmig betrachtet wurden, weil diese mit der eigenen Sichtweise, dem eigenen Verständnis konform gegangen sind. Das Unterbewusstsein übernimmt dies und speichert es ab. (..)

    Ja.

    Weil wohl jeder Autor, seine Meinung vertritt, ein anderes Verständnis hat, zu anderen Erkenntnissen kommt, sich bestimmt auch verewigen will, …

    Warum sind Dir in den wenigen Skatkarten-Bücher die es auf dem Markt gibt, dennoch so viele verschiedene, abweichende und vielleicht sogar entgegengesetzte Bedeutungen begegnet? Warum verwundert Dich das?

    Lieben Gruss,
    Flower
     
  3. Tugendengel

    Tugendengel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Februar 2012
    Beiträge:
    552
    Hallo @Flowerbowl,

    schön, dass Du Dich ebenfalls an dem hiesigen Sichtweisenaustausch beteiligst! Herzlich Willkommen zurück! Ich habe Dich schon eine Zeitlang in diesem Forum vermisst ...

    Darf ich Dich bitte mal fragen, aus welcher Quelle Du dieses Wissen gewonnen hast? Das würde mich wirklich brennend interessieren! Mir war dieses, ehrlich gesagt, bislang überhaupt nicht bekannt. Erstmals @Lavanya hat mich hierauf mit ihren Quellenangaben aufmerksam gemacht.

    Ich würde wirklich gerne wesentlich mehr hierüber erfahren, nur wo kann ich hierzu etwas vertiefender nachlesen? Woher hast Du seinerzeit, als Du Dich mit diesem „Phänomen“ auseinandergesetzt hast, Deine Erkenntnisse bezogen?

    Das ist genau die entscheidende „Gretchenfrage“. Erfolgte dies wirklich alles nur ohne tieferen und weiteren Sinn? Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel, dass ich dies nicht recht glauben mag.

    Hypothetisch angenommen, man hätte die Lenormandkarten erstmalig in der heutigen, schnelllebigen und immer „oberflächlicher“ werdenden Zeit herausgebracht, könnte ich mir schon eher vorstellen, dass die Karten dann vielleicht einfach ohne wesentlich vertiefendere Überlegungen durchnummeriert worden wären. Heutzutage haben viele Menschen kaum noch Zeit, eine Sache wirklich von Grund auf bis zu ihren ursprünglichen Anfängen hin zu recherchieren. Alle Arbeiten sollen in möglichst kurzer Zeit erledigt sein, weshalb nicht selten die Qualität der Arbeit um einiges leiden kann.

    In dem Jahrhundert, in dem die Lenormandkarten erstmalig herausgegeben wurden, sah das jedoch noch ganz anders aus. Bücher und Papierdrucke wurden immer noch mit erheblichem Aufwand, teilweise auch noch mit handwerklichen Zusatzarbeiten, hergestellt und waren für die damaligen Verhältnisse überwiegend nur für die Reichen der Gesellschaft überhaupt erschwinglich. Bücher und Papierdrucke waren seinerzeit, wo auch noch nicht einmal das Telefon wirklich erfunden und für alle flächendeckend nutzbar war, also immer noch etwas Besonderes und keineswegs etwas Alltägliches. In der heutigen Zeit ist dies schon lange nicht mehr der Fall, wo vieles zum Massen- und Wegwerfprodukt „verkommen“ ist.

    Da Bücher und Papierdrucke seinerzeit jedoch immer noch etwas ganz Besonderes waren, von denen es auch nicht - wie heute – eine wahre Überflutung gab, legte man auf den Inhalt und die Qualität der Bücher und Papierdrucke meines Erachtens noch deutlich größeren Wert als in der heutigen Zeit. Deshalb glaube ich schon, dass sich ein seinerzeitiger Herausgeber der Lenormandkarten zuvor sehr genau überlegt hat, mit welcher Symbolreihenfolge und mit welcher Zahlenzuordnung er die Lenormandkarten versehen wollte.

    Dass ich also schon glaube, dass es irgendeinen tieferen Sinn gehabt hat, warum die Lenormandsymbole und die ihnen zugeordneten Zahlen eben in einer ganz bestimmten Reihenfolge angeordnet wurden, begründet sich darüber hinaus zum Teil auch darin, dass @flimm in diesem thematischen Zusammenhang meines Erachtens sehr viel für mich Überzeugendes geschrieben hat. In verschiedenen Threads in diesem Forum hat @flimm immer mal wieder Einblicke quasi in die „Geschichte“, die hinter den Lenormandkarten abläuft, gegeben.

    Ich habe mir jetzt mal zum besseren Verständnis die zeitliche Mühe gemacht, das Forum nach den mir insofern von @flimm in Erinnerung gebliebenen Schilderungen zu durchsuchen. Nachstehend zitiere ich mal aus @flimm`s früheren Beiträgen zur chronologischen Geschichte der Lenormandkarten.

    In dem seinerzeit von mir selbst erstellten Thread mit dem Titel: „Die Bedeutung des Klees im Lenormand“ hat @flimm mal einige Gedanken zu den Hintergründen für die Abfolge der Karten Reiter – Klee – Schiff geschrieben:

    In dem seinerzeit von Mondkatze82 erstellten Thread mit dem Titel "Lernfaden Bedeutung Einzelkarten-interaktiv " hat @flimm ebenfalls eine Vielzahl von ihren Gedanken zu den Hintergründen für die Abfolge verschiedener Karten geschildert, die ich nachfolgend allesamt mal zitiere.

    Hier zunächst @flimm`s Gedanken zu den Hintergründen dafür, warum der Lenormandkarte Haus die Skatkarte des Herz-Königs zugeordnet wurde:

    Hier folgen @flimm`s Gedanken zu den Hintergründen für die Abfolge der Karten Sarg – Blumen – Sense – Ruten:

    Weiter geht es mit @flimm`s Gedanken zu den Hintergründen für die Abfolge der Karten Sense – Ruten:

    Hier zitiere ich @flimm`s Gedanken zu den Hintergründen für die Abfolge der Karten Ruten – Vögel:

    Hier schildert @flimm mal ihre Gedanken zu den Hintergründen, wieso auch die Karten, aus denen sich die Quersumme 4 errechnen läßt, ebenfalls alle in einem Sinnzusammenhang stehen:

    Klasse finde ich auch @flimm`s Gedanken zu den Hintergründen für die Abfolge der Karten Berg – Wege – Ratten/Mäuse:

    Leider ist die „Geschichtenerzählung“ hinter den Lenormandkarten nicht vollständig.

    Liebe @flimm: Magst Du die von Dir schon zu einem erheblichen Teil erzählte Geschichte an dieser Stelle vielleicht um einige der noch fehlenden Karten ergänzen?

    Ja, dem würde ich auf jeden Fall zustimmen. Die Karten teilen sich quasi in derjenigen (Bild-)Sprache mit, die einem selbst verständlich ist. Ich habe es schon mehrfach hier in diesem Forum so ausgedrückt:

    Meines Erachtens zapfen wir während unseres Kartenmischens und unserer Konzentration auf unsere Frage quasi unser Unterbewusstsein an, in welchem unsere wirklichen Empfindungen und Gefühle wie in einer Art Archiv gelagert sind. Die ausgelegten Karten sind dann sozusagen das Vehikel, um unsere Empfindungen aus dem tiefen "Gedankenkeller" die Treppe hinauf in unser Bewusstsein zu befördern.

    Letzten Endes sind die Karten meines Erachtens "nur" eine Art von Sprache, eben eine aus Bildern bestehende Sprache und nicht eine aus Buchstaben bestehende Sprache. So, wie unsere Sprachwelt aus einzelnen Buchstaben besteht, die wir zu einzelnen Wörtern und dann wieder zu einzelnen Sätzen zusammensetzen, so besteht die Kartenwelt aus einzelnen Symbolen und Bildern, die wir zu einzelnen Kombinationen und dann wieder zu einzelnen Deutungssätzen zusammensetzen.

    Kartenlegen ist also für mich das Sichtbarmachen und Aufdecken der tief in unserem Unterbewusstsein angelegten und archivierten Empfindungen mittels einer Bildersprache. Wir holen sozusagen die Wahrheit über uns aus uns heraus.

    Die Karten halten dabei z. B. uns vor Augen, wo wir in unserem Leben stehen, in welchen Bereichen wir noch etwas aus unserer Vergangenheit zu verarbeiten haben, worauf wir zukünftig stärker unseren Blick richten sollten, was wir besser unterlassen sollten usw. Insofern ist das Kartenlegen meines Erachtens ein nützlicher Ratgeber, der unsere Sinne schärfen und unser Augenmerk lenken kann auf verschiedenste Aspekte, die sonst möglicherweise unserer Aufmerksamkeit entgehen würden.

    Liebe @Flowerbowl, auf Deinen weiteren Beitrag von heute Mittag gehe ich noch in einem gesonderten Post ein, da ich nach all meinen hiesigen Recherchen jetzt erst einmal eine Pause benötige.

    Bis später,
    Tugendengel
     
  4. Flowerbowl

    Flowerbowl Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Mai 2016
    Beiträge:
    106
    Schönen guten Tag, Tugendengel,

    erstmal möchte ich mich sehr herzlich bei Dir bedanken, für Deine Zeit, die Du mir und meinen Beiträgen geschenkt hast, Deinen ausführlichen, nicht von der Hand zu weisenden Schilderungen und Ansichten und selbstverständlich auch für die Informationen, die Du immer sehr genau und präzise zusammenfügst.

    In dem Jahrhundert, in dem die Lenormandkarten erstmalig herausgegeben wurden, sah das jedoch noch ganz anders aus. Bücher und Papierdrucke wurden immer noch mit erheblichem Aufwand, teilweise auch noch mit handwerklichen Zusatzarbeiten, hergestellt und waren für die damaligen Verhältnisse überwiegend nur für die Reichen der Gesellschaft überhaupt erschwinglich. Bücher und Papierdrucke waren seinerzeit, wo auch noch nicht einmal das Telefon wirklich erfunden und für alle flächendeckend nutzbar war, also immer noch etwas Besonderes und keineswegs etwas Alltägliches.
    Ich stimme mit Dir überein. Und dennoch müssen die Personen, die die Lenormand Karten mit Nummern und Skatkarten-Symbolen versehen haben, diese nicht zwingend, in tiefgehende Bedeutungen getaucht haben. Das Wissen damals, war auch zu diesem Thema ohnehin begrenzt, wenig verbreitet, verpönt und zudem strafbar.

    Wenn die Nummerierung und Skatkarten-Bedeutung, Sinn und Tiefgang gehabt haben soll, warum wurden diese bedeutungsvollen Dinge immer wieder verändert? Warum sollte man etwas, dass sich über Jahrzehnte bewährt hat, so oft verwerfen und neu erfinden oder gänzlich verändern?

    Es gibt z. B., uralte Lenormand Karten, ganz ohne Nummerierung und Skatkarten-Abbildungen: https://www.google.de/url
    sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwjqn8-8zfrVAhXIQBoKHegQD2kQFggvMAA&url=http://www.stregato.de/blog/2013/06/uralte-antike-lenormandkarten-sammlung/&usg=AFQjCNEAhuHwziSjV7ksLQ8LdbLttlHK-g


    Die Motive der Lenormand Karten gehen zurück auf das „Spiel der Hoffnung“ / Gesellschaftsunterhaltung (Johann Kaspar Hechtel), ein Rennspiel mit 2 Würfeln. Die Karten wurden nur ersatzweise, für das Wahrsagen benutzt.

    Mein bescheidenes Wissen habe ich aus Foren, aus dem Lenormand-Museum, von Stregato´s Blog, ich habe vor langer Zeit ab und an in ausländischen Foren/Blogs gelesen, ebenso habe ich bei ein, zwei Verlagen angerufen und mich erkundigt und selbstverständlich habe ich mich auch in privaten Gesprächen an Interessierte und Gleichgesinnte gewandt, mit ihnen diskutiert und nachgefragt.
    Letztlich ist es gleich, wer was schreibt. Ich bin mittlerweile soweit, mich auf meine eigenen Überlegungen, Gedankengänge, Sichtweisen und Erfahrungen zu verlassen. Bücher, sowie auch andere Meinungen, können bestenfalls als Anregung und Inspiration dienen. Warum sollte man anderen Personen mehr Glauben schenken, als sich selbst? Sind unsere Anschauungen, Ansichten, Auffassungen, Vorstellungen und Betrachtungsweisen weniger Wert? Zählt unser Standpunkt nicht? Die Quellen Anderer, sind mitunter auch nicht immer verlässlich und wasserdicht.

    Die chronologische Geschichte ist mir bekannt und ich meine, dass hierzu, eine ähnlich kürzere im Netz, bzw. in den einschlägigen Foren kursiert. Viele alte Foren sind ja mittlerweile nicht mehr aktiv.
    Wirklich einverstanden, bin ich damit nicht, was selbstverständlich nicht heisst, dass ich richtig liege.

    Schauen wir uns bitte den Reiter, der „Blauen Eule“ an, liebe Tugendengel. Wenn hier doch die Reise beginnt, wenn diese Karte den Start, den Anfang, den Beginn signalisiert, wenn der Reiter also, der Impulsgeber für die nächste Karte ist, warum reitet er nicht in das Deck hinein? Warum wendet er sich ab? Welchen Mehrwert soll eine chronologische Geschichte haben, wenn bereits die erste Karte, der Reiter, den restlichen Karten den Rücken kehrt? In andere Gefilde driftet, sich anderweitig orientiert? Zum nächsten Ufern reitet?
    Auf den Lenormand Oracle Cards, die auf die Skat-Symbole verzichten (diese Variante ist um etwa 1880 entstanden), reitet der Reiter nach rechts, also quasi ins Leben, mitten ins Geschehen hinein.
    Die Lenormand Karten von H. Leiding, mit astrologischen Symbolen, zeigt den Reiter von vorne. Der Kopf, beschreibt eine Rechtsneigung.
    Auch der Piatnik-Reiter galoppiert nach rechts.
    Nun gibt es heutzutage unzählige neue, bunte, verspielte, klare, moderne, aber auch auf alt, getrimmte Lenormand Karten, in allen Variationen. Bei vielen, wenn nicht bei den meisten Schöpfern, ging es eher um künstlerische Selbstverwirklichung, als die klare, ursprüngliche Bedeutung der Karten darzustellen.

    Für mich zählt einzig das Symbol, nicht das Bild, und ob der Reiter durch eine Frau symbolisiert wird, die kindlich und magisch durch die Luft fliegt, interessiert mich nicht. Ich folge nicht diesen künstlerischen Ideen, lasse mir nicht durch diese Bilder, auch wenn ich diese vielleicht sehr ansprechend finde, aufdrücken, wie und in welche Richtung ich die Karte zu deuten habe.
    Ich denke nicht, dass jeder Künstler, der sich der Lenormand Karten angenommen und sich an ihnen versucht hat, auch kartenkundig war. So meine ich, dass auch im Laufe der Zeit, die Personen nicht unbedingt grosses Wissen und Weisheit intus hatten, als sie den Lenormand Karten, Zahlen und Skatkarten aufgedruckt und sie damit versehen haben. Der eine wollte es so, der andere so und der nächste wieder ganz anders.

    Wirklich liebe Tugendengel, mir erschließt sich in den Nummerierungen, weder in den uralten, noch in den derzeitigen, keinen Sinn. Auch kann ich nur schwer nachvollziehen, warum ich die Karten zahlentechnisch, runter brechen sollte. Aus dem Herz (24), der Liebe, der Zuneigung, dem Mitgefühl, der Innigkeit, weil Geben seliger ist denn Nehmen, der Wertschätzung, der Herzensgüte, usw. usf., würde ich somit immer auf die Wolken (6) stoßen, die die Liebe automatisch in einen dunklen, trüben, undurchsichtigen Nebel hüllen. Aber Liebe macht weder Angst, noch ist sie bedrohlich. Sie stiftet kein Chaos und hinterlässt nichts Nebulöses. Liebe ist nicht unbeständig, nicht unzuverlässig, nicht launisch, nicht undurchschaubar. Ähnlich Unheilvolles und Wechselhaftes, müsste man dann wieder mit dem Bär (15) und dem Schlüssel (33) in Verbindung bringen. Fehlender Durchblick, Mangel an Klarheit.
    Oder die Störche (17), die enden demnach immer im Sarg (8).
    Ich kann mich damit leider nicht anfreunden.

    Auf den ersten Blick, haben wir im Herrn (28) mit Herz As -rot-, das gute, positive Omen und mit der Dame (29) Pik As -schwarz-, eher eine ungute, negative Bedeutung oder die Herausforderung. Mit der Zuordnung von Pik und Kreuz, sind sich viele Autoren uneinig.)
    Es wäre geschickt, wenn sich der Herr (28), die Herzens-Dame, Störche (17) schnappt, und die Dame (29), wäre gut beraten, wenn sie sich auf den Pik-König, die Lilien (30) einlassen würde. Die meisten Lenormand-Kundigen und auch Lenormand-Neulinge, favorisieren aber mit Vorliebe den Herrn (28).

    Kartenlegen ist also für mich das Sichtbarmachen und Aufdecken der tief in unserem Unterbewusstsein angelegten und archivierten Empfindungen mittels einer Bildersprache. Wir holen sozusagen die Wahrheit über uns aus uns heraus.
    Ja!

    Viel Uneinigkeit herrscht auch im Häusersystem der Skatkarten. Die Unterschiede sind teilweise gravierend, trotz der wenigen Literatur die es hierzu auf dem Markt gibt. Dieses spezielle Deutungselement - die Häusertabelle - weicht auch von Lenormand-Deuter zu Deuter ab.
    Die 32 Skathäuser, können vielleicht auch als Fragetabelle dienen?? Also wieder eine etwas andere Form, als die gängigen Vorgehensweisen.
    So werden keine Kombinationen gebildet, Karte + Haus = .., (ich bevorzuge Haus + Karte = …), sondern das entsprechende Haus, wirft die eingefärbten Fragen auf, wie Kathleen Bergmann dies z. B. macht:
    Herz (24): Haus der Liebe und der Selbstliebe
    Was will ich, nach was sehne ich mich, was ergänzt mich?
    Wen oder was liebe ich?
    Was liegt am Herzen?
    Wie ist es mit der Liebe?

    Die Karten halten dabei z. B. uns vor Augen, wo wir in unserem Leben stehen, in welchen Bereichen wir noch etwas aus unserer Vergangenheit zu verarbeiten haben, worauf wir zukünftig stärker unseren Blick richten sollten, was wir besser unterlassen sollten usw. Insofern ist das Kartenlegen meines Erachtens ein nützlicher Ratgeber, der unsere Sinne schärfen und unser Augenmerk lenken kann auf verschiedenste Aspekte, die sonst möglicherweise unserer Aufmerksamkeit entgehen würden.
    Das ist das Optimum.
    Das gelebte Leben, sieht aber oft ganz anders aus. Madame Lenormand, bekannt als die große Seherin, angeblich kundig in diversen esoterischen Praktiken, landete mehrfach im Gefängnis. Die Anklagen waren wohl nie ernsthaft, aber eine Inhaftierung war damals für eine Frau sicher kein schöner Promenaden - Spaziergang.
    Konnte sie diese rechtlichen Schwierigkeiten, in die sie sich brachte oder verwickelt wurde, in ihrem Kartenbild oder in ihrem Horoskop nicht sehen und als solche erkennen? Sie hätte doch aufgrund der Vorausschau bessere Entscheidungen treffen, sich anders oder sich zumindest vorsichtiger verhalten oder umsichtiger handeln können. Wenn die Karten als nützliche Ratgeber dienen sollen, so ist sie dennoch blindlings, ihrem unvermeidlichen Schicksal, wenn ich das jetzt mal so sagen kann, in die Arme gelaufen.
    Auch, dass sie durch den Kunstfehler eines Arztes gestorben ist, konnte sie in ihrem Kartenbild wohl nicht entdecken. Gerade ihre Sinne, hätten doch geschärft(er) sein müssen, im Gegensatz zu einem völlig Unwissenden, der sich solcher Praktiken nicht bedient, bedienen kann. Aber ihrer Aufmerksamkeit ist es entgangen, dass sie sich gesundheitlich in die falschen Hände begibt.

    Wäre es nicht schön gewesen liebe Tugendengel, wenn Du Deinen Fahrradunfall hättest vermeiden können? Wie wunderbar wäre es gewesen, wenn Du an diesem verhängnisvollen Tag, aufgrund der Warnung, die Du in Karten möglicherweise entdeckt hättest, einen anderen Weg als sonst genommen hättest, nur wenige Minuten früher oder später losgefahren wärst, vielleicht auf ein anderes Verkehrsmittel umgestiegen wärst, Dir diesen Tag frei genommen hättest, oder oder oder.

    Es ist ja auch nicht nur das Geschehen, der Schrecken an sich, sondern (grössere) Unfälle, (schwere) Krankheiten, (enorme) Misserfolge, (falsche) Entscheidungen, ziehen oft eine lange oder längere Schleife in unserem Leben hinter sich her, so dass evtl. auch andere Bereiche in Mitleidenschaft gezogen werden können.
    Kann man wirklich immer die optimale Entscheidung mit Hilfe von Karten, Pendeln, der Astrologie finden? Wenn es wirklich so wäre, müsste unser Leben dann nicht sehr viel besser, leichter und einfacher sein? Würden sich dann nicht Erfolg, Glück, Zufriedenheit, Geld und Partnerschaften, nahtlos aneinander reihen? Wer will das nicht?!
    Gerade hier im Esoterik-Forum, gibt es viele verzweifelte Menschen, die oft nicht weiter wissen, wenig Geld zur Verfügung haben, einsam sind, (…) und oftmals grosse Angst vor den scheinbar falschen Entscheidungen haben. Und das, obwohl man hier quasi an der Quelle sitzt und immer behauptet wird, richtig und falsch, dass gibt es ja nicht.
    Ja, wenn einfach wäre, liebe Tugendengel.


    Herzlichen Dank für Deine Aufmerksamkeit.
    Einen schönen, sonnigen Tag, wünsche ich Dir.

    Liebe Grüsse,
    Flower
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. August 2017
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  5. Flowerbowl

    Flowerbowl Aktives Mitglied

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    Ja, wenn es so einfach wäre, liebe Tugendengel. :)
     
  6. Winnipeg

    Winnipeg Sehr aktives Mitglied

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    Total schöner Beitrag, Flowerbowl. Sehr lesenswert. Danke.
     
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  7. Tugendengel

    Tugendengel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    552
    Liebe @Flowerbowl,

    da mir gerade hier vom Forumssystem gemeldet wurde, dass mein Beitrag an Dich zu lang ist, werde ich diesen nachfolgend in zwei Teilen senden.

    Hier kommt also Teil 1:

    dieses liebe Kompliment kann ich Dir uneingeschränkt in voller Gänze zurückgeben! Auch Deine Beiträge zeugen davon, dass auch Du wahrlich unzählige Stunden in Deine Recherchen investiert hast, z. B. zum Leben der Mlle. Lenormand, zur Geschichte der Lenormandkarten, zu den Gründen, wann das Kartenlegen funktionieren könnte und in welchen Fällen nicht, usw.

    Du scheinst mir in dieser Hinsicht im übertragenen Sinne von demselben "Kartenfieber infiziert" zu sein wie ich, sonst würdest Du Dir nicht all Deine angesprochenen berechtigten Fragen stellen, die auch ich mir stelle.

    Ich empfinde den Austausch mit Dir als sehr gehaltvoll - Du gibst mir wahrlich "harte Kopfnüsse" auf, die mich sehr zum Nachdenken anregen. Vielen Dank dafür!

    Insofern führst Du in der Tat ein ziemlich gewichtiges Gegenargument ins Feld.

    Ja, Deine Frage hat durchaus ihre Berechtigung und ich sehe mich, ehrlich gestanden, bei meinem derzeitigen Recherchestand, der bezüglich der Herkunft und der Entstehung der Lenormandkarten noch in den Anfängen steckt, derzeit auch nicht in der Lage, diese qualifiziert beantworten zu können.

    Auffallend ist allerdings, dass diese Änderungen betreffend die Nummerierung der Lenormandkarten und betreffend die Zuordnung der Skatkarten „lediglich“ in den ersten Jahrzehnten nach dem Tode von Marie Anne Lenormand vorgenommen wurden, während in den zuletzt zurückliegenden vielen Jahrzehnten bis heute die Nummerierungen und Skatkartenzuordnungen wiederum unverändert geblieben sind.

    Dies ist ein traumhaft schöner Link, liebe @Flowerbowl! So eine wahre Flut von uralten Lenormandkartendecks – da schlägt mein „Lenormandherz“ gleich um ein Vielfaches höher! Mit diesem Link hast Du mir unglaublich viel Freude beim Bestaunen all dieser unterschiedlichen Kartendecks bereitet. Ich danke Dir!

    Ja, dies habe ich im Zuge meiner gestrigen Recherchen jetzt auch schon mehrfach gelesen. Und schau mal, über was ich gestern bei meinen Recherchen sozusagen „gestolpert“ bin: Ab dem Erscheinungstag des 16.10.2017 soll bei Königsfurt-Urania zum Preis von 19,99 € erstmals ein neues Buch veröffentlicht werden mit dem Titel „Das Spiel der Hoffnung Der Ursprung der Lenormand-Karten“ von den Autoren Johannes Fiebig und Alexander Glück, welches sich mit der Geschichte des Spiels und seinen Quellen befassen soll.

    Hier mal der entsprechende Link:

    http://www.koenigsfurt-urania.com/shop/produktansicht/das-spiel-der-hoffnung.html

    Dieses Buch verspricht meines Erachtens hochinteressant zu sein für alle, die gerne Näheres erfahren möchten über die Ursprünge und die weiteren Entwicklungen der Lenormandkarten. Ich werde es mir auf jeden Fall vormerken und kaufen.

    Wie passend: da lege und deute ich seit ca. 13 / 14 Jahren die Lenormandkarten, habe mich aber zuvor noch nie mit deren Herkunft und Entstehung näher befasst und jetzt, wo ich dies erstmalig nach so vielen Jahren nachhole, erscheint kurze Zeit später im Oktober diesen Jahres genau zu diesem Thema ein neu recherchiertes Fachbuch. Kaum zu glauben!

    Erstaunlich finde ich auch, dass das „Spiel der Hoffnung“ erstmals bereits im Jahre 1799 in Nürnberg verlegt worden sein soll – und damit rund 44 Jahre vor dem Tod von Marie Anne Lenormand im Jahre 1843 bereits erhältlich war.

    Von diesen Zeitschienen her wäre es also sehr gut denkbar, dass Marie Anne Lenormand bereits zu ihren Lebzeiten ebenfalls im Besitz dieses Kartendecks gewesen sein könnte, zumal sie selbst – für ihre Generation und noch zudem als Frau sehr ungewöhnlich – ja ebenfalls viele eigene Bücher noch zu ihren Lebzeiten veröffentlicht hat und sich demnach ganz offensichtlich im Buch- und Verlagswesen sehr gut auskannte. Dies erhöht meines Erachtens die Wahrscheinlichkeit, dass ihr das bereits rund 44 Jahre vor ihrem Tod veröffentlichte „Spiel der Hoffnung“ bekannt gewesen sein dürfte.

    Von daher hat es mich auch überhaupt nicht verwundert, als ich in der Literatur Hinweise darauf gefunden habe, dass in ihrem Nachlass angeblich ein Kartendeck genau jenes Spiels gefunden worden sein soll. Sollte sich dies alles bewahrheiten – ich möchte diesbezüglich noch weiter recherchieren – halte ich es zumindest nicht für ausgeschlossen, dass auch schon Marie Anne Lenormand zu ihren Lebzeiten mit dem „Spiel der Hoffnung“ gelegt und gedeutet haben könnte. Das fände ich schon irgendwie sensationell.

    Dafür, dass Marie Anne Lenormand – entgegen den bisherigen Annahmen – möglicherweise wohl doch schon zu ihren Lebzeiten die sog. 36 „kleinen“ Lenormandkarten gekannt haben könnte, spricht meines Erachtens auch eine Bekanntmachung aus dem Jahre 1846 in der Zeitung namens „Kourier an der Donau: Zeitung für Niederbayern“ von 1846, und dort in der Ausgabe Nr. 46 vom 15. Februar 1846, wo es auf Seite 4 in der rechten Spalte unter der großen Überschrift „Bekanntmachungen.“ und der weiteren Überschrift: „Karten der Wahrsagerin Mlle. Lenormand aus Paris“ heißt, dass bei August Reiff in Koblenz die Karten der Mlle. Lenormand erschienen seien. Der dortige Originalwortlaut lautet wie folgt:

    Diese Karten sind von dem Erben der Lenormand, Hrn. Chator, herausgegeben, fein colorirt und in netten Etuis, versehen mit einer leichtfaßlichen Anleitung, wodurch jeder in dem Stande sein wird, sich die Karten selbst zu legen, um so sein Geschick kennen zu lernen.

    Hier mal der zu dieser Zeitung von 1846 führende Link (bitte habe etwas Geduld, bis sich die dortige Internetseite vollständig aufgebaut hat):

    https://books.google.de/books?id=sEFDAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false

    Wenn es also wirklich der Erbe von Marie Anne Lenormand gewesen sein sollte, der die kleinen 36-er Lenormandkarten herausgegeben hat, spricht ja doch schon einiges dafür, dass der Erbe diese eben im Nachlass von Marie Anne Lenormand gefunden haben könnte und ihr diese damit möglicherweise also doch schon bekannt gewesen sein könnten.

    Und dafür liebe ich Bücher! Ich bin ein großer „Bücherwurm“ und was mir in Bezug auf die Lenormandkarten – und neuerdings auch in Bezug auf die Skatkarten – in die Hände fällt, verschlinge ich mit größtem Interesse. Ich würde schon behaupten, dass ich eine recht ansehnliche „Lenormandbibliothek“ zu Hause habe, die ich „hege und pflege“.

    Ich empfinde es mittlerweile auch als äußerst entspannend, dass ich – wenn ich irgendetwas Neues zu den Karten lese – binnen kürzester Zeit für mich weiß, ob ich das dort Gelesene als stimmig und überzeugend empfinde und es deshalb bei meinen eigenen Legungen übernehmen möchte, oder umgekehrt.

    In meinem Lenormandanfängen war ich hierzu bei weitem noch nicht in der Lage. Da verwirrte mich sehr Vieles und irgendwie konnte ich auf Grund meines seinerzeit noch nicht vorhandenen Wissens eher schlecht als recht zwischen Wichtigem und Unwichtigem unterscheiden. Das habe ich anfangs schon als anstrengend empfunden, während ich heute – mit all meinem zwischenzeitlich angesammelten Wissen – schon viel entspannter und mit viel mehr Genuss den neuen Lenormandquellen auf den Grund gehe.

    Sicherlich nicht, da stimme ich Dir ebenfalls zu. Wie heißt es immer so schön: „Auch andere kochen nur mit Wasser.“

    Gleichwohl möchte ich nicht von mir behaupten, dass ich ständig den „Stein der Weisen“ alleine finde und meine Anschauungen und Ansichten „besser“ oder „richtiger“ sind als die Anschauungen und Ansichten anderer Kartendeuter/innen.

    Ich würde mich schon als einen Menschen einschätzen, der an den Vorstellungen und Ideen anderer Kartendeuter/innen sehr interessiert ist, weshalb ich auch heute noch immer wieder nach mich überzeugenden Deutungsweisen und Deutungsinhalten Ausschau halte, die ich – wenn ich sie für mich als stimmig und nachvollziehbar erachte – sehr gerne bei meinen eigenen Legungen und Deutungen übernehme.

    Auch dem kann ich nicht wirklich widersprechen. Eigene Recherchen anzustellen kostet eben sehr viel Zeit und Mühe und ist mit einem einfachen „Abschreiben“ von anderen nicht getan. Das merke ich beim Verfassen meiner hiesigen, sehr zeitaufwändig recherchierten Beiträge ja selber auch.

    Ja, leider. Ich vermisse die ehemaligen Foren aus meiner Anfangszeit auch.

    Ende des 1. Teils. Teil 2 folgt im Anschluss.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. August 2017
  8. Tugendengel

    Tugendengel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Februar 2012
    Beiträge:
    552
    Hier folgt Teil 2:

    Kein schlechtes Argument, wie ich zugeben muss, liebe @Flowerbowl. Hierzu würde mich auch mal die Sichtweise von @flimm interessieren.

    Hallo @flimm, magst Du uns mal Deine Auffassung bitte schildern?

    Vielleicht ist auch nicht die chronologische Geschichte hinter den Lenormandkarten das eigentliche Problem, sondern vielleicht sind auch vielmehr die von Dir bereits so ausführlich angesprochenen höchst unterschiedlichen und immer wieder gerade auch hinsichtlich ihrer Blickrichtungen abgewandelten Kartendecks das eigentliche Problem.

    Du schreibst ja selbst, liebe @Flowerbowl – und dass völlig zu Recht:

    Und dies ist bei dem „Spiel der Hoffnung“ aus dem Jahre 1799 ja auch der Fall, wo der Reiter ebenfalls nach rechts ins Kartenblatt hinein reitet. Offensichtlich wurde die Blickrichtung des Reiters im „Ur-Lenormand“ im Hinblick auf die dahinter liegende Lenormandgeschichte also wohl konsequent und passend dargestellt – in späteren, abweichenden Kartendecks hingegen wieder nicht, wie Du ja selbst auch schon festgestellt hast, liebe @Flowerbowl.

    Das glaube ich auch, auch wenn ich schon denke, dass jeder Lenormanddeckkünstler sich vor seiner künstlerischen Arbeit sicherlich intensiv mit den unterschiedlichen Deutungsweisen der Lenormandkarten zuvor auseinandergesetzt hat. Dies zeigt sich meines Erachtens auch daran, dass auf nicht wenigen Lenormandkarten über die grundsätzlich bekannten Symbole hinaus auf den einzelnen Lenormandkarten auch noch weiter, zusätzliche Symbole ergänzend mit dargestellt wurden, was meines Erachtens nicht so erfolgt wäre, wenn sich der Künstler vor Beginn seiner künstlerischen Arbeit nicht umfänglich mit den Lenormandkarten auseinader gesetzt hätte.

    Nehmen wir z. B. mal das Kartendeck „Gilded Reverie Lenormand“ von Ciro Marchetti, wo z. B. auf der 24. Karte des Herzens zugleich ein zusätzliches Symbol mit abgebildet ist, und zwar das der Schwäne, die in anderen Lenormandkartendecks ja nun nicht auftauchen. In dem Begleitheft heißt es dazu:

    Der Schwan selbst symbolisiert eine vornehme Beziehung, Monogamie und beständige Liebe.

    Dieses zusätzliche Symbol auf der Herzkarte entspringt sicherlich einem „Rest“ an künstlerischer Freiheit, die jedem Kartendeckkünstler meines Erachtens wohl auch zugestanden werden muss, solange sich auch die Grundaussage der Lenormandkarte auf der Karte wiederfindet.

    Dem kann ich ebenfalls nur beipflichten. Auch für mich liegen sozusagen nicht hinter jedem Herz (Nr. 24) automatisch zugleich die Wolken (Nr. 6), nur, weil letztere sich als Quersumme aus der dem Herz zugeordneten Zahl errechnen lassen (24 = 2 + 4 = 6).

    Ich bevorzuge insofern eine Art „goldenen Mittelweg“, als ich zwar schon die Quersummen bzw. Quitessenzen in meine eigenen Deutungen miteinbeziehe, allerdings nicht solange, bis ich mathematisch auf jeden Fall eine einstellige Zahl erhalte, sondern „lediglich“ solange, bis ich eine Zahl erhalte, die ich einem der 36 Lenormandsymbole zuordnen kann, unabhängig davon, ob es sich um eine ein – oder zweistellige Zahl handelt.

    Errechne ich sozusagen zuerst eine zweistellige Zahl, die ich einem Lenormandsymbol zuordnen kann, belasse ich es in meiner Deutung bei dieser ausgerechneten zweistelligen Quintessenzkarte, die dann für mich Vorrang und Priorität hat, ohne dass ich diese zweistellige Zahl dann nochmals rechnerisch sozusagen „verkleinere“. Mit dieser Deutungsmethode bin ich in all den Jahren sehr gut „gefahren“, weshalb ich sie für mich auch als stimmig einschätze.

    Sehr schön ausgedrückt und ganz meine Meinung.

    Oh ja, diesbezüglich mache ich als Anfängerin in der Saktkartendeutung gerade meine eigenen „leidvollen“ Erfahrungen, die nicht wenig Verwirrung in meinem Kopf auslösen. Den „Knoten“ muss ich erst noch „entwirren“ – Du siehst, ich werde kartendeutungstechnisch auch zukünftig „nicht arbeitslos“ ... :LOL: :rolleyes:

    Köstlich, jetzt musste ich gerade aber arg schmunzeln ... :D :ROFLMAO:

    Willkommen in „@Flowerbowl`s Partnervermittlungsagentur“ – „da werden sie geholfen“ ... :lachen:

    Ich verstehe aber natürlich, worauf Du hinaus möchtest. Personenkartenzuordnungen sind sowieso meine absoluten Lieblingsthemen im Lenormand, wie Du anhand meiner Deutungen im Lenormandforum vielleicht auch schon festgestellt haben wirst.

    Ich „verpartnere“ auch gerne Personenkarten, die auf den ersten Blick anscheinend eher weniger zusammengehören.

    Mein Reden – siehe nur meine eingangs dieses Threads zusammengestellten höchst unterschiedlichen Auffassungen der verschiedenen Skatkartendeuter.

    Genau aus diesem Grunde der erheblichen Uneinigkeit, die viel Verwirrung und Unsicherheit in mir ausgelöst hat, habe ich ja auch diesen Thread „ins Leben gerufen“, um hier vielleicht mal Zusammenhänge von Forumsmitgliedern erläutert zu bekommen, die ich aus den eher spärlichen Darstellungen in der Literatur nicht ersehen kann.

    Und wo wir schon mal bei diesem Thema sind: Legst Du Deinen eigenen Skatkartendeutungen ebenfalls ein bestimmtes Häusersystem zugrunde, liebe @Flowerbowl? Und falls ja: welches?

    Auch eine hochberechtigte Frage, liebe @Flowerbowl, deren Beantwortung mich auch mal interessieren würde.

    Woher weißt Du aber, dass Marie Anne Lenormand die rechtlichen Schwierigkeiten, in die sie sich brachte, wirklich nicht erkannt hat? Zu diesem Punkt habe ich bislang noch nichts im Zuge meiner Recherchen gefunden.

    Von daher wäre es denktheoretisch ja auch möglich und nicht ausgeschlossen, dass sie die auf sie zukommenden rechtlichen Schwierigkeiten vielleicht doch gesehen und erkannt hat, diese aber möglicherweise gleichwohl in Kauf genommen haben könnte, weil sie sich etwa nicht „den Mund verbieten lassen wollte“? Oder weil sie es gleichwohl als wichtiger empfand, zu ihren eigenen Einstellungen und Auffassungen zu stehen und sie insofern möglicherweise eine Art „Vorbild“ sein wollte, auch wenn sie selbst hiervon keinerlei eigene Vorteile hatte?

    Den Schilderungen über sie zufolge soll sie ja eine sehr mutige Frau gewesen sein, die unbeirrt ihren Weg gegangen ist, ohne sich von etwaigen Schwierigkeiten „einschüchtern“ zu lassen.

    Soweit ich gelesen habe, soll sie diesen Kunstfehler eines Arztes wohl doch schon vorausgesehen haben, weshalb sie Ärzten, soweit ihr dies möglich war, angeblich wohl aus dem Weg gegangen sein soll.

    Dazu, dass Marie Anne Lenormand dieser Kunstfehler eines Arztes wohl doch bekannt gewesen sein soll, benenne ich Dir nachfolgend mal eine meines Erachtens sehr interessante und informative Quelle, in der es u. a. wörtlich heißt:

    Am 25. Juni 1843 stirbt sie durch den Fehler eines Arztes, so wie sie es einstmals selbst vorausgesagt hatte.

    Wenn Du mal bei google folgende Internetseite eingibst:

    https://schauungen.de/.../Marie_Anne_Adelaide_Lenormand_1772-1843.doc‎

    erscheint an erster Stelle ganz oben ein so bezeichnetes (DOC), welches Du anklicken kannst, so dass sich ein informativer Download öffnet.

    Eine wunderschöne, gerade auch bildlich unterstützte Zusammenstellung findet sich auch in dem Buch „Auf den Spuren von Mademoiselle Lenormand Eine kühne Frau zwischen Wahrheit und Legende“ von Kornelia Igges, erschienen im Cascada Verlag, München 2010, aus dem auf der nachfolgend verlinkten Seite mal eine Leseprobe zur Verfügung gestellt wird:

    https://cascada-verlag.de/img/pdf/Marie-Anne_Lenormand_Bilderwelt.pdf

    Oh ja, das wäre in der Tat mehr wie schön gewesen.

    Übrigens sind zu diesem damaligen Fahrradunfall in dem zurückliegenden Jahr sogar noch zwei weitere Stürze hinzugekommen, die mich jeweils über viele Wochen arg "gebeutelt" und sehr weitgehend bei meinen alltäglichen und beruflichen Tätigkeiten eingeschränkt haben. Im Winter war ich noch auf nassem und von Blättern übersätem Kopfsteinpflaster ausgerutscht, so dass ich wochenlang nicht richtig laufen konnte, und einige Monate später bin ich erneut ausgerutscht, so dass ich monatelang kaum noch meinen Arm anheben und benutzen konnte.

    Was die Karten anbelangt, muss ich allerdings dazu sagen, dass ich für mich höchstpersönlich lediglich in sehr ausgesuchten und nur vereinzelten Situationen die Karten lege und deute, wobei ich mit dem Selbstdeuten des eigenen Kartenblattes weniger Schwierigkeiten habe, da ich meine eigenen Verhältnisse ja kenne.

    Ich bin nicht der Typ, der sich selbst "ständig" die eigenen Karten legt. Auch zu Geburtstagen oder zum neuen Jahresbeginn verzichte ich regelmäßig darauf, mir selbst einen "Rundumblick" zu legen.

    Aus diesem Grunde konnte ich aus rein praktischen Gründen meine eigenen Stürze kartentechnisch schon gar nicht "voraussehen", weil ich - wie gesagt - für mich selbst nur höchst selten die Karten lege. Ohne überhaupt ein eigenes Kartenblatt zu legen kann ich jedoch auch keine eigenen Prognosen anstellen und keine zukünftigen Tendenzen erkennen.

    Ich lege und deute zwar regelmäßig häufig- aber eben fast immer nur für andere und nur selten für mich selbst.

    So, jetzt bin ich schreibtechnisch erst einmal „platt“, weshalb ich auch von Dir keinesfalls eine schnelle Antwort erwarte, liebe @Flowerbowl. Bitte lasse Dir ruhig soviel Zeit, wie Du möchtest. Ich behalte diesen Thread auch weiterhin „im Auge“. Es ist also überhaupt keine Eile geboten.

    Einen wunderbar geruhsamen Abend,
    Tugendengel
     
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  9. Flowerbowl

    Flowerbowl Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Mai 2016
    Beiträge:
    106
    Guten Tag liebe Tugendengel,

    36 alte Lenormand Karten Decks in einer Abfolge zu betrachten, ist für einen Kartenliebhaber ein Augenschmaus. Das ich Dir damit eine Freude machen konnte, finde ich umso schöner. Deine zeitlich und aufwendig recherchierten Quellen, sind ebenso einmalig, besonders und lesenswert. Vielen herzlichen Dank dafür. Darin werde ich mich nach und nach vertiefen.

    Stört es Dich nicht, dass wir in diesem Thread „Fragen zum Häusersystem bei den Skatkarten“, jetzt bei Madame Lenormand gelandet sind? Es wäre sicher geschickter, wenn jedes Unterforum; Lenormand, Kipper, Zigeuner, Skat, in 2 Bereiche aufgeteilt wäre: Theorie und Praxis, aber so, wird alles durcheinander gewirbelt. Das alte, stillgelegte Tarot-Forum, war etwas strukturierter und auch übersichtlicher.

    Du schreibst, dass ich mir mit meiner Antwort Zeit lassen kann, so gehe ich davon aus, dass es in Ordnung, wenn wir uns hier wieder treffen.
    Bis ich wieder komme, hier eine nette Information von Herrn Glück:
    „Die Geschichte der Lenormand-Karten. Enthüllungen ohne Spekulation.“
    „Wahrsagekarten für Blinde? Eben drum!“
    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwjf8o3BiYHWAhUB0hoKHfHYBHYQFggzMAE&url=https://glueckwien.wordpress.com/tag/lenormand/&usg=AFQjCNEYr7aTQe4zOrWOLOMv_Eq6hn_U6Q

    Bis bald, liebe Tugendengel.
    Es grüsst Dich herzlich,
    Flowerbowl
     
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  10. flimm

    flimm Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    hallo tugendengel,
    ich habe nur das Spiel der Hoffnung daheim, kein anderes Lenormandblatt.
    ,
    das nur in Kürze, bin zur Zeit viel unterwegs und hab wenig Zeit um mich intensiv zu beschäftigen mit deinen vielen Fragen an mich.
    Ich glaube auch nicht das es da eine Wirklichkeit gibt in den Grundlagen,
    vielleicht doch eher jedem seine individuelle subjektive Wahrheit ,
    ich erinnere an die vielen Blätter die es gab mit den verschiedenen Königshäusern und Herrschern abgebildet ,
    sowie es auch ein französisches Blatt irgendwo gab mit 36 Karten im Spiel.
    Das französische Blatt ist ja an das Tarot angelehnt, und Skatblatt ist für das Skatspiel gedacht.
    manche deuten das ganze französische Blatt , andere nur das Skatblatt.

    Alles Liebe
    flimm
     
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