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Fragen zum Häusersystem bei den Skatkarten

Dieses Thema im Forum "Skatkarten" wurde erstellt von Tugendengel, 16. Juni 2017.

  1. Tugendengel

    Tugendengel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Februar 2012
    Beiträge:
    683
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    Hallo liebe Skatfreunde,

    bislang habe ich ca. 13/14 Jahre ausschließlich die Lenormandkarten gelegt und gedeutet. Jetzt möchte ich mich, nicht zuletzt auch animiert durch die Deutungskünste von @flimm, erstmals fundiert auch an die Deutung der Skatkarten heranwagen. Derzeit beschäftigt mich insbesondere das Häusersystem bzw. die Häusertabelle bei den Skatkarten.

    Die Häusertabelle im Lenormand ist ja insofern “ganz einfach“, als hier die Häuser von 1 bis 36 “nur“ von den Symbolen der chronologisch aufsteigenden Zahlen von 1 bis 36 bestimmt werden, also: das 1. Haus ist das Haus des Reiters, der ebenfalls die Nr. 1 auf der Karte trägt, das 2. Haus ist das Haus des Klees, der ebenfalls die Nr. 2 auf der Karte trägt usw.

    Bei den 32 Skatkarten besteht hingegen das Problem, dass auf diesen 32 Karten - anders als im Lenormand - keine chronologisch aufsteigenden Zahlen von 1 bis 32 aufgedruckt sind, weshalb ich persönlich jetzt nicht weiß, welche Karte welcher in den Häusern folgt.

    Nehmen wir also z. B. mal die erste, aus 8 Karten bestehende Reihe im Falle einer 8 x 4 Legung. Welche Karte welcher Kartenfarbe bestimmt für Euch das 1. Haus, das 2. Haus, das 3. Haus usw.?

    Mit anderen Worten: wird für Euch das 1. Haus z. B. durch eine 7 belegt, gefolgt von einer 8, einer 9, einer 10, einem Buben, einer Dame, einem König und einem As?

    Oder wird, insofern genau umgekeht, das 1. Haus für Euch durch ein As belegt, das 2. Haus durch einen König, gefolgt von einer Dame, einem Buben, einer 10, einer 9, einer 8 und einer 7?

    Und welche Kartenfarbe ordnet Ihr den ersten acht Karten in der ersten Reihe einer großen Tafel, den zweiten acht Karten in der zweiten Reihe, den dritten acht Karten in der dritten Reihe und den vierten acht Karten in der vierten Reihe zu? Karo? Herz? Pik? Oder Kreuz? In welcher farbtechnischen Reihenfolge? Oder gemischt?

    Nach meinen bisherigen Recherchen werden hier die unterschiedlichsten Häuservarianten vertreten. Welche bevorzugt Ihr und aus welchem Grunde?

    Außerdem frage ich mich, wenn jeder Kartendeuter ein anderes Häusersystem verwendet, wie man dann als externer Deuter eine stimmige Deutung bewerkstelligen will, wenn der auslegende Fragesteller, ohne dies zuvor mitzuteilen, möglicherweise ein ganz anderes Häusersystem bei seiner Kartenauslage zugrunde gelegt hat. Habt Ihr Euch mit diesem Problem schon einmal auseinandergesetzt und wie habt Ihr dieses ggfs. für Euch gelöst?

    Über Antworten auf meine Anfängerfragen würde ich mich sehr freuen!

    Liebe Grüße
    Tugendengel
     
  2. flimm

    flimm Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2008
    Beiträge:
    15.545
    hallo Tugendengel, ich melde mich mal als Erste hier, ich hoffe es schreiben noch andere (y)

    ich kann nur von mir sprechen, ich habe beim Kartenlegen mit Skatkarten niemals ein Haussystem gekannt noch einen Skatkartenleger gesehen der das tat, und doch fand ich gegenwärtig wohl einige die damit hantieren.
    ich weiß nicht woher das stammt, wenn dann wäre das einzige System welches für mich stimmig wäre das von dir beschriebene:

    genau so wie du es hier schilderst würde ich es wenn sehen!


    du gehst von einem Häusersystem aus weil du aus der Lenormandecke kommst, wo es das gibt.
    Gibt es beim Tarot ein Häusersystem?
    Ich habe das Häusersystem erst kennengelernt als ich vor Monaten mit den Lenormand anfing, die Vorgänge begriff und auch anwendete.
    Deswegen gibt es für mich bei den Skatkarten nicht das Problem der verschiedenen Häuser,
    sondern ein ganz anderes kommt da zu Tage:
    Das der verschiedenen Aussagesystemen beim Skat, wie etwa Kreuz und Pik sehr unterschiedlich gedeutet werden teilweise,
    doch ich habe festgestellt das es scheinbar trotzdem funktioniert mit dem fremddeuten.


    Alles Liebe
    flimm
     
    Shellan gefällt das.
  3. Tugendengel

    Tugendengel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Februar 2012
    Beiträge:
    683
    Liebe @flimm,

    ich freue mich sehr, dass Du hier als „Skatkönigin“ Deine Sicht schilderst, super!

    Dieser Hoffnung schließe ich mich sehr gerne an. Ich kann ja mal einen Versuch starten, ob ich vielleicht auch mal die begnadete Kartendeuterin @athanasis motivieren kann, hier vorbeizuschauen und uns auch noch ihre Meinung mitzuteilen.

    Huhu @athanasis, falls Du dies lesen solltest, magst Du uns eventuell auch mit Deinen Erfahrungen „beglücken“?

    Sehr wissenswert, dass bei der Deutung der Skatkarten also viele Kartendeuter überhaupt kein Häusersystem berücksichtigen. Bei den Lenormandkarten bin ich ja anderes gewöhnt und als ich dann auf der Suche nach einem entsprechenden Häusersystem bei den Skatkarten gleich mehrere solcher Häusertabellen ausfindig machen konnte, bin ich natürlich erst einmal davon ausgegangen, dass bei der Deutung der Skatkarten die Einbeziehung eines Häusersystems in der Regel auch üblich ist.

    Ich habe ein Häusersystem bei den Skatkarten also als den Regelfall und nicht als eine Ausnahme betrachtet. Ich war allerdings irritiert davon, dass – ebenfalls im Gegensatz zum Lenormand, wo unter den Kartendeutern trotz aller Deutungsunterschiede zumindest generelle Übereinstimmung über die kartentechnische Zuordnung der einzelnen Karten zu ihren jeweiligen Häusern besteht (also: Haus 1 wird von der Karte Nr. 1 belegt, Haus 2 wird von der Karte Nr. 2 belegt usw.) – bei den Skatkarten über die Anordnung dieser in die einzelnen Häuser scheinbar auch noch nicht mal Übereinstimmung unter den Kartendeutern besteht, was die Deutung für mich – auf den ersten Blick – noch komplizierter und undurchschaubarer machen würde.

    Richtig. In dem Buch von Susanne Zitzl mit dem Titel "Kartenlegen - Wie Sie Spielkarten richtig deuten" wird z. B. folgende Häusertabelle zugrunde gelegt:

    1. Reihe: 8 Kreuzkarten in absteigender Reihenfolge, also:

    Kreuz As / Kreuz König / Kreuz Dame / Kreuz Bube / Kreuz 10 / Kreuz 9 / Kreuz 8 / Kreuz 7

    2. Reihe: 8 Herzkarten in absteigender Reihenfolge, also:

    Herz As / Herz König / Herz Dame / Herz Bube / Herz 10 / Herz 9 / Herz 8 / Herz 7

    3. Reihe: 8 Pikkarten in absteigender Reihenfolge, also:

    Pik As / Pik König / Pik Dame / Pik Bube / Pik 10 / Pik 9 / Pik 8 / Pik 7

    4. Reihe: 8 Karokarten in absteigender Reihenfolge, also:

    Karo As / Karo König / Karo Dame / Karo Bube / Karo 10 / Karo 9 / Karo 8 / Karo 7

    Warum Frau Susanne Zitzl hier allerdings die numerisch absteigende Reihenfolge (also jeweils vom As bis hin zur 7) favorisiert und nicht alternativ die numerisch aufsteigende Reihenfolge (also jeweils von der 7 bis hin zum As) ist mir nicht klar geworden und unverständlich geblieben.

    Und dann gibt es noch Skatkartendeuter, die die Skathäuser überhaupt nicht wenigstens zusammenhängend und geordnet nach Farben und überhaupt nicht wenigstens nach einer zahlenmäßig auf- oder absteigenden Reihenfolge belegen, sondern die die Häuser mit jeweiligen Stichworten festlegen, die sie aus den schwerpunktmäßigen Grundbedeutungen der einzelnen Karten abgeleitet haben.

    So gehen z. B. Gerhard von Lentner in seinem Buch „Die hohe Kunst des Kartenlegens: 32 Karten – 10 000 Antworten“ (Hugendubel) und Elke Dumke in ihrem Buch „Kartenlegen mit Skatkarten“ (Corona Verlag) von folgenden Häuserbelegungen aus:

    1. Häuserreihe mit 8 Karten:

    Pik Bube / Herz 9 / Karo 7 / Herz 8 / Karo 9 / Herz Bube / Herz As / Kreuz 10

    2. Häuserreihe mit 8 Karten:

    Karo König / Kreuz König / Herz 10 / Herz 7 / Herz König / Kreuz 7 / Kreuz Bube / Pik 7

    3. Häuserreihe mit 8 Karten:

    Karo 10 / Karo Dame / Herz Dame / Kreuz As / Karo Bube / Pik 8 / Pik 9 / Pik As

    4. Häuserreihe mit 8 Karten:

    Karo As / Kreuz 8 / Karo 8 / Pik König / Pik Dame / Kreuz Dame / Kreuz 9 / Pik 10

    Entsprechend der vorstehend zitierten Häusertabelle wird diese mit folgenden Schwerpunktstichworten belegt, die wiederum scheinbar aus den jeweiligen Grundbedeutungen der Skatkarten gewonnen wurden:

    (Um nicht selbst auch noch einmal alle Häuserstichworte abschreiben zu müssen, verlinke ich nachfolgend mal einen Beitrag von „Lazuli“ vom 08.01.2005 in dem Forum www.tarot.de, die seinerzeit die von Gerhard von Lentner und Elke Dumke verwendeten Häuserstichworte sehr übersichtlich aufgelistet hat.)

    http://www.tarot.de/forum/showflat.php?Number=66507

    Wiederum ein anderes Häusersystem, und zwar das von Frau Birgitt Kraheck-Liecker, belegt die einzelnen Häuser teilweise mit denselben Stichworten, teilweise aber auch wieder mit anderen Stichworten, wobei einige Stichworte auch ganz anderen Häusern zugeordnet werden, als dies bei Gerhard von Lentner und Elke Dumke der Fall ist.

    Nachstehend verlinke ich auch mal dieses von Frau Birgitt Kraheck-Liecker verwendete Häusersystem, welches grafisch sehr schön dargestellt ist, was ich hier gar nicht so schön „rüberbringen“ könnte. Deren Kartenhomepage ist wirklich mehr als beeindruckend.

    http://www.kraheck-liecker.de/grossesblatt-skat.html#haeuser

    Die vorstehend zitierten Häusersysteme sind natürlich nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen. Ich habe auch schon noch mehr abweichende Häusersysteme gesehen, möchte an dieser Stelle Eure Geduld jedoch nicht überbeanspruchen.

    Wie so häufig im Kartenlegen, fehlt es jedoch an näheren aufschlussreichen Begründungen, warum die einzelnen Häuser so und nicht anders belegt werden und warum die Häuser mit dem und dem Stichwort versehen werden und nicht mit einem anderen. Daraus resultieren ja auch meine Fragen, weshalb ich den hiesigen Thread eröffnet habe.

    Liebe @flimm, Du bist mir ja insofern schon ganz klar voraus und im Vorteil, als Du natürlich bereits alle entscheidenden Skatkartenbedeutungen kennst, die ich mir als Skatanfängerin ja erst noch langwierig erarbeiten muss. Ich erinnere mich noch daran, dass Du uns seinerzeit im Lenormandkartenforum ganz wunderbar die Geschichte erzählt hast, die hinter der chronologischen Abfolge der Lenormandkarten steckt, weshalb also die Lenormandkarten von ihren Symbolen her genau in der bekannten Reihenfolge angeordnet wurden und in keiner anderen.

    Wenn Du Dir jetzt bitte mal die Kartenabfolge und die verschiedenen Häuserstichworte anschaust, kannst Du eventuell in der einen oder anderen Reihenfolge auch eine tiefere zugrunde liegende Geschichte erkennen?

    Euch allen einen wunderschönen sonnigen Sonntag,
    Tugendengel
     
  4. flimm

    flimm Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    15.545
    hallo Tugendengel,
    ich bin immer noch dabei es zu vervollständigen, ganz für mich, dafür brauchts für mich immer Muße, Ruhe und vorallen Dingen auch Freude daran, und manchmal sind dann schon andere Dinge für mich wichtiger so das diese für mich wichtiges Element des Aufbaus der lenormand ins Hintertreffen geraten.
    Da ich ab morgen wieder verschiedene Tage hier nicht anwesend sein werde, da ich in D unterwegs bin, werde ich jetzt mal kurz auf dich antworten.

    Für mich haben die Skatkarten einen chronologischen Ablauf und Sinn im Aufbau : Karo7-KaroAs ; Herz7 - Herz Ass; Pik 7 - Pik Ass, Kreuz 7 - Kreuz Ass.
    Deswegen würde ich persönlich so einen Aufbau nicht verändern.
    Dieser Aufbau ist natürlich von *Früher* begründet, kann aber symbolisch umgewandelt werden, weil er durchaus das Leben darstellt .

    deine in deinem Post aufgezeigten Systeme haben eine andere Skatkartenbedeutung wie ich sie kenne, und deswegen schon allein eine andere Anwendung, scheinbar auch andere Legemethode sowie andere Deutungsmethoden.
    Wie zB wenn Bik-Bube an erster Stelle steht, -ich habe nachgeschaut was er bei der Variante bedeutet- er bedeutet Gegenwart (also eine ganz andere Bedeutung wie ich sie kenne) , nun dann könnte er an erster Stelle stehen, aber wenn ich mir die anderen anschaue, erschließt sich mir kein Aufbau ,

    und auch erschließt sich mir der Sinn nicht in absteigender Folge der Karten, genau deshalb weil die aufsteigende Folge für mich eben eher einen logischen Sinn ergibt,

    Sorry, wenn ich dir da nicht wirklich bei helfen kann, bzw mir tatsächlich die Zeit fehlt mich noch intensiver mit diesen von dir beschriebenen Systemen zu befassen.

    Alles Liebe
    flimm
     
  5. Tugendengel

    Tugendengel Sehr aktives Mitglied

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    Absolut in Ordnung, liebe @flimm! Ich möchte Dich nicht im geringsten stressen und auch ich weiß ja nur zu gut, dass es viele Dinge gibt, die natürlich Vorrang haben. Lass Dir bitte genau die Zeit, die Du benötigst, um die angesprochenen Aspekte für Dich zu sortieren und zu analysieren. Ich bin ja noch ganz am Anfang im Skatkarten deuten und muss mich ja ohnehin auch noch erst näher mit den Skatkartenbedeutungen befassen.

    Dieser Thread hier läuft uns ja nicht davon und wir können ihn jederzeit wieder neu aktivieren.

    Wenn Du irgendwann dann mal wieder mehr Zeit, Ruhe und Lust hast, würde ich mich freuen, wenn Du dann noch etwas mehr ausführen könntest hierzu:

    Inwieweit stellt dieser Aufbau für Dich das Leben dar? Wie gesagt, nur wenn Du wieder mal Zeit, Ruhe und Lust hast.

    Und vielleicht melden sich hier ja auch noch andere Skatdeuter, die ich hiermit herzlich einlade, auch ihre Meinung kund zu tun.

    Sehr freuen würde ich mich auch, wenn Du, liebe @Lavanya, uns hier mal an Deiner Vorgehensweise teilhaben lassen könntest. Deine faszinierende Art zu schreiben und Deine Fähigkeit, schwierige Dinge mit einem leicht zugänglichen Verständnis zu erklären, habe ich bis heute nicht vergessen.

    Dir, liebe flimm, erst einmal eine gute Reise und komm gesund zurück!
    Tugendengel
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Juni 2017
  6. Skyline

    Skyline Sehr aktives Mitglied

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    Da sich die Skatkarten mal ursprünglich aus den Tarotkarten der Kleinen Arkana und der Hofkarten entwickelt haben, als abgestrippte Form mit dem 32er Deck übrig geblieben sind - würde ich im Prinzip auch dort den Zusammenhang für die Ur-Bedeutung suchen und mich daran anlehnen.
    "Am Ende des 14. Jahrhunderts tauchten in Europa erstmals Karten auf, die vermutlich aus der islamischen Welt kamen. Karten aus dieser Zeit fand man im letzten Jahrhundert im Topkapi Museum in Istanbul. Sie stammen von den Mamelucken, einer Herrscherklasse, die seit dem 13. Jahrhundert Syrien und Ägypten regierten. Darauf sind erstmals die Symbole der vier Sätze zu sehen: Stäbe (Kreuz), Schwerter (Pik), Kelche (Herz), sowie die Münzen, die zu Karo wurden. Als begeisterter Polospieler hatten die Mamelucken den Poloschläger zum Stabsymbol erhoben. In Europa aber fanden diese vier Serien interessanterweise eine Entsprechung in den vier mittelalterlichen Ständen: Stäbe = Bauern, Schwerter = Ritter, Kelche = Klerus, Münzen = Kaufleute. Da jeder dieser 10 Sätze aus 10 Zahlenkarten besteht (Ass bis 10) sowie 4 Hofkarten (König, Königin, Ritter und Bube) sind es insgesamt 56 Karten (im Tarot = die Kleinen Arkana = die kleinen Geheimnisse)."
    Zitiert aus Hajo Banzhaf, Tarot für Anfänger.
    Was ich damit sagen will: Hier würde ich ansetzen um einen Weg zu finden, sich in dem Interpretationsgewusel für etwas zu entscheiden. Das wäre für mich der rote Faden. Letzten Endes kennt niemand den tatsächlichen Ursprung der Tarotkarten. Es gibt viele Vermutungen und Interpretationen. Was im Umkehrschluss allerdings ja auch bedeutet, jeder Mensch kann seine eigene Interpretation finden. Man muss noch nicht mal die bisher bekannten übernehmen, sondern kann eigene entwickeln. Tarot kennt gar keine Häuser, wie flimm ja schon schrieb. Deshalb dürfte es auch unerheblich sein ob Du mit Häusern arbeiten willst, vorgegebene Bedeutungen übernimmst, oder selbst welche entwickelst. Alles ist richtig und kann zu einem guten Ergebnis führen. Such Dir was aus.
    LG Sky
     
  7. athanasis

    athanasis Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. November 2010
    Beiträge:
    1.515
    Liebe Tugendengel, liebe Mitdeuter,

    ich freue mich sehr, dass diesn seht akkuraten Karten wieder etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.
    Allerdings muss ich anmerken, dass ich Spielkarten - und nicht Skatkarten deute. Also 53 statt 32 Karten. Das legt nahe, dass die Interpretation sich doch deutlich von der der Skatkarten unterscheidet.

    Bitte nehmt mir nicht uebel, dass ich mich hier selbst zitiere:
    >> Spielkarten sind schon weitaus älter (die älteste Datierung geht - zwar in ganz anderer Form- auf das 10.Jh zurück); ihre Anzahl und Gestaltung hat sich vielfach verändert, und dank vieler verschiedener Einflüsse (regionaler, sozialer, politischer*), gibt es viele verschiedene Varianten; u.a. der Tarot (aus dem Tarocchi, 14. Jh erstmals erw.) mit 22 Trümpfen, wie man ihn heute kennt, oder das Minchiate mit 41 Trümpfen (15. Jh). Glaubt man den Aufzeichnungen, war der Tarot ein Spiel, das erst später (15. Jh) Bedeutung als Divinationsinstrument bekam. Zur Weissagung wurden ursprünglich andere Karten benutzt.

    Gerade im 18./ 19. Jh haben sich viele Ableger davon hervorgetan, Spielkarten mit dem gewissen Extra der Deviation für die gehobene Schichten. In diese Zeit fällt auch das meiste, was contemporär als Esoterik/ Wahrsagekunst gehandelt wird. (und u.a. die Legende des Tarot)

    Es gibt Grundbedeutungen, die sich durch die Zeit erhalten haben. Bei Tarot spricht man von Archetypen, aber soweit würde ich bei Spielkarten nicht gehen, schliesslich fehlen die Trümpfe. Die Karten die wir meinen, wenn wir von Spielkarten sprechen, sind das Französische Blatt (14. Jh). Gerade hier gibt es exakte Zuordnungen (Hofkarten: David, Charles, Alexander&#8230
    Ein sehr interessantes Beispiel hierzu sind die Baraja Espagnola oder der Jass (beide 14. Jh).
    Bayrische Karten sind vergleichsweise "jung", sie stammen aus dem 17. Jh.<<

    Ich empfinde die Interpretation und Aussagekraft der Spielkarten als sehr ausdrücklich und realitätsnah. Es lassen sich trotz der fehlenden Bebilderung akkurate und detailierte Schlüsse ziehen. Die Karten fordern mMn auch eine sehr eingehende Beschäftigung mit den assoziierten Inhalten, weshalb hier eher persönlich- individuelle Deutungsansaetze nötig sind, und Lehrbücher nicht viel weiterbringen.

    Die beste Deuterin, die ich kenne, das hatte ich wohl schon an anderer Stelle erwähnt, deutete Spielkarten nach dem Baraja- System, gemischt mit allerlei eigenen Gedanken.

    LG
     
  8. Tugendengel

    Tugendengel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Februar 2012
    Beiträge:
    683
    Liebe @Lavanya,

    nachdem Du uns in diesem Forum die letzten Wochen ab und an mal wieder mit Deinen herausstechenden Beiträgen beehrt hast, hoffe ich, Dich mal ganz direkt in diesem Thread ansprechen und bei Dir ganz lieb nachfragen zu dürfen, ob Du auch bei der Deutung der Skatkarten ein bestimmtes Häusersystem bzw. eine Häusertabelle zusätzlich mit berücksichtigst, oder nicht? Die von mir eingangs dieses Threads gestellte Frage treibt mich nämlich immer noch um, weshalb mich Deine Meinung hierzu im Besonderen interessieren würde.

    Liebe Grüße
    Tugendengel
     
  9. Lavanya

    Lavanya Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. April 2013
    Beiträge:
    2.492
    Hallo miteinander,

    Tugendengel, ich arbeite mit einem Häusersystem.

    Die Asse haben den kleinsten Zahlenwert, die 1. Könige haben den größten Zahlenwert, die 13. Buben die 11, Damen die 12.

    Ich deute die Asse als das Ziel, dass es zu erreichen gilt. Die Karten 7 bis 10 zeigen den Weg dorthin.

    Herz-As ist das Ziel der Familiengründung oder der Besitz von Eigentum. Je nachdem wo die eigenen Prioritäten liegen.
    Karo-As ist der berufliche Aufstieg. Die Berufung. Auch die Selbstständigkeit.
    Kreuz-As ist der forschende Geist. Das Streben nach Höherem. Auch das, was gemeinsam erreicht werden kann. Lernen und Lehren. Wissen weitergeben. Von Erfahrung lernen.
    Pik-As ist die Heilung aber auch das Loslassen, damit Heilung eintreten kann.

    Das Häusersystem nach dem ich deute, beginnt mit einem As. Die Hofkarten (Buben, Damen, Könige) zum Schluss.

    Es sieht folgendermaßen aus:

    As – 10 – 9 – 8 – 7 – Bube – Dame – König

    Nach Farben angeordnet:

    1. Reihe: Herz

    2. Reihe: Karo

    3. Reihe: Kreuz

    4. Reihe: Pik


    Die 10 sollte neben dem As liegen. Die 10 ist sozusagen der letzte Schritt, der nötig ist, um das As zu leben bzw. leben zu können.

    Ich gebe dazu mal ein Beispiel der jeweiligen Farben:

    Für die Gründung einer Familie (Herz-As) braucht es einen Partner (Herz-10). Für eine eigene Immobilie (Herz-As) braucht es einen Vertragsabschluss (Herz-10).

    Um die eigene Berufung (Karo-As) zu leben oder z.B. eine Selbstständigkeit (Karo-As), muss der bisherige Weg aufgegeben werden (Karo-10). Ich beschäftige mich nebenbei auch noch mit den Sibilla Karten. Dort ist die Karo-10 der Dieb. In der Karo-10 zeigt sich auch das bereit sein aufzusteigen und gleichzeitig eben auch etwas dabei zurück zu lassen.

    Um ein "Meister" (Kreuz-As) zu werden, braucht es harte Arbeit (Kreuz-10) und Disziplin (Kreuz-10), aber auch Sehnsucht (Kreuz-10), Wille (Kreuz-10), Leidenschaft (Kreuz-10), das "Brennen" für etwas (Kreuz-10).
    Kreuz-As ist für mich beispielsweise auch die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen oder anderen Wettkämpfen. Es ist das Streben nach Höherem, etwas "Großes" zu schaffen, unvergessen zu sein. Im Sport z.B. durch einen Weltrekord. Oder aber auch Erfindungen. Auf der spirituellen Ebene wäre dies z.B. der Heiler oder der Lehrer, der mit seinen Werken unvergessen bleibt.

    Pik-As ist die Heilung. Bevor Loslassen passieren und damit Heilung entstehen kann, muss ein Umdenken (Pik-10) stattfinden.

    Das ist ein kleiner Einblick, wie ich die Skatkarten deute.

    Liebe Grüße.
     
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  10. Tugendengel

    Tugendengel Sehr aktives Mitglied

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    Liebe @Lavanya,

    ich weiß gar nicht, wie ich mich bei Dir für die vielen, vielen Informationen, die Du mir vermittelt hast, angemessen bedanken kann - irgendwie kann ein “einfaches Danke“ meinen tief empfundenen Dank an Dich gar nicht genügend zum Ausdruck bringen.

    Ich bin wirklich schwerst beeindruckt von Deinem Deutungswissen und wie “federleicht“ (im absolut positiv verstandenen Sinne) Du dieses in Worte fassen kannst, die vor meinem “geistigen Auge“ quasi eine lebendige Geschichte entstehen lassen. Du hast wahrlich eine außergewöhnliche Gabe!

    Wenn ich das hier im Forum richtig mitbekommen haben sollte, scheinst Du sowohl Tarotkarten, als auch Lenormandkarten, als auch Kipperkarten, als auch Skatkarten, als auch Zigeunerkarten, als auch Sibilla Karten zu legen und zu deuten. So viele unterschiedliche Kartenarten - und Du deutest sie alle. Ich bin zutiefst beeindruckt von Deinen Fähigkeiten!

    Ich selbst deute ja “nur“ die Lenormandkarten und möchte mich jetzt, nach ca. 13/14 Jahren, erstmals einer zweiten Kartenart, eben den Skatkarten, zuwenden, da sich diese ebenfalls auf den Lenormandkarten befinden, was meiner Meinung nach kein Zufall sein kann.

    Ich selber habe zig Jahre benötigt, damit mir die Lenormandkarten - und diese sind nur eine Kartenart - so vertraut wurden, wie sie mir heute sind. Wenn ich mir vorstelle, ich sollte jetzt auch noch so viele weitere Kartenarten erlernen, wie Du es bereits getan hast, weiß ich gar nicht, ob - gemessen daran, dass ich offenbar um ein Jahrzehnt herum benötige für nur eine Kartenart - “meine mir noch vergönnte Lebenszeit“ überhaupt dazu ausreichen würde, um all diese anderen Kartenarten so intensiv zu erlernen wie die Lenormandkarten. :D

    Auch unter diesem Aspekt finde ich es deshalb höchst bewundernswert, dass Du Dich mit einer solchen Fülle von verschiedenen Kartenarten auskennst, hinsichtlich derer ich nur erahnen kann, wie viele Jahrzehnte auch Du Dich wahrscheinlich intensiv mit den verschiedenen Bedeutungen der Vielzahl der Karten beschäftigt hast. Scheinbar lodert auch in Dir ein “unbändiges Kartenfeuer“, was man Deinen präzisen und so wunderbar formulierten Deutungen auch mit jeder Silbe anmerkt.

    Nochmals: meine tiefste Hochachtung. Du gehörst für mich hier in diesem Forum mit zu den wirklich besten Kartendeuterinnen und ich hoffe sehr, dass ich noch öfter Deine Gedanken und Überlegungen genießen darf!

    So, jetzt zu dem von Dir beschriebenen Häusersystem, welches Du bei den Skatkarten verwendest:

    Ich muss vorwegschicken, dass ich mich nicht ansatzweise befähigt sehe, mir hierüber ein “qualifiziertes Urteil“ zu erlauben - dafür stehe ich bei der Deutung der Skatkarten noch viel zu sehr am Anfang. Ich spüre aber, dass Du Dir unendlich viele Gedanken über die Hintergründe gemacht hast, warum Du die Karten in eben Deiner bestimmten Abfolge in ein Haussystem einordnest.

    Hast Du dieses Häusersystem selbst für Dich nach eigenen Deutungserfahrungen entwickelt, oder hast Du dieses von jemand anderem erlernt? Woran sich meine nächste Frage anschließen würde: Könntest Du mir eventuell ein oder mehrere Bücher empfehlen, die Deiner Meinung nach zum Erlernen der Skatkarten geeignet sind?

    Ich persönlich sehe mich derzeit bei den Skatkarten zwei größeren Problemen ausgesetzt - einmal den doch sehr voneinander abweichenden Häusersystemen und zum zweiten insbesondere den ebenfalls sehr voneinander abweichenden Skatkartenbedeutungen vor allem auch im Hinblick auf die Deutung der Kreuz-Karten und der Pik-Karten.

    In meinem obigen Beitrag Nr. 3 hatte ich ja mal einige Meinungen verschiedener Skatkartendeuter zusammengefasst, welches von Kartendeuter zu Kartendeuter unterschiedliche Häusersystem sie verwenden. Und dass ich dabei immer noch nicht alle verwendeten Häusersysteme erfasst habe, zeigen mir Deine tollen Darlegungen zu Deinem verwendeten Häusersystem, liebe @Lavanya, welches nochmals weitere Besonderheiten enthält.

    Ich als Skatkartenanfängerin stehe damit jetzt für mich vor dem Problem, wie ich in einer “annehmbaren Zeit“ überhaupt herausfinden soll, mit welchem der so unterschiedlichen Häusersysteme sich die treffsichersten Prognosen erzielen lassen? Wie hast Du dieses Problem für Dich gelöst?

    Gerade was das Häusersystem anbelangt, finde ich die Lenormandkarten geradezu “einfach“, da durch die auf ihnen neben den Symbolen mit aufgedruckten Zahlenwerte die Reihenfolge des Häusersystems ja unproblematisch abgelesen werden kann.

    In “Anlehnung“ an dieses Häusersystem im Lenormand hatte ich mir zwischenzeitlich deshalb mal so gedacht, vielleicht liegt “der Schlüssel“ bei den Skatkarten ja auch darin, eine Reihenfolge zu finden, die - ebenso wie bei den Lenormandkarten - mit dem kleinsten Zahlenwert beginnt und dann chronologisch aufsteigt bis zum höchsten Zahlenwert, also jeweils 7, 8, 9, 10, Bube, Dame, König, Ass und hinsichtlich der Farben - angelehnt an das Skatspiel - in der Reihenfolge
    1. Reihe: Karo
    2. Reihe: Herz
    3. Reihe: Pik
    4. Reihe: Kreuz.

    Ich habe jetzt aber schon verstanden, dass ich dieses, an das Skatspiel angelehnte Aufbausystem nicht 1 zu 1 übertragen kann auf die Skatkartendeutung - Skatspiel und Skatkartendeutung sind eben doch zwei verschiedene “Paar Schuhe“.

    Außerdem scheinen auch unterschiedliche Auffassungen insbesondere über den Zahlenwert eines Asses zu bestehen: Bislang dachte ich immer, dass zumindest insofern Übereinstimmung herrscht, als dass ein Ass den höchsten Zahlenwert besitzt, während Du mich jetzt darauf hingewiesen hast, dass einem Ass auch der insgesamt kleinste Zahlenwert zukommen kann.

    Deinen Gedankenansatz, die Asse als das Ziel zu deuten, das es zu erreichen gilt, und die Karten 7 bis 10 als den Weg dorthin, finde ich hochinteressant. Was ich gedanklich jedoch noch nicht so richtig fassen kann, ist, warum dem Ass, welches dann ja “eigentlich“ die bedeutendste Karte ist, in Deinen Augen der kleinste Zahlenwert zukommt und nicht genau umgekehrt der höchste Zahlenwert für die höchst erstrebenswerte und wichtigste Karte? Nach Deinen Erklärungen hätte ich eher vermutet, dass Dein Häusersystem pro Reihe nicht jeweils mit einem Ass beginnt, sondern stattdessen vielmehr jeweils mit einem Ass - sozusagen als Zielpunkt - endet. Was habe ich insofern bislang nicht verstanden?

    Und darf ich auch noch nachfragen, warum Du die Hofkarten Bube, Dame, König in dem von Dir verwendeten Häusersystem von den Assen “trennst“, Du also das Ass jeweils zu Beginn der jeweiligen Häuserreihe und die Hofkarten jeweils zum Ende der jeweiligen Häuserreihe einordnest, anstatt die Hofkarten direkt neben die Asse zu platzieren?

    Hoch interessant und spannend fände ich es auch in Erfahrung zu bringen, was der Hintergrund dafür ist, dass Du das Pik-Ass als die Heilung und das Loslassen, damit Heilung eintreten kann, deutest. Wenn ich Dich insofern richtig verstanden haben sollte, deutest Du den grundsätzlichen Bedeutungsgehalt des Pik-Ass also ebenfalls positiv.

    Und da wären wir bei dem für mich zweiten großen Skatkartendeutungsproblem angelangt: den Bedeutungen der Skatkarten, die ebenfalls höchst unterschiedlich gesehen werden.

    Nach Auffassung von Gerhard von Lentner in seinem Buch „Die hohe Kunst des Kartenlegens: 32 Karten – 10 000 Antworten“ (Hugendubel) sollen die Pik-Karten z. B. die unangenehmen Dinge im Leben repräsentieren, während demgegenüber die Kreuz-Karten Glück und Weisheit sowie alles repräsentieren sollen, was mit dem Geschäfts- und Familienleben zu tun habe.

    Dementsprechend deutet Herr von Lentner das Pik-Ass als Tod, Unfall, Schicksalsschläge, Qual und Not, während dem Kreuz-Ass seiner Meinung nach die Bedeutung “Geschenke“ zukommen solle.

    Ähnlich problematisch werden die Pik-Karten wohl auch von Susanne Zitzl in ihrem Buch mit dem Titel "Kartenlegen - Wie Sie Spielkarten richtig deuten" von 2011 aus dem Wilhelm Goldmann Verlag, München, angesehen, in dem sie wörtlich schreibt:

    "Die deutsche Bezeichnung Pik leitet sich aus dem Französischen >>Pique<< oder dem englichen >>Peak<< ab, was auf Deutsch >>Lanze<<, >>Speer<< oder >>Spitze<< bedeutet. Aber auch im Deutschen kennt man den Begriff des >>Piksens<<. Dieses Piksen kann einigen Pik-Karten in ihrer Bedeutung tatsächlich sehr nahekommen und deshalb werden die Pik-Karten oftmals als Unglücksbringer verstanden, sind jedoch nicht unbedingt nur negativ zu sehen. Sie zeigen unsere Aufgaben und Herausforderungen im täglichen Leben an, manchmal auch Hindernisse oder Verluste - doch nicht um jeden Verlust trauert man."

    Demgegenüber schreibt Frau Zitzl zu den Kreuz-Karten wörtlich:

    "Das Kreuz selbst erinnert an ein dreiblättriges Kleeblatt, was eine Abwandlung der Stäbe bzw. Stecken ist. Die Kreuzkarten zeigen die Handlungen im täglichen Leben an. Ebenso symbolisieren sie Tatendrang, Bewegung und Veränderung. Durch ihren Wachstumsaspekt haben sie auch eine Verbindung zur Familie.
    "

    Entsprechend der vorstehenden Differenzierungen ordnet Frau Zitzl dem Pik Ass folgende Schlüsselworte und Eigenschaften zu:

    "Abschied, Verlust, Trennung, Auflösung" und "Verneinend, vergänglich, transformierend."

    und dem Kreuz Ass folgende Schlüsselworte:

    "Geschenk, Gabe, Gnade, Unterstützung, Hilfe, Förderung"

    In dem Buch von “Claire“ mit dem Titel “Die Weisheit der Skatkarten: Die magische Bibliothek der Weißen Hexe“, Band 1, aus dem dotbooks Verlag München, heißt es zu dem Kreuz Ass wörtlich:

    Diese Karte steht seit alters her für ein Geschenk und das Glück, das mit diesem überraschenden Zuwachs einhergeht, es ist also immer ein positives Geschenk und nicht etwa ein faules Ei. Der Tenor der Karte geht dabei meist in Richtung praktischer Themen: Geld, Arbeit, eben etwas, dass einem handfeste Vorteile verschafft, der emotionale Bereich wird hier nicht so stark angesprochen.

    Darf ich Dich, liebe @Lavanya, deshalb mal nach all dem auch noch fragen, welche Karten für Dich die eher problematischen und unangenehmen Aspekte beinhalten, und aus welchem Grunde? Was waren seinerzeit für Dich die Kriterien, Dich so deutungstechnisch zu entscheiden, wie Du Dich entschieden hast? Hast Du aus Büchern gelernt oder durch Kurse oder in "Eigenexperimenten" ohne Vorgaben von "außen"?

    Nach dem, was ich hier im Skatkartenforum bislang gelesen habe, scheinen Du und @flimm, die Bedeutungen der Pik-Karten und der Kreuz-Karten wohl auch ähnlich in ihrer jeweils positiven bzw. negativen Grundausrichtung zu betrachten.

    Bei dieser Gelegenheit würde ich auch gerne noch einmal bei Dir, @flimm, nachfragen, ob Du schon neue Erkenntnisse hinsichtlich eines Häusersystems bei den Skatkarten gewonnen hast? Du hattest mir ja seinerzeit geschrieben, dass Du eigentlich gar kein Häusersystem bei den Skatkarten verwendest, wolltest dies für Dich jedoch mal näher beobachten. Konntest Du diesbezüglich schon erste neue Erkenntnisse ausmachen?

    Bitte fühlt Euch beide, @Lavanya und @flimm, bloß nicht zu einer schnellen Rückantwort veranlasst. Ich weiß selber nur zu gut, dass man über bestimmte Fragen erst einmal eine Zeitlang nachdenken muss. Ich freue mich über jede Rückantwort von Euch - auch wenn diese erst sehr viel später kommen sollte. Uns hetzt hier ja niemand.

    Ganz ganz herzliche Grüße
    Tugendengel
     
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