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Goethe und Schiller verliefen sich im Wald

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von Mellnik, 19. Februar 2020.

  1. Mellnik

    Mellnik Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2017
    Beiträge:
    6.173
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    Ja, jene kleinkarierten Dichter-Lichter und zwanghaften Kritiker würden auch Goethe und Schiller im Ofen verbrennen wollen, wie in meinem Gedicht geschildert! :cool:

    Zusammen mit Heinrich Heine! :cool:
     
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  2. FelsenAmazone

    FelsenAmazone Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Ort:
    Phönixland
    Just denk ich, es soll alle geben; die da dichten, denken, lesen ...
    auch die, die zählen, dürfen sein,
    miteinander und allein.

    Ein Lektor mäht das wilde Gras;
    er zupft dabei viel Krummes raus.
    Er muss nicht wissen, was er las;
    kehrt nur die Worte sauber aus:
    Der Inhalt leuchtet wie die Sonne!
    Lektoriert! Ach welche Wonne.

    Ein Zensor ist ein armer Tropf.
    Was nicht passt zum alten Zopf
    wird konfiszierlich** abgeschnitten
    in Gezeiten ohne Sitten
    und zeugt damit den Widerstand,
    den er zu vernichten fand;
    da schießt er sich wohl selbst ins Knie,
    der arme Tropf. Welch Ironie.

    Die Rezensenten dahingegen
    wandeln auf verschiednen Wegen ... !

    (ein unreimender Zwischenrufer wirft ungeduldig ein: Zwischen Skylla und Charibdis
    oder Boaz und Jakin?
    )
    (Poetengestikantwort: ^^ )

    Manch Rezensent kann Gutes achten und die Sprache damit pflegen,
    ach, dessen Zeilen, kaum gelesen, zeigen sich bald als ein Segen.

    Die andren, leider, wiederum, nörgeln Worte in den Grund,
    so bodenlos und ach wie dumm, kommt die Sprache auf den Hund.

    Da nimmt ein Forscher diesen auf;
    der Pudel hat dann seinen Lauf!
    Der Forscher zählt die Wörtchen durch,
    kühl im Herzen wie ein Lurch,
    presst eine Promotion heraus
    erschafft die Professorenstelle
    (gehts noch weiter? Ja, doch, gelle!)

    schafft Jobs auch in der Industrie
    (ja, das geht, ich schreib gleich, wie)

    die produziert was, irgendwie
    (ist wer mit wem da wohl verwandt?
    nein, Wissenschaft - ist angewandt
    )

    verwurstet wird der Sprache Leib
    nu heißt es nur noch: schreib! schreib! schreib!

    Worüber? Was denn? Ganz egal!
    Wer hat denn heute noch die Wahl!
    Es zählen Likes und Clicks und Kaufen
    massenhaftes Info-Saufen
    wir brauchen doch allein die Zahlen,
    keine Kerne, nur die Schalen!

    Da schlägt des Erbsenzählers Stunde
    der bislang einsam in der Runde
    sinnlos in der Ecke sass:
    Keine Erbse heißt kein Spaß.

    Heidenei! In der Sprache Fledderei
    findet er nun vielerlei
    zu zählen und auch aufzukrümmeln
    manches heimlich einzumümmeln
    hinzu kommt ein Korinthenkacker
    superfleißig (k*ckt) der wacker
    paneuropäisch eine Spur, bis nach Chur:

    Grüezi, Düpflischießer :)

    Ungestört von alledem
    dicht ich hier so ganz bequem.

    Guts Nächtle.




    **konfiszierlich: Wortschöpfung von Heinrich Heine, alle anderen Wörter des obigen Geschriebenen sind von mir in eigener geistiger Arbeit zusammengefügt
    Anmerkungen für Übersetzer:
    Korinthenkacker = Düpflischießer
    Düpflischießer = Korinthenkacker
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Februar 2020
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  3. Mellnik

    Mellnik Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Heidenei! :)
    Ist dieses Gedicht leicht schwäbisch-schweizerisch angehaucht? :)
     
  4. FelsenAmazone

    FelsenAmazone Sehr aktives Mitglied

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    31. Mai 2008
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    Ort:
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    "Heidenei" sagen Badenser,
    ausgenommen Zisterzienser. :)

    Korinthen finden sich im Norden,
    zu Düpflis sind die dort geworden,
    wo eidgenössisch Wörter sprießen
    und im Frühjahr Düpflis schießen. :)
     
  5. FelsenAmazone

    FelsenAmazone Sehr aktives Mitglied

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    Ort:
    Phönixland
    Bevor ich gleich malochen** geh
    und nix hier im Forum seh
    wollt ich eins flugs hierhin schreiben:
    magst auch hier im Faden bleiben?

    Schiller, Goethe sind die Paten,
    so ist von mir auch zu erwarten
    dass ich Ehre dem erweise -
    ... nicht verreise.

    So, nun noch rasch ein lieber Gruß,
    an @Mellnik meinen Mus.***








    **malochen = arbeiten, Maloche = Arbeit, gebräuchlich noch im Ruhrgebietsdeutschen, Quelle jiddischen Ursprungs, Etymon: melocho = Arbeit

    ***Mus = männliche Form von "Muse", soviel Zeit muss sein für die Männeremanzipation!
     
  6. Mellnik

    Mellnik Sehr aktives Mitglied

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    Als Alemann'
    ich sagen kann:
    Wir sagen so,
    und sind drob froh:

    "Dipfele-Schisser".

    Das ist unser Wort.
    Ungereimt dort! :)
     
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  7. Mellnik

    Mellnik Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    6.173
    Sicher bleibe ich im Faden.
    Wenn ich so nett werd' eingeladen! :)
     
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  8. FelsenAmazone

    FelsenAmazone Sehr aktives Mitglied

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    Phönixland
    Ach grandios und wohl "Chapeau"!
    Abgemacht, dann sei es so.
     
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  9. FelsenAmazone

    FelsenAmazone Sehr aktives Mitglied

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    Phönixland
    im Dichterwalde, im Walde, geht derweil Chawele farcholemt (verträumt) spazieren und pflückt Margeriten

     
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  10. Mellnik

    Mellnik Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2017
    Beiträge:
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    Gerade habe ich eine Übersetzung dazu gefunden:

    Quelle - auch mit dem originalen jiddischen Text:
    http://wandervogel-ev.de/component/...ErGKE-9JZem26w-XCfC0wfTZ7krZdbDoE0y_v4DoVBryg,,
     
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