Verschiedene Ursachen und Behandlungen von Depressionen (ausgelagert)

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- - Es gibt also eine (teils starke) erbliche Veranlagung.

Bei erblicher Veranlagung bin ich immer etwas skeptisch.

Bei uns litten 3 Generationen an starken Depressionen. Meine Großmutter, meine Mutter und ich.
Daher könnte man tatsächlich von einer Vererbung ausgehen.

Auf der anderen Seite allerdings, litten wir alle drei unter meinen gewalttätigen und alkoholkranken Großvater.
Unter diesem Gesichtspunkt haben weniger die Gene als die Lebensumstände mit den Depressionen zu tun.

Ich wäre daher neugierig bei wie vielen Fällen, bei denen von "Vererbung" gesprochen wird, der Auslöser nicht genetischer Natur ist.

Wenn ein tyrannisierendes Familienoberhaupt der Auslöser ist, kann das gut mal 3 Generationen betreffen. Wenn es stimmt, dass sich Töchter Männer suchen, die ihrem Vater ähneln, kann sich das über Generationen hinweg weiter ziehen. Und trotzdem wäre es noch immer nicht genetisch bedingt sondern einfach "nur" eine Prägung.
 
das hängt doch alles miteinander zusammen:confused: aber egal, ich respektiere deinen Wunsch und halte mich raus

Da wir nun ausgelagert wurden :D
Ich bin vollkommen deiner Meinung, dass man die physischen und psychischen Aspekte einer Depression nicht trennen kann. Beide Teile greifen wie Zahnräder in einander und müssen gleichwertig betrachtet und behandelt werden.

Ich wollte dich auch keinesfalls aus dem anderen Thread rauswerfen. Sollte das herrisch oder böse bei dir angekommen sein, tut mir das leid.
Dort hat einfach die TE öfters erwähnt, dass sie im Faden das Augenmerk auf rein körperliche Ursachen legen will (weil eben sehr oft ADs verschrieben werden, wo NEM reichen würden). Deswegen wollte ich im anderen Faden das Thema nicht weiter vertiefen :)
 
In der Tat sind die Vitamin- und Spurenelementgeschichten nicht unproblematisch und Ärzte kämpfen zur Zeit eher mit den entsprechenden Überdosierungen (und die sind bei fettlöslichen Vitaminen A, D, E, K richtig gefährlich)
nachdem du die gefährlichkeit schon mehrfach betont hast, habe ich alle meine ärzte befragt und auch mehrere pharmazeuten.
sie alle haben mir erklärt, dass die gefährlichkeit bei sehr hohen dosen liegt -
hab' mir leider die grenzwerte nicht gemerkt, da meine dosierungen weit drunter liegen -
10 tropfen oleovit d3, 2 tropfen k2.
die gefahr der überdosierung liegt um ein vielfaches höher.
meine schwiegertochter nimmt jetzt auch d3 und k2 und kommt endlich runter von den antidepressiva.
allerdings hat sich auch entscheidendes in ihrem leben verändert.
sie kann keine kinder bekommen und die notwendige entfernung der gebärmutter war wohl eine zäsur, die einen endgültigen schlussstrich gezogen hat.
 
Worüber möchtet ihr hier denn gern reden? >>

https://www.menschendie.de/depression/gesundheit/diagnose/enogen-exogen-unterschied-3494

Scheint heute egal zu sein :D

"Gegenwärtig werden beide Arten der Krankheit mit einer Kombination von Antidepressiva und Psychotherapie behandelt."
Nochmal: diese Diskussion findet hier nicht statt. Es gibt Menschen, die davon überzeugt sind, dass MANCHE Depressionen auch anders behandelt werden können, wenn nämlich die Ursachen andere sind. Mir und anderen ist klar, dass das ein Streitthema ist.

Wer darüber diskutieren möchte: dieses Thema wurde extra ausgelagert, darum geht es jetzt in einem anderen Thread, nämlich:

***Ich hab einige Beiträge ausgelagert, damit das eigentliche Thema nicht untergeht, hier soll es wirklich nur um physische Ursachen von Depressionen gehen. ***

https://www.esoterikforum.at/thread...ndlungen-von-depressionen-ausgelagert.221758/
 
nachdem du die gefährlichkeit schon mehrfach betont hast, habe ich alle meine ärzte befragt und auch mehrere pharmazeuten.
sie alle haben mir erklärt, dass die gefährlichkeit bei sehr hohen dosen liegt -
hab' mir leider die grenzwerte nicht gemerkt, da meine dosierungen weit drunter liegen -
10 tropfen oleovit d3, 2 tropfen k2.
die gefahr der überdosierung liegt um ein vielfaches höher.
meine schwiegertochter nimmt jetzt auch d3 und k2 und kommt endlich runter von den antidepressiva.
allerdings hat sich auch entscheidendes in ihrem leben verändert.
sie kann keine kinder bekommen und die notwendige entfernung der gebärmutter war wohl eine zäsur, die einen endgültigen schlussstrich gezogen hat.

Die Obergrenzen sind auch sehr umstritten, aber neue Forschungsergebnisse gehen davon aus, dass man gar und überhaupt nicht mit Vitaminen herumdoktoren sollte - so ist auch die einheitliche Info von Ärzten, die ich kenne (und ich kenne beruflich eine ganze Menge).

Zur Zeit geht man sogar von bisherigen "Normgrenzen" ab, weil selbst diese für bestimmte Gruppen von Menschen nicht gelten, bzw. einfach zu hoch sind.

Dieser Artikel gibt einen raschen Überblick:
https://www.welt.de/gesundheit/article152006372/Die-Legende-vom-Wundermittel-Vitamin-D.html
daraus:
Die Kritik an diesen Richtwerten wächst. Es soll ein Mangel bekämpft werden, der keiner ist, sagen Experten wie Helmut Schatz. Der ehemalige Professor für Innere Medizin an der Ruhr-Universität Bochum beobachtet seit vielen Jahren den „Hype“ um Vitamin D. Von einem gravierenden Mangel in der gesamten deutschen Bevölkerung könne kaum die Rede sein, sagt er.


Selbst ein Spiegel von unter 20 Nanogramm pro Millilitern sei bei einem gesunden Menschen kein Grund für eine Therapie. „Die Wirksamkeit von Vitamin D wird überschätzt“, warnt er. Die Einnahme von 800 Einheiten täglich schade zwar nach aktuellem Forschungsstand nicht. Die Frage sei aber, ob sie etwas bringt.
...
Die Hoffnung auf Vitamin D könnte sich ähnlich schnell zerschlagen wie die auf Vitamin A, Beta-Carotin oder Vitamin E. Auch davon hatte man sich viel versprochen – bis sich schädliche Folgen zeigten.
...
Bis dahin sieht Mühlhauser keinen Grund, im Körper „herumzupfuschen“. Es bleibe ohnehin die Frage, ob ein Vitamin-D-Mangel nicht eher die Folge vieler Erkrankungen als deren Ursache ist, sagt sie. Depressive etwa ziehen sich oft zurück, ihr Körper bekommt zu wenig Sonne – die Depression könnte den Mangel nach sich ziehen.

...

In diesem Artikel (von 2016) steht noch, dass Babys Vitamin D bräuchten.
Meine große Tochter ist 20 und damals schon hat unser Arzt dringend davon abgeraten, Vitamin D zu geben - es sei unsinnig und beruhe noch auf Beobachtungen aus der Zeit der Industrialisierung (Rachitis - "englische Krankheit"), die unter heutigen (also den vor 20 Jahren) Bedingungen keine Rolle mehr spielten.

Warum es so ist, dass künstliche Vitamine allesamt sehr fragwürdig bis direkt schädlich sind, natürliche Vitamine aber nicht schaden, läßt sich heute noch nicht beantworten, es gibt nur Beobachtungen, dass es so ist (Rangar Yogeshwar hat in seinen Dokus viel dazu erklärt).

Ich selbst stamme noch aus einer Generation, in der man im Jugendalter unreflektiert Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel konsumiert hat, "weil es ja nicht schaden kann", weil man so nett "braun wurde" usw.) und ich habe noch "in den Knochen", was Schritt erforscht wurde (bestimmte Vitamine fördern bei Rauchern Krebs, Nierenversagen, langfristige Herzerkrankungen ... grusel^^).
Jetzt ist eine neue Generation (am Alter wenig festzumachen, eher als "Trend") da, die zwar nicht mehr mit Vitamin A, E , Multivitaminen, Kieselerde, Knoblauchkapseln, Weißdorn usw. herumexperimentiert - jetzt sind es Selen, Zink und Vitamin D, B- Vitamine ... .
 
Leider gibt es öfters bis oft Medikamenten-Ablehnung. Teils mit recht abstrusen Begründungen. (Medikamente in Kombination mit Gesprächs- od. Psychotherapie sind aber nachgewiesenermaßen sehr wirksam. )

Na ja... Viele der neueren Antidepressiva haben Nebenwirkungen, die ich meinem ärgsten Feind nicht wünsche. Zudem wird ständig am Symptomemkatalog herumgeschraubt und ich halte es für keine "Verschwörungstheorie", dahinter auch ein sehr großes Interesse der Pharmaindustrie oder bestimmer Berufsgruppen zu sehen, die natürlich an den diversen Behandlungsmethoden verdienen können.

Die verschiedenen Antidepressiva wurden bereits in vielen Studien miteinander verglichen. Insgesamt schnitten die häufig eingesetzten trizyklischen Antidepressiva, SSRI und SSNRI dabei ähnlich ab. Für Erwachsene mit einer mittelschweren oder schweren Depression zeigen Studien:
  • Ohne Antidepressiva: Bei etwa 20 bis 40 von 100 Menschen, die Tabletten ohne Wirkstoff (Placebos) einnahmen, besserten sich die Beschwerden innerhalb von sechs bis acht Wochen.
  • Mit Antidepressiva: Bei etwa 40 bis 60 von 100 Menschen, die ein Antidepressivum einnahmen, besserten sich die Beschwerden innerhalb von sechs bis acht Wochen.
Das bedeutet: Bei zusätzlich etwa 20 Menschen besserten sich die Beschwerden durch die Einnahme der Antidepressiva.

Quelle: https://www.gesundheitsinformation....ntidepressiva.2125.de.html?part=behandlung-yi

Leider verschwunden bzw. verändert worden ist ein Text auf der zitierten Seite, der über die Wirksamkeit der Kognitiven Verhaltenstherapie bei Ängsten (oft Begleiter von Depressionen) informierte. Sinngemäß zusammengefasst stand da: Tatsächlich ist es so – Beispiel Behandlung von Angststörungen – dass bei 12 von 100 Betroffenen die Symptome nach einiger Zeit von allein verschwinden. Werden Betroffene mit Verhaltenstherapie traktiert, stellt sich bei 50 von 100 Behandelten eine Besserung ein. Das heißt, die Therapie hilft 38 von 100 Personen. Nun ja – die restlichen 50 und damit die Hälfte der Betroffenen hat dann Pech gehabt.

Wenn man sich jetzt noch einmal anschaut, was die AD "leisten", dann ist festzustellen, dass von 100 behandelten Menschen 40 bis 60 Personen von der AD-Behandlung nicht profitierten, die Nebenwirkungen aber frei Haus geliefert bekamen und lediglich 20 Personen mehr (im Vergleich zu keiner AD-Gabe) Besserung verspürten. Ganz schön krass - meiner Meinung nach.
 
Da wir nun ausgelagert wurden :D
Ich bin vollkommen deiner Meinung, dass man die physischen und psychischen Aspekte einer Depression nicht trennen kann. Beide Teile greifen wie Zahnräder in einander und müssen gleichwertig betrachtet und behandelt werden.

Ich wollte dich auch keinesfalls aus dem anderen Thread rauswerfen. Sollte das herrisch oder böse bei dir angekommen sein, tut mir das leid.
Dort hat einfach die TE öfters erwähnt, dass sie im Faden das Augenmerk auf rein körperliche Ursachen legen will (weil eben sehr oft ADs verschrieben werden, wo NEM reichen würden). Deswegen wollte ich im anderen Faden das Thema nicht weiter vertiefen :)

Was ist NEM?

Weitgehend stimme ich dir zu - in der Regel greifen physische, psychische und soziale Umstände bei dieser Erkrankung ineinander. (wobei es nicht DIE DEPRESSION gibt, sondern es gibt ganz viele)

Es gibt aber tatsächlich wenige rein körperliche Ursachen, wie eine Schilddrüsenunterfunktion und ein Eisenmangel, Nebenwirkungen von Medikamenten, die ebenfalls depressiv machen können, allerdings ist das jedem Arzt bekannt und er wird darüber aufklären und das gut im Auge behalten.
 
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Mal so mit eingeworfen:
Mer sollte bei diesem Thema aber schon in Betracht ziehen, dass es wesentliche Unterschiede gibt (sowohl physisch als auch psychisch), zwischen einer manifesten Depression; depressiver Episode (zeitlich begrenzt) und Melancholie (bzw melancholischer Grundstimmung).

Das wird gern alles in einen Pott geschmissen und als das Selbe "definiert" obwohls völlig verschiedene Dinge sind!
Das ist insbesondere darum wichtig, um auch eine adäquate Hilfe (zur Selbsthilfe?) zu bekommen; ob nun mittels Antidepressiva oder auch anderer Art.
 
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