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Geschichten die man kennen sollte.....

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Leopold o7, 22. Juni 2018.

  1. Ultimate

    Ultimate Sehr aktives Mitglied

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    26. Oktober 2017
    Beiträge:
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    Zarathustras Auge hatte gesehn, daß ein Jüngling ihm auswich. Und als er eines Abends allein durch die Berge ging, welche die Stadt umschließen, die genannt wird »die bunte Kuh«: siehe, da fand er im Gehen diesen Jüngling, wie er an einen Baum gelehnt saß und müden Blickes in das Tal schaute. Zarathustra faßte den Baum an, bei welchem der Jüngling saß, und sprach also:

    »Wenn ich diesen Baum da mit meinen Händen schütteln wollte, ich würde es nicht vermögen.

    Aber der Wind, den wir nicht sehen, der quält und biegt ihn, wohin er will. Wir werden am schlimmsten von unsichtbaren Händen gebogen und gequält.«

    Da erhob sich der Jüngling bestürzt und sagte: »Ich höre Zarathustra und eben dachte ich an ihn.« Zarathustra entgegnete:

    »Was erschrickst du deshalb? – Aber es ist mit dem Menschen wie mit dem Baume.

    Je mehr er hinauf in die Höhe und Helle will, um so stärker streben seine Wurzeln erdwärts, abwärts, ins Dunkle, Tiefe – ins Böse.«

    »Ja, ins Böse!« rief der Jüngling. »Wie ist es möglich, daß du meine Seele entdecktest?«

    Zarathustra lächelte und sprach: »Manche Seele wird man nie entdecken, es sei denn, daß man sie zuerst erfindet.«
     
  2. Leopold o7

    Leopold o7 Sehr aktives Mitglied

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    Hier habe ich sie versteckt liebe @Siriuskind :) :)
     
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  3. Siriuskind

    Siriuskind Moderatorin und Alien in geheimer Mission Mitarbeiter

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    Super, Danke für Deine Mühe!:)(y)
     
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  4. Leopold o7

    Leopold o7 Sehr aktives Mitglied

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    Paradies
    Da hab ich noch eine Geschichte:

    Der alte Bauer und Gott


    Eines Tages kam ein alter, grauhaariger Bauer zu Gott und sagte zu ihm: „Schau, du magst Gott sein, und du magst die Welt erschaffen haben, aber eines muss ich dir sagen: Ein Bauer bist du nicht. Du kennst nicht mal das ABC des Ackerbaus. Da kannst du noch einiges lernen.“ Gott sagte: „Was rätst du mir?“

    Der Bauer antwortete: „Gib mir nur ein Jahr Zeit und lass alle Dinge so geschehen, wie ich es sage. Dann warte ab, was passiert. Es wird auf dieser Welt keine Armut mehr geben!“ Und so geschah es. Natürlich bestellte der alte Bauer nur das Feinste vom Feinen, stets dachte er nur an das Beste: keinen Donner, keinen starken Wind, keine Gefahren für die Ernte. Alles angenehm, behaglich, und er war sehr froh. Der Weizen wuchs und wuchs immer höher! Wenn er Sonne wollte, schien diese; wenn er Regen wollte, regnete es, so viel er nur wollte. In diesem Jahr lief alles richtig, mathematisch richtig. Der Weizen wuchs sehr, sehr hoch.

    Der Bauer ging oft zu Gott und sagte: „Schau! Dieses Jahr wird die Ernte so ausfallen, dass sie für viele, viele Jahre reicht, selbst wenn die Leute nicht arbeiten, wird es genug zu essen geben!“ Aber als die Ähren eingefahren wurden, war kein Weizen darin. Der Bauer war überrascht. Er fragte Gott: „Was ist passiert? Was ist schief gelaufen?“ Gott sagte: „Weil es keine einzige Herausforderung gab, keinen Konflikt, keine Reibung, weil du alles vermieden hast, was schlecht ist, blieb der Weizen unfruchtbar. Ein bisschen Auseinandersetzung gehört zum Leben dazu. Stürme gehören dazu, und auch Donner und Blitze. Sie erst rütteln im Weizen die Seele wach.

    Autor unbekannt
     
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  5. KaioWaltersson

    KaioWaltersson Aktives Mitglied

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    Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Vielleicht hat er die Eile nur vorgeschützt, und er hat was gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht´s mir wirklich. - Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er "Guten Tag" sagen kann, schreit ihn unser Mann an: "Behalten Sie Ihren Hammer".

    (aus P. Watzlawick: Anleitung zum unglücklich sein.)
     
  6. Leopold o7

    Leopold o7 Sehr aktives Mitglied

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    Ich habe wieder eine sehr weise Geschichte für euch, die ist so gut, so weis, so viel aussagend, lest sie bitte durch .

    Die zwei inneren Wölfe – Kampf zwischen Gut und Böse

    Die Legende vom weißen und schwarzen Wolf
    [​IMG]Ein alter und weiser Indianerhäuptling sitzt eines Abends am Lagerfeuer im Tipi mit einem seiner Enkelsöhne beisammen und erzählt ihm über seine Erfahrungen im Leben:

    „Im Leben eines jeden Menschen gibt es zwei innere Wölfe, den weißen und den schwarzen Wolf. Beide ringen und kämpfen seit ewigen Zeiten miteinander um die Vorherrschaft in uns und damit in der Welt und werden dies auch in Zukunft weiter tun.

    Den einen Wolf nennen wir Menschen böse oder auch falsch. Er steht für all die dunklen, schattenhaften Anteile in uns und arbeitet mit Trennung, Angst, Schuld, Selbstmitleid, Verleugnung, Unterdrückung, Betäubung, Depression, Isolation, Zwietracht, Egozentrik, Geltungssucht, Eifersucht, Neid, Gier, Maßlosigkeit, Habsucht, Genusssucht, Überheblichkeit, Intoleranz, Fanatismus, Dogmatismus, Zwang, Verhärtung, Erstarrung, Vorurteil, Verachtung, Destruktivität, Feindschaft, Wut, Gewalt und Hass.

    Den anderen Wolf nennen wir Menschen gut oder auch richtig. Er nutzt Verbindung, Vertrauen, Offenheit, Liebe, Großzügigkeit, Wohlwollen, Güte, Verständnis, Mitgefühl, Freundschaft, Friedfertigkeit, Rücksicht, Demut, Gelassenheit, Wahrhaftigkeit, Hoffnung, spielerische Heiterkeit und Freude ebenso wie Flexibilität, Wandlungsbereitschaft, Kreativität, Begeisterungsfähigkeit, Autonomie, Klarheit für Einsicht, Kritikfähigkeit, Maßhaltigkeit, Selbstbeherrschung, Verlässlichkeit, Mut, dynamische Tatkraft, Zielorientierung, Visionen, Willensstärke und Durchhaltevermögen.“

    Der Enkel schaut nachdenklich in die züngelnden Flammen des auflodernden Feuers. Funken steigen auf und verlieren sich im Nachthimmel. Nach einer langen Weile fragt er seinen Großvater:

    „Und welcher der beiden Wölfe wird gewinnen, Großvater?“

    Und der alte Häuptling schaut ihn eindrücklich an und entgegnet:

    „Der wird letztendlich gewinnen, den du am häufigsten fütterst!

    Darum lebe achtsam und lerne beide Wölfe in Dir gut kennen, denn beide sind lebenslang Teil von Dir und jedem anderen Menschen! Bedenke vor allem, dass der eine Wolf den anderen zum Überleben braucht! Daher achte bewusst auf den Ausgleich und vermeide dauerhafte Einseitigkeiten!

    Und dann wähle jeden Moment und jeden Tag von Neuem deinen dich nährenden Wolf!“
     
  7. Leopold o7

    Leopold o7 Sehr aktives Mitglied

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    Ja der Wolf denn man mehr füttert, der lebt in unserer Brust.

    Entweder leben wir mit Liebe im Herzen, oder durch Angst mit Hass und Negativität !!!
     
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