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  1. Hörst du, wie die Wipfel Heilges raunen,
    wenn des Himmels Atem sie erfüllt?
    Wie aus luftig-unbefangnen Launen
    silbern flüsternd Sylphenweisheit quillt? -

    Bäume, die der Sommerwind durchstreift,
    wiegen tanzend sich im Sphärenrausche;
    wenn er spielend Blatt und Ast ergreift:
    Stille, Seele, halte ein … und lausche! -

    Dichter gleichen windbewegten Bäumen,
    darin Zephir lustvoll sich ergeht,
    wenn der Geist aus Seelenweltenräumen
    sanft und wild durch ihre Herzen weht... -

    Darfst auch du beim Lied des Dichters weilen!
    Horche tief in sein Poem hinein:
    Will in schönen versgebundnen Zeilen
    eines Gottes Liebesgruß dir sein!

    (Juli, 1998)

    Leopold o7, .Sternenflug. und Sanni9 gefällt das.


  2. Assoziation: Engel-begleitetes Sterben; sanfter, süßer Tod...Im Staccato des zweiten Drittels ein kurzes, heftiges Aufzucken der letzten Lebenskräfte; der "Stachel" des Skorpion trifft...
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  3. sunnyiii gefällt das.
  4. Betula

    Frühlings
    geht ein zages leises Zittern
    weht ein sanftes helles Flittern
    durch dein zartes
    goldengrünes Kleid.

    Träume
    ziehn auf flügelleichten Schimmeln
    flieh zu schönen fernen Himmeln
    aus dem Schoße
    dunkler Erdenzeit.

    Sylphen
    sonnen sich in deinem Glanze
    necken dich im Freudentanze
    streicheln
    deinen silberweißen Leib.

    Jugend
    bringt dein süßes warmes Weben
    Tugend
    schwingt in deinem reinen Leben
    Birke
    edles licht-umkostes Weib!


    Werdender


    sunnyiii und Leopold o7 gefällt das.
  5. Von Goethe ist überliefert, anstelle einer Tischrede folgendes Gedicht aus dem Stegreif vorgetragen zu haben:

    Wasser allein macht stumm,
    das beweisen im Meere die Fische.
    Wein allein macht dumm,
    das beweisen die Herren am Tische.
    Und weil ich nicht dumm noch stumm will sein,
    trink ich gemischt mit Wasser den Wein!

    Diese Gedichtform(?) habe ich aufgegriffen und damit die Thematik der gegensätzlichen physiologischen Wirkungen von Kaffee und Tee charakterisiert, wie sie Rudolf Steiner auseinandergesetzt hat. Steiner bezeichnet den Kaffee als ein "Journalistengetränk", weil die spezifische Coffein-Wirkung das Denken stark konzentriere und komplexe Gedankenzusammenhänge leichter herzustellen ermögliche. Hingegen spricht er beim Tee als von einem "Diplomatengetränk", da die Wirkung des Coffeins im Tee das Denken lockere und löse, die Gedanken zerstreue und es den Botschaftern auf ihren Empfängen ermögliche, sich leicht mit den unterschiedlichsten Themen gleichzeitig - wenn auch weniger tiefschürfend - beschäftigen zu können. - Daher meine Widmung für beide großen Denker:

    Der Kaffee macht furchtbar gescheit,
    das beweisen Journal-Kommentare.
    Der Tee macht entsetzlich zerstreut,
    das beweisen die Staatsmissionare.
    Und weil ich nicht gescheit noch zerstreut will sein,
    sag ich zu Kaffee und Tee kurzum: Nein!
    Leopold o7 gefällt das.
  6. Gibt es typische Berufe für Männer und für Frauen? Jawohl, die gibt es. Und dabei spielt nicht nur die unterschiedliche rein physische Konstitution der jeweiligen Geschlechter eine Rolle, sondern die über-physische Beschaffenheit auch des nach dem physischen Leib nächsthöheren Wesensgliedes, des Ätherleibes. Dabei erfolgt die Unterscheidung hinsichtlich ihrer berufsmäßigen Tauglichkeit und Geeignetheit relativ nach den selben Kriterien wie bei der Differenzierung zwischen den physischen Geschlechtern, denn so verschieden wie hier der körperliche Sexus ist, ist es auch der ätherische.

    Rudolf Steiner fand eine geistige Tatsache bestätigt, die schon lange vor seiner eigenständigen Entdeckung bekannt war: Dass nämlich der Ätherleib des Mannes weiblichen und der Ätherleib der Frau männlichen Geschlechts ist, der Astralleib bei beiden Geschlechtern androgyn, zwittrig, das ICH hingegen geschlechtslos. Damit ergeben sich nicht nur für die physische, sondern auch für die ätherische Anatomie geschlechterspezifische Berufsqualifikationen. Da wiederum Astralleib und ICH beide Geschlechter in sich vereinen bzw. ausschließen, kommen diesbezüglich für Mann und Frau bestimmte Tätigkeiten gleichermaßen zu oder eben nicht in Frage.

    Die Berufsausübung findet durch praktische Tätigkeit statt. Die Tätigkeit an sich kann man grundsätzlich auf zwei Ebenen gestellt erkennen, auf eine praktisch-handwerkliche und eine theoretisch-geistige. Auf letzterer, der höheren Ebene, sind vor allem wissenschaftliche und geisteswissenschaftliche, auch intellektualistisch spezifizierte Berufe angesiedelt. Klassische Beispiele sind Theologe, Philosoph, Psychologe, Musiker, Historiker, Pädagoge, Physiker, Biologe. Diese Berufe erfordern vor allem den Einsatz gesunder seelischer und geistiger Fähigkeiten, darüber Mann und Frau in gleicher Weise verfügen können. Wenn auch in solchen Berufen jedes Geschlecht seinen wesenseigenen Charakter mit einträgt - also z.B. ein männlicher Lehrer eher autoritativ, ein weiblicher mehr solidarisch auf die Schülerschaft wirkt -, so tragen sie dennoch - oder gerade deshalb - durch die wechselseitige Ergänzung zur Vervollkommnung der Berufsaufgabe bei.

    Bei den rein praktischen Berufen stellt sich die Frage der der geschlechterspezifischen Eignung nur marginal; hier steht die individuelle Eignung schnell fest. Eine Frau, die auf dem Bau oder in einer Schreinerei arbeiten möchte, wo also eine kraftvolle, zähe Vitalität vorteilhaft wäre, und ein Mann, der gerne Kleidungsstücke entwirft oder als Kosmetiker tätig sein will, um seine Liebe zu Formen und Farben in der Welt der Mode ausleben zu können, werden sicher wissen - zumindest recht bald nach dem Beginn ihrer Tätigkeit dort -, ob sich mit ihrer Entscheidung ihr Berufswunsch erfüllt hat oder nicht.

    Nun gibt es, wie erwähnt, auch Berufe, deren Effizient und Effektivität auf das spezifische Geschlecht des Ätherleibes ausgerichtet ist. Diese Tatsache wird aber gegenwärtig nicht mehr (oder noch nicht) erkannt und verstanden, was schlichtweg in nichts anderem begründet ist als in der geist-blinden materialistisch beschränkten Sichtweise der heutigen allgemeinen Menschheit.

    Zunächst ist es wichtig zu bedenken, dass die ausgeprägte Plastizität und Flexibilität seiner physischen und geistigen Glieder es dem Menschen erlaubt, bis zu einem gewissen Grade mancherlei Fähigkeiten des jeweils anderen Geschlechtes auszubilden und sich dadurch für einen hohen Anteil aller Berufe geeignet zu machen. Dazu muss man aber um die jeweilige Konstitution der Wesensglieder wissen. Und je mehr man darüber weiß, je mehr man ihre Komplexität durchschaut und sich in ihr sicher zu bewegen und zu handeln imstande ist, desto gewisser wird man ihre Modifizierung durchführen können. Einen Mann kann man körperlich zumindest äußerlich in eine Frau umwandeln, eine Frau in einen Mann; nur wird man diesen zum Gebären und jene zum Kinderzeugen nicht bringen können.

    Da es außer durch intensive subtile Magie uns nicht möglich ist, in die höheren Wesensglieder vorzudringen und dort substanzübergreifende Veränderungen zu bewirken, ist auch eine Ein- oder Umstellung des Ätherleibes auf gegengeschlechtsspezifische Eignungen nicht durchführbar.

    Die spezifischen "ätherischen" Männer- und Frauenberufe werden als solche vom gegenwärtigen Standpunkt aus nicht als solche erfasst, und man wird einmündig darüber den Kopf schütteln, eine solche "irrsinnige" Differenzierung überhaupt zu erwägen. Ich werde sie dennoch wagen, freimütig und erhobenen Hauptes, hoffend, da oder dort Besinnung und vielleicht sogar verständige Einsicht zu provozieren. Ein Beispiel möge genügen:

    Man frage sich einmal, weshalb der Beruf des Arztes seit jeher ausschließlich von Männern ausgeübt wird. Freilich kann man lapidar antworten: Weil eben seit jeher die Männer dem beruflichen Erwerb Dienst leisten, um die Familie genugsam in einigem Wohlstand, wenigstens am Leben zu erhalten, und - ohnehin -, weil der Arztberuf seit jeher einen hohen sozialen Stand und ehrfürchtige Anerkennung genießt von der Holzbank bis zum Kaiserthron, all welcher Ehre kein echter Mann entsagen wolle.

    Auf meine Recherchen hin, großteils im Internet, fand ich "Studien" , die sämtlich belegen sollen, dass Männer und Frauen gleichermaßen weibliche Ärzte gegenüber männlichen bevorzugen. Bei genauerem Hinsehen erweisen sich jene "Fakten" in aller Regel als von Feministen zusammengetragen - was aber weiter nicht mehr bedeutet, als dass Andersliegendes wohl nicht veröffentlicht ist - also durchaus vorhanden sein könnte; und selbstverständlich darf die hohe Befangenheitsquote, ein enormer Lobbyismus und vielfach dilettantisches Unvermögen unter den meisten Feministen als denkbare Ursache für jene verdächtig einseitige "Faktenlage" nicht außer acht gelassen werden. Man gewinnt rasch ein realistischeres Bild, wenn man einfach nur einmal insbesondere chronisch kranke Familienangehörige, Freunde, Bekannte und Kollegen nach ihren Vertrauens- und "Lieblingsärzten" fragt, denn dann wird sich die "weibliche" Waagschale deutlich nach oben bewegen. Und nein, nicht primär deshalb wird der Arzt bevorzugt, weil er der "nächste" am Ort oder sonst wie einfacher zu erreichen ist (solche Begründungen können oftmals die unbewussten wirklichen Intentionen überdecken), sondern einfach, weil man ihm vertraut und weil er in den meisten Fällen geholfen hat.

    Die echten(!) Heilerfolge männlicher Ärzte hängen grundsätzlich mit deren weiblichem Ätherleib zusammenhängen. "Grundsätzlich" betone ich, da die gegenwärtige moderne Medizin durch den intellektual-materialistischen Un-Geist vergiftet ist und die energetischen Strömungen des Ätherleibes stark unterdrückt und hemmt. Denn was liegt an dem Ätherleib, insbesondere an dem weiblichen des Mannes?

    Die spirituelle Geisteswissenschaft lehrt, dass der Ätherleib der Träger des Lebens und der lebenerhaltenden Kräfte ist, weshalb er auch Lebensleib genannt wird. Dieser ist es, welche unseren an sich toten Körper verlebendigt und wachsen und gedeihen lässt. Das sogenannte Abwehr-System mit all seinen Funktionen ist ein Wunderwerk des Ätherleibes. Wenn der Mensch geboren wird und als Kind heranwächst, überwiegen die Lebenskräfte die abbauenden astralischen Kräfte, die die Grundlage für das Selbst-Bewusstsein schaffen, weit, durchsaften den physischen Leib und halten sein Ich-Bewusstsein mäßig zurück. Nach der Lebensmitte lassen die Ätherkräfte allmählich nach, der physische Leib beginnt abzubauen, doch nun gewinnen die abbauenden astralischen Kräfte und erwecken mehr und mehr das Selbst-Bewusstsein für die Sinn- und Zweckfragen des Daseins.

    Die Lebens-Natur ist beim männlichen und weiblichen Ätherleib gleich stark, und es leuchtet ein, dass ein besonders kraftvoller Lebensleib in gewisser Weise auch auf andere physische und ätherische Leiber einwirken kann, zumal, wenn diese geschwächt oder krank sind. Schon allein hierin zeigt sich uns die ganz besondere ethisch-moralische Stellung des Arztberufes. Ein Arzt heilt eigentlich sozusagen durch seinen Ätherleib, indem er ihn dem Kranken intensiv zuwendet.

    Wodurch unterscheiden sich nun männlicher und weiblicher Ätherleib? Im Grunde durch nichts anderes als durch das, wodurch sich funktionell auch die physischen Geschlechter unterscheiden: Durch die Empfängnis- und Gebärfähigkeit des einen und die Zeugungs- und Aufrichtekraft des anderen. Der männliche Ätherleib wirkt auf Seele und Geist des Mannes befruchtend, euphorisierend und schöpferisch anregend, er lässt im Manne auf einer höheren Ebene das mütterliche Prinzip lebendig werden. Andererseits nimmt der weibliche Ätherleib auf Seele und Geist der Frau einen festigenden, stabilisierenden und ausgleichenden Einfluss, welcher alsdann in ein natürliches Bedürfnis, demgemäß sich darzuleben zu wollen, übergeht. Darin liegt einerseits der Grund für die große künstlerische Schaffenslust und Schöpferkraft, den reichen Erfindergeist und den feurigen Forschungsdrang insbesondere solcher Männer, die sich gern mit Frauen umgeben oder von vielen ihrer reichlich geistig "befruchtet" und "aufgerichtet" - inspiriert - werden. In ihnen reift und wächst - verborgen und unscheinbar zunächst -, was der geistige Same des männlichen Ätherleibes in der Seele des Mannes zum Leben erweckt hat, mit dem er verschwiegen und heimlich "schwanger" geht, bis es eines Tages als neues Schöpfungswerk, als eine lebendige Idee das Licht der Welt erblickt. Und deshalb sind andererseits besonders solche Frauen die wunderbarsten Mütter, Hausfrauen und Lebenspartner, die auf die Aufrichte- und Haltekraft der Männer, die sie umgeben, vertrauen und bauen können. Die liebevolle Bezeichnung solcher Frauen als die "gute Seele des Hauses", als die absolut integre und zuverlässige Privat-Sekretärin im bescheidenen Hintergrund eines angesehenen Handwerksbetriebes oder als fähige und hoch respektierte Leiterin eines mächtigen Wirtschaftsimperiums: Fast immer, auch wenn es nicht so scheint, spielt hierbei der Einfluss von ätherisch weiblichen, mütterlich-fürsorgenden Männern eine maßgebliche Rolle.

    Abgesehen davon, dass es selbstverständlich auch künstlerische und geniale Frauen wie auch mütterliche und bevorzugt häusliche Männer gibt. Das aber sind nicht nur Ausnahmen, sondern die Art des künstlerischen Ausdrucks kommt bei der Frau etwas anders zustande als beim Mann, und auch der mütterlich-weibliche Charakter des Mannes muss von dem der Frau fundamental differenziert werden. Hiervon aber vielleicht mal an anderer Stelle. Jetzt geht es um den männlich dominierten Beruf des Arztes.

    Um den bevorzugten Stellenwert des männlichen Arztes anzuerkennen, muss der mütterlich-empfangende, bergende und nährende weibliche Ätherleib des Mannes im Blick behalten werden. Weshalb der männliche Ätherleib auf einen anderen kranken Ätherleib kaum, gar nicht oder sogar negativ wirken kann, das möchte ich in Folgendem veranschaulichen:

    Das Ur-Weibliche offenbart sich - u.a. - durch exzentrische Strahlung und durch Zerteilung, Spaltung, Zersplitterung und Zerstreuung. Das Lebensprinzip verwirklicht sich im Raum und in der Form, und es verliert sich, ungebändigt, in der Auflösung der Formen. Die ur-männliche Kraft strebt nach oben, nach dem Licht, nach Schwerelosigkeit und Leichte. Das Ur-Männliche wiederum drückt sich aus durch nach innen gerichtete, peripherisch umhüllende Kräfte. Es schafft Raum und Form für das Lebensprinzip, verleiht Gestallt, stabilisiert, konzentriert und kristallisiert. Das Ur-Männliche strebt nach unten, zur Schwere und zur Finsternis. Das Ur-Männliche ergänzt sich mit dem Ur-Weiblichen zur universalen schöpferischen Ur-Polarität.

    Es liegt ein tiefes Mysterium darin, dass die Ur-Prinzipien des Männlichen und Weiblichen, so wie sie in die Welt der Substanzialität vordringen, sich dort im jeweils entgegengesetzten Polaritätszentrum darleben. Die weibliche Schöpferkraft tut sich kund im Männlichen, die männliche Form- und Stabilisierungskraft im Weiblichen. Weiß man dies, dann entschlüsselt sich das merkwürdige Yin-Yang-Symbol, der durch eine Wellenlinie zweigeteilte Kreis, dessen schwarzer, nach unten steigender Tropfen einen weißen und dessen weißer, nach oben steigender Tropfen einen schwarzen Punkt enthält, ihr Geheimnis: Aus dem stofflich Männlichen wirkt das geistige Ur-Weibliche, aus dem stofflich Weiblichen wirkt das geistige Ur-Männliche. -

    Somit kann man konstatieren: Durch seine sexuelle Zeugungskraft ist der Mann ur-weiblich, durch seine ätherische Formkraft ist er ur-männlich, und demgemäß ist die Frau durch ihre sexuelle Formkraft ur-männlich und durch ihre ätherische Zeugungskraft ur-weiblich.

    Die alte ursprüngliche(!) jüdische Geheimlehre, die Qabalah, wusste noch - wie auch die ostasiatische Geistesschule - von der Tatsache, dass die Lebens- und Zeugungskräfte nicht, wie seit langem überliefert, männlicher, sondern tatsächlich weiblicher Natur sind und umgekehrt die formenden und nährenden Kräfte nicht weiblicher, sondern in der Tat männlicher Natur. Es gibt alte Gemälde-Darstellungen der göttlichen Trinität, wo noch das weibliche Lebens-Prinzip, der HEILIGE GEIST, als Frau und das männliche Form-Prinzip, der VATER, als Mann dargestellt sind. Das zwischen beiden vermittelnde Harmonie-Prinzip, der SOHN, erscheint darin als jugendlich androgyne Gestalt... .

    Nun können wir zum Fazit dieser Abhandlung kommen:

    Bei einem gesunden Menschen ist der lebentragende Ätherleib im physischen Leib fest inkarniert, und - was maßgebend ist - er ist ein- und ganzheitlich unversehrt. Bei Erkrankung verliert er seinen vollumfänglichen Zusammenhang mit dem physischen Leib und ist dort, wo die Krankheit zentral ausgetragen wird, in einer bestimmten Weise verletzt. An diesen Lokalitäten ist er nicht mehr ordentlich mit den physischen Organen verbunden und man nimmt dort hellsichtig wahr, dass der Ätherleib wie ein sehr lockeres Kleidungsstück am physischen Körper ein wenig hervor- oder übersteht. Insgesamt gewährt der kranke Ätherleib den Anschein der Gebrochenheit, der Zerrüttetheit.

    Welche Kräfte-Wirkungen können dem Zustand der Krankheit, der Zerrüttetheit wieder zu seiner Ganzheit und zur gesunden Stabilität verhelfen? Welche Kräfte müssen wirken, damit der lebensschwache Ätherleib wieder ganz wird? Eben solche Kräfte, die gleichermaßen beleben, vitalisieren und er-gänzen, die den aus der Form geratenen und zu zerfallen drohenden Ätherleib wiederum in seine Form bringen, ihn zusammenfügen, heil-machen. Und welche Art von ätherischen Kräften sind hierzu besser prädestiniert als die weiblichen des männlichen Körpers, die so auf den Ätherleib des Kranken wirken, dass sie ihm wiederum seine festgefügte, einheitliche Gestalt zurückgeben und ihn im physischen Organismus fest verankern. Der Arzt, der sich vollbewusst und mit ganzer Seele dem Kranken zuwendet und ihm durch seine Berührungen etwas von den eigenen vitalen stabilisierenden und heilmachenden weiblichen Lebenskräften übergeben kann, kann daher nur ein Mann sein.

    Vielleicht wird jetzt auch verständlich, weshalb Christus, der Heiland aller Menschen, als Mann aufgetreten ist und als solcher geheilt hat, warum er allein durch das Auflegen seiner Hände Gebrochenes, Zerrüttetes und Entzweites wieder ganz zu machen und zu heilen vermochte - und warum er seine männlichen Jünger aussandte, damit sie es ihm gleichtun!

    Was würde man bei einem kranken Ätherleib durch den männlichen Ätherleib erreichen? Wohl würde man ihm erneuernde Belebungskräfte vermitteln, aber die Tendenz des männlichen Ätherleibes, exzentrisch zu zerstrahlen, zu zerstreuen und zu zersplittern würde den ohnehin "baufälligen" Ätherleib des Kranken noch weiter, wenn auch auf sehr subtile Weise, in den Verfall hineintreiben; da würden dann stärkende und schwächende Kräfte gegeneinander wirken und einen Heilungsprozess zum Stocken bringen. So, wie der Mann unmittelbar durch seinen Ätherleib die Heilung herbeiführen könnte, so muss sich der weibliche Arzt darauf beschränken, um erfolgreich zu sein, auf äußere Mittel zurückzugreifen, welche ihrerseits den Ätherleib gesunden lassen. Deshalb ist die Domäne der heilkräftigen Substanzen das Ressort der weiblichen Heilerkaste, und überall da kommt ihr segensreicher Einfluss zur Geltung, wo sie als weise, in die Geheimnisse der Naturkräfte eingeweihte "Kräuterfrauen" oder "Kräuterhexen" heilsamen Rat und Hilfe spenden. -

    Ein sehr wichtiger Punkt bezüglich des Heilerfolges ist selbstverständlich das selbstlose Interesse des Arztes für den Patienten. Seine seelische Gestimmtheit ihm gegenüber hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Heilerfolg. Tatsächlich können echte empathische Zuwendung und eine liebe- und verständnisvolle Be-handlung mächtig viel bewirken - ebenso, entsprechend umgekehrt, Desinteresse und ein liebloser Abfertigungsstil. Der gegenwärtige Arztbetrieb, überwacht und dirigiert vom Mammon, erlaubt es vielen Ärzten, die es von Herzen gern täten, immer weniger, menschliche Anteilnahme zu entwickeln oder sie spüren zu lassen. Weil allerdings für die seelischen Befindlichkeiten eher Frauen einen ausgeprägteren Sinn haben, könnte dies der primäre Grund für die Annahme sein dafür, dass mehr Ärztinnen als Ärzte aufgesucht würden. Die oben dargelegte Geist-Gesetzmäßigkeit wird davon nicht berührt.

    Zusammengefasst können wir konstatieren:

    Der Ätherleib des Mannes ist weiblich und besitzt auf seelisch-geistiger Ebene funktionell die weiblichen Eigenschaften des Empfangens, Nährens, Gestaltens und Gebärens, was sich insbesondere durch seine schöpferische Ausdruckskraft darlebt. Als männliches Ur-Prinzip entspricht er den peripherisch kreisenden und den raumbildenden, formgebenden und statisierenden Kräften. Dies prädestiniert ihn dazu, geistig-ätherisch ganz-machend, heilend und gesundend auf den erkrankten Ätherleib anderer zu wirken.

    Der Ätherleib der Frau ist männlich und besitzt auf seelisch-geistiger Ebene funktionell die männlichen Eigenschaften zu befruchten, aufzurichten und zu inspirieren, was sich insbesondere durch ihre organisatorischen, ordnenden und harmonisierenden Fähigkeiten darlebt. Als weibliches Ur-Prinzip entspricht er den zentrisch strahlenden, raum- und formsuchenden, lebenspendenden und dynamisierenden Kräften. Dies macht ihn zum geistig-ätherischen Heilen wenig geeignet, dafür desto mehr, sich mit den heilenden Kräften der Natur zu verbinden und durch weisheitsvolle Kenntnis um das Wesen und die Anwendung heilender Substanzen Gesundheit und Heil zu vermitteln.

    Im Christus-Jesus auf der Erde hat sich das männlich-ätherische Heiler-Prinzip auf edelster Stufe verwirklicht und offenbart, und in einem anderen Heiler nach ihm verbanden sich das männliche und das weibliche Heiler-Prinzip in einmalig grandioser Weise, weshalb er noch heute unter dem ehrwürdigen Namen Paracelsus das hehre Ideal jeglicher Heilkunst und Heilkunde ist. Denn darauf kommt es bei einem echten Heiler letztendlich an: Dass er sein Wissen, seine Kunst und seine Weisheit im Geist der Menschenliebe anwendet und er seine heilende Behandlung zur heiligen Weihe-Handlung, zu einem liebevollen Gottes-Dienst am Krankenbett gestaltet.











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  7. Zeichen am Himmel ...

    Wir wissen wohl, dass unser Sonnenlicht keinerlei bunte Farbigkeit enthält. Auf Fotografien und auf Filmmaterial erscheint der Sonnenstern - sofern am vollhellen Tage aufgenommen - immer reinweiß. Dieser Eindruck ändert sich aber, wenn wir ihn wenige Stunden nach seinem Aufgang oder am späten Nachmittag betrachten oder auch während der Tag-Nacht-Gleichen, wenn er also in mäßiger Distanz über dem Horizont steht: Dann nämlich zeigt die Sonne einen satten leuchtenden Gelbton und überflutet Wolken und Landschaft mit einem warmen strahlenden Gold.

    Zunächst sei angemerkt, dass wir das Phänomen vom Standpunkt der gemäßigten mittleren Breiten aus untersuchen; das ich wichtig, denn nur dort lässt sich die Tatsache ausmachen, dass die Sonne desto weißer erscheint, je höher sie am Himmel steht und dass sie in diesen Gegenden auch die kräftigste und am längsten anhaltende Dämmerungsröte entfacht.

    Demgemäß lässt sich allgemein sagen: Wenn die Sonne vom Betrachter aus zwischen ihrem höchsten Kulminationspunkt und der Horizontlinie schwebt, erscheint sie unserem Auge in gelber Farbe - zumindest annähernd, aber nicht mehr bzw. noch nicht rein weiß und noch nicht bzw. nicht mehr gerötet.

    Die Sonne hat die Gestalt einer vollkommenen Kugel. Ermittelt man das Verhältnis ihrer Größe zur Größe der gesamten Hemisphäre, über die sie wandert und ihre weiten Bögen zieht, so kann man sie darin zweifelsfrei als einen beweglichen Punkt bezeichnen, als einen Punkt allerdings von gewaltiger, höchst konzentrierter Leuchte- und Strahlkraft.

    Das Gelb der Sonne und ihre Punktgestalt nehmen wir wahr, wenn wir sie unmittelbar anschauen, was aber u.U. dem Auge gefährlich werden kann. -

    Die Dämmerung findet statt während des Auf- und Untergangs der Sonne am Horizont. Bei vollkommen klarer Witterung - und am intensivsten während des Sommers - erglüht die Sonne und mit ihr der tiefliegende Himmel in flammender Röte. Dabei sind alle Schattierungen möglich, vom brennenden Gold-Orange zu Beginn ihres Falls bzw. während ihres Aufstiegs bis hin zum leidenschaftlichen Magenta-Rot während ihres Abtauchens in die nächtliche Finsternis bzw. kurz vor ihrem Sichtbarwerden.

    Bleibt die Atmosphäre während des Dämmerungsaugenblicks klar, dann fällt auf, dass nicht der gesamte Himmelsraum von der Röte ergriffen wird, sondern nur ein begrenzter niedriger Streifen des Horizontes. Und befindet sich die Sonne noch bzw. bereits unter dem Horizont, dann erscheint das infernalische Leuchtfeuer als ein gleichmäßiges schmales Band, in dem wir - im Gegensatz zum Sonnenkörper - schlichtweg ein zweites geometrisches Grundelement, den Zug einer waagrechten geraden Linie, erkennen können. -

    Der rotglühende Dämmerungsstreifen ist als solcher am reinsten wahrzunehmen, wenn die Sonne schon bzw. noch untergetaucht, also unserem Auge entrückt ist, aber doch ihm nahe genug, um eindeutig als eine horizontale Linie eingestuft werden zu können. -

    Und schließlich, an einem wolkenlosen und klaren hellichten Sonnentag, lenken wir unseren Blick auf die Himmelskuppel selber: Ihr herrliches reines Blau erstrahlt am intensivsten und klarsten an der ihm parallel gegenüberliegenden Sonnenseite, dort, wo die Sonne genau hinter uns liegt, wo wir von ihr vollkommen abgewendet sind und sie nicht sehen. Hierbei erweisen sich auch die Tage des Hochsommers und des Tiefwinters als die Zeit der ausgeprägtesten Himmelsbläue. Was, wenn das gesamte Firmament von der wundervollen Himmelsbläue umfasst erscheint, gewahren wir da anderes als ein drittes geometrisches Grundprinzip: Eine alles überspannenden Fläche! -

    Somit haben wir in den wesentlichen sphärischen Lichtphänomenen am klaren Tageshimmel zwei Ur-Trinitäten entdeckt:

    1. Die drei Grundfarben Gelb, Rot und Blau. Diese Dreiheit vertritt die universalen Emanationsstufen des Lebens, des reinen Seins.

    2. Die drei grundlegenden Geometrie-Prinzipien Punkt, Linie und Fläche. Diese Dreiheit bildet die Grundstruktur des Raumes und der Formen und Körper.

    3. Diese beiden Ur-Trinitäten lassen sich wiederum in der Dimension des Zeitlichen wiederfinden, wo sie in den Tages- und Jahreszeiten ihre eminenteste Ausprägung darlegen.

    Sein, Raum und Zeit eine Offenbarung des Farben-Wesens - und umgekehrt! Und die Farben ihrerseits als Schöpfung der visuellen Ur-Prinzipien Licht, Finsternis und Trübe ein Ausdruck derselben. Dies wollen wir zum Schluss dieser fundamentalen Farben-Betrachtung konstatieren:

    I. Getrübtes Licht erscheint gelb; gelb ist durchlichtete Trübe. Damit wird das Gelb zum farblichen Bild des Mediums zwischen Licht und Zwielicht.

    II. Licht durch Finsternis erscheint rot; rot ist überfinstertes Licht. Damit wird das Rot zum farblichen Bild des Lichtes.

    III. Finsternis durch Licht erscheint blau; blau ist überlichtete Finsternis. Damit wird das Blau zum farblichen Bild der Finsternis.

    Es mag irritieren, dass nicht das Gelb als die überhaupt hellste Farbe des Farbenkreises das Licht-Element, oder - worauf noch eigegangen werden wird - nicht das Violett als die dunkelste Spektral-Farbe das Finsterns-Element vertritt. Man habe aber den dynamischen, dynamisierenden Charakter der roten Farbe im Auge, den sie mit dem Charakter des Lichtes teilt, gleichwie die beruhigende und statisierende Wesensart der blauen Farbe, die diese mit der Finsternis gemeinsam hat. -

















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  8. Wie die blendwütige Sonne
    ihren gleißenden Strahl
    in mein müdes
    Auge schlägt ...

    Wie ihr Donnergedröhn
    trümmerheischend
    mein schmerzzuckendes
    Herz durchbebt ... -

    Nacht, dunkelschwere!
    Hülle mich
    in dein
    schweigendes Nichts,
    dass ich
    an den Klippen
    des licht-tosenden Tags
    nicht zerschelle ... !

    (Dezember, 2014)
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  9. Als einmal Jesus mit einigen seiner Freunde die bergigen Schluchten Palästinas durchwanderte, blieb er vor einem hoch aufragenden Fels plötzlich stehen. Er hatte an ihm hinaufgesehen und inmitten darin einen schmalen engen Spalt bemerkt, aus dem ein sonnengelb blühendes Pflänzchen hervorgewachsen war und so der öden grauen steinernen Wand eine liebliche Zierde verlieh. - Da rief Jesus, von diesem Anblick ergriffen, seine Freunde zu sich herbei, wies auf das kleine Wunder und sprach zu ihnen: "Wie wäre der Felsen kahl ohne dem Leuchten der Blüte! Was wäre aus ihrem Samen geworden, hätte nicht der Fels ihm seinen Riss geboten! - Wahrlich: Da, wo eines dem anderen dient, ist Leben!"

    (Frei nach Margot Bickel)
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  10. A: "Gesetzt, Gott, der Allmächtige, schüfe einen Stein so schwer, dass er selbst diesen anzuheben nicht imstande wäre: Er wäre nicht mehr allmächtig!" -

    B: "Narr, der du bist! Nicht im Tun erweist sich Macht, sondern im Willen, welcher jeglichem Tun zugrunde liegt. Im Geiste Gottes west der All-Wille, und dieser vermag, was immer er sich selbst befiehlt. - Darin bezeugt er - wahrhaftig! - seine All-Macht. - So hüte dich denn, seiner zu spotten, auf dass er deine Unzulänglichkeit nicht gänzlich in Ohn-Macht banne!"
    Solis gefällt das.
  11. Nicht dass ich, wie's euch scheinen müsst', ein Alles-Wisser heiß:
    Es gibt gar nichts, was ich nicht wüsst' - nur, was ich noch nicht weiß.
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