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  1. 4. Buddhistische Achtsamkeitslehre
    im Vergleich zum hier vorstellten Aufmerksamkeitsprinzip


    Die buddhistische Achtsamkeitslehre ist auf das ganz bewusste Erleben von Gefühlen, Gedanken und Handlungen im Hier und Jetzt konzentriert. Damit ist sie auf das so genannte ICH-Bewusstsein reduziert. Diese Reduziertheit kommt im sogenannten Aufmerksamkeitsfokus zum Ausdruck. Er ist das notwendige Tool, damit Achtsamkeit überhaupt umgesetzt werden kann. Dieser Fokus muss deswegen als reduziert verstanden werden, weil er nicht gleichzeitig auf sämtliche Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und Vorstellungen gerichtet werden kann, sondern stets nur auf ganz bestimmte. Diese Reduziertheit von Achtsamkeit auf etwas jeweils ganz Konkretes, ist jedoch keine Aufmerksamkeit an sich, sondern eine Folge von Aufmerksamkeit. Und genau das beschreibt die buddhistische Achtsamkeit. Das Achtsamkeitstool namens Aufmerksamkeitsfokus ist reduziert auf das ganz bestimmte Identifizieren mit bestimmten Bewusstseinsinhalten und nicht auf alle.

    Wo hingegen Aufmerksamkeit keines ICH-Bewusstseins bedarf. Denn ein ICH (ein Fokus, ein Achtsamkeitstool) ist nicht immer vorhanden, sondern nur manchmal, wie jeder von uns weiß und bestätigen kann. Denn wenn man schläft und nicht träumt, dann gibt es kein ICH (und damit auch keine buddhistische Achtsamkeit), das sich mit bestimmten Bewusstseinsinhalten beschäftigen oder identifizieren könnte. Aber es ist auch dann Aufmerksamkeit vorhanden, damit es zu einem Aufwach-Impuls kommen kann.

    Das reduzierte ICH-Bewusstsein dagegen (=Achtsamkeit) ist zudem temporär, es unterliegt den Aspekten der Zeit und ist damit abhängig von Aufmerksamkeit, weil erst dieser Wechsel auf bestimmte Bewusstseinsinhalte die zeitlichen Aspekte von Vergangenheit und Zukunft hervorbringt. Könnte man dagegen seinen Fokus auf sämtliche Sinneswahrnehmungen, Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und Vorstellungen ständig gerichtet lassen, dann gäbe es keine solchen zeitlichen Unterschiede in Vergangenheit und Zukunft.

    Aufmerksamkeit an sich hingegen ist deswegen nicht an die Aspekte der Zeit gebunden oder von ihnen abhängig, weil sie die erschaffende Instanz solcher Eindrücke ist. Sie bringt den Aufmerksamkeitsfokus an sich zustande, der anschließend die Aspekte der Zeit erzeugt, wie eben dargestellt.

    Im Gegensatz zur Achtsamkeit (=Ich-Bewusstsein/Aufmerksamkeitsfokus) ist Aufmerksamkeit an sich immer vorhanden, denn man ist auch ohne ein eigenständiges ICH-Bewusstsein vorhanden und ist nicht einfach verschwunden im Sinne von Nicht-Existenz, nur weil man vorübergehend nichts bewusst erlebt und sich vorübergehend mit nichts identifiziert.

    Die buddhistische Achtsamkeit, die eine sehr wichtige und wertvolle Lehre ist, beschränkt sich ausschließlich auf das ICH, während das Aufmerksamkeitsprinzip erklärt, warum es Aufmerksamkeit bedarf, um überhaupt eine ICH-Achtsamkeit (ein Achtsamkeits-Tool in Form eines Fokus) hervorbringen zu können.

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  2. 3. Die Naturgesetze der Beobachtung
    Aufmerksamkeitsqualitäten


    Es gibt Regeln, nach denen bestimmte Vorgänge ablaufen, die kein Mensch aufgestellt hat, die aber für alle Menschen gelten. Dazu zählen die sogenannten Naturgesetze. Beispiel: Das Naturgesetz der Gravitation. Oder das Gesetz der elektromagnetischen Kraft. Kein einziges der vier bereits bekannten Naturgesetze hat ein Mensch selbst erschaffen oder durch irgendeine Aktion zustande gebracht. Naturgesetze sind Wahrheiten und keine Meinungen oder Ansichtssachen. Wissenschaftler sprechen dabei weniger von Naturgesetzen als vielmehr von Regelmäßigkeiten in beobachtbaren Systemen, um mögliche Zirkelschlüsse zu vermeiden.

    Neben den vier Naturgesetzen für Materie, Kräfte und Wirkungen, gibt es weitere Gesetze für die bei all diesen Vorgängen geltenden Beobachtungen. Das heißt, sie betreffen nicht das jeweils Beobachtbare, sondern den Vorgang der Beobachtung selbst. Das im Nachfolgenden genannte ”Beobachten“ steht dabei stellvertretend

    - für sämtliche sinnlichen Fähigkeiten wie Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten
    - sowie für sämtliche sensorischen Fähigkeiten wie den Gleichgewichts- und Orientierungssinn, die Intuitionen und Ahnungen
    - sowie für sämtliche anderen kognitiven Fähigkeiten wie Denken, Erinnern, Vorstellen, Assoziieren. All das wird hier zu dem Begriff ”Beobachten“ zusammengefasst.

    Die beiden für Beobachtungen geltenden Naturgesetze lauten:

    Natur-Beobachtungsgesetz-1:

    Zwischen dem Beobachter und dem, was er beobachtet, muss es eine unverzichtbare Distanzierung geben, weil sonst keine Beobachtung zustande kommt. Die Distanzierung ist nicht gleichbedeutend mit verbindunglos, sondern gleichbedeutend mit der Notwendigkeit, um Unterschiede erkennen zu können.

    Visualisierung:

    Beobachter (2) <----> (1) Aufmerksamkeit <----> (3) Das Beobachtbare

    Die Pfeile zeigen auf, dass Aufmerksamkeit sowohl auf den Beobachter (2) wie auch auf das Beobachtbare (3) gerichtet sein muss, um das Vorhandensein beider bezeugen zu können, dann einen Vergleich zwischen beiden anstellen zu können und schließlich die Unterschiedlichkeit beider feststellen zu können. Ferner stellen die Pfeile die Verbundenheit aller Beteiligten eines Beobachtungsvorgangs dar. Sie sind zwar voneinander getrennt, aber eben nicht im Sinne von verbindungslos.

    Natur-Beobachtungsgesetz-2:

    Die Richtung von Beobachtung weist stets vom Beobachtungsstandpunkt weg, und niemals zu ihm hin.
    Das Benutzen eines Spiegel oder irgend eines anderen Hilfsmittels, setzt diese Regel nicht außer Kraft.

    Als Visualisierung kann man sich eine Kugel vorstellen, bei der der Mittelpunkt gleichbedeutend mit dem jeweils gewählten Aufmerksamkeitsstandpunkt ist.
    Die Richtung weist stets vom Mittelpunkt weg in jene Richtung, auf die der Aufmerksamkeitsfokus und damit der Beobachtungsvorgang gerichtet wird.

    Schlussfolgerung

    Diese beiden Beobachtungsgesetze zeigen auf, warum eine Selbstbeobachtung unmöglich ist.
    Es handelt sich um fundamentale Aufmerksamkeitsqualitäten.
    Beide Naturgesetze führen zu der unvermeidlichen Schlussfolgerung:

    Alles, was ich beobachten kann und worüber ich etwas weiß, kann unmöglich ich sein.

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  3. 2. Aufmerksamkeit erschafft erfahrbare Welten
    Illusionäre Welten und Realität

    2.1. Illusionäre Welt - Die größte Illusion von allen

    Wenn ich aus dem Fenster schaue, denke ich, dass ich den Ausblick, der sich mir bietet, mit meinen Augen sehe. Beispielsweise wenn ich abends am Fenster stehe und die Sterne anschaue, dann sage ich ”Ich blicke hinaus in das Universum“. Ich formuliere das so, weil ich gelernt habe, es so ausdrücken. In Wirklichkeit passiert jedoch etwas vollkommen anderes.

    Ich kann die Welt mit meinen Augen nicht sehen. Ich sehe etwas, das mit Hilfe der Augen und meines Gehirns als Bewusstseinsausdruck in meinem Aufmerksamkeitsfokus erschaffen wird. (Anm.: Es heißt deswegen korrekterweise Bewusstseinsausdruck und nicht Eindruck, weil etwas Bestimmtes zum Ausdruck kommt). Ich sehe etwas in meinem Fokus, und nicht die Aussicht außerhalb des Fensters.

    Wenn ich mein Gehirn öffnen ließe und man es untersuchte, würde man darin nichts anderes als – vereinfacht gesagt - nasses Fleisch finden, Nerven- und andere Zellen, die damit beschäftigt sind, sich selbst aufrecht zu erhalten und die zudem in einem geradezu orchestralen Miteinander elektrische Impulse und Neurotransmitter austauschen (Anm.: Neurotransmitter sind chemische Botenstoffe in Form von Derivaten von Aminosäuren sowie Oligopeptiden). Doch all dies beinhaltet oder transportiert nichts Zusätzliche, weder eine Form, ein bestimmtes Design, noch die ersten Noten von Beethovens 5. Symphonie, sondern ein Impuls ist elektrische Energie. Nicht mehr und nicht weniger. Elektrizität beinhaltet oder transportiert nichts Zusätzliches, sondern ausschließlich sich selbst. Trotzdem sehe ich am Nachthimmel die Sterne.

    Solange ich am Fenster stehe und meine Augen geöffnet halte, füllt sich meine Aussicht auf das Universum ganz mühelos. Wenn ich nun meine Augen schließe und an diese Aussicht denke, ist es sicher nicht so lebhaft und vollständig wie die, die ich bei geöffneten Augen bemerke. Doch in beiden Fällen entsteht die Aussicht mit Hilfe des Gehirns erst in meinem Aufmerksamkeitsfokus. Die Erfahrbarkeit von ”Da ist etwas“ scheint als ein bestimmtes Produkt aus dem Schwingungsverhalten von Energie des gesamten elektromagnetischen Spektrumbereichs zu sein, und die Augen sind für einen bestimmten Bereich davon zuständig.

    Aber wie kann es sein, dass bei geschlossenen Augen eine Aussicht entsteht, ohne das etwas Schwingendes auf die Augen fällt, um diese Impulse erzeugen und sie ins Gehirn senden zu können? Wie können wir mit geschlossenen Augen trotzdem Licht und Helligkeit sehen, so wie es zum Beispiel beim Träumen der Fall ist?

    Im Nachfolgenden werde ich das elektromagnetische Spektrum kurz als ElSpek bezeichnen.

    Tasten

    Die gleiche Frage wie beim Ausblick aus dem Fenster kann über ein Buch gestellt werden, das ich gerade lese. Das Buch befindet sich nicht außerhalb von mir, sondern es entsteht mit Hilfe meines Gehirns und befindet sich als Bewusstseinsausdruck in meinem Fokus. Da ich die Festigkeit des Buches mit meinen Händen fühlen kann, denke ich, das Buch befinde sich außerhalb von mir. Jedoch entsteht auch das Gefühl der Festigkeit ebenfalls mit Hilfe meines Gehirns erst in meinem Fokus.

    Die Nerven in meinen Fingerspitzen senden elektrische Impulse zum Zentrum des Tastsinns in mein Gehirn. Doch wenn ich das Buch berühre, dann fühle ich seine Beschaffenheit, die glatte Oberfläche der Seiten, die Qualität des Buchdeckels und die Schärfe der Seitenränder nicht außerhalb von mir, sondern ich fühle all das mit Hilfe meines Gehirns in meinem Aufmerksamkeitsfokus.

    Ich kann das sogenannte Original des Buches nie berühren, weil das einzige jemals für mich existierende Original nur das ist, was mit Hilfe meines Gehirns als Bewusstseinsausdruck in meinem Fokus zustande kommt. Obwohl ich denke, dass ich das Buch berühre, ist es mein Gehirn, das bestimmte elektrische Reize in einen Bewusstseinsausdruck umwandelt, den ich als Buch bezeichne.

    Ich weiß nicht einmal, ob dieses Buch als ein materielles Objekt außerhalb meines Gehirns überhaupt existiert, da ich ja stets nur den Bewusstseinsausdruck in meinem Fokus kenne.

    Das heißt, dieselben elektrischen Impulse (Elektrizität), die für den Sehvorgang zuständig sind, werden auch für das Ertasten erzeugt. Sie haben keine unterschiedlichen Frequenzen, so dass man sagen könnte, dass bestimmte Impulse mit dieser Frequenz blühende Bäume repräsentierten, oder andere Frequenzen das Sehen und Fühlen eines Buches in meinen Händen. Doch jetzt sehe ich ein Buch und keinen Stern. Das Licht ist immer noch dasselbe. Wie ist das möglich?

    Es hat auch nichts mit Reflexionen zu tun, denn das gesamte Lichtspektrum ist immer vollständig vorhanden und nicht nur Teile davon. Das heißt: Weder das Buch noch meine Augen sind in der Lage, den restlichen Anteil des vom Buch reflektierten Lichts zu ignorieren oder auszublenden, so dass nur das Buch ”übrig“ bliebe. Meine geöffneten Augen sind stets vom gesamten sichtbaren Lichtspektrum umhüllt und nicht nur von Teilen davon.

    Es ist eine wissenschaftlich bewiesene Tatsache, dass jeder Mensch sein ganzes Leben lang alles von seinem Gehirn umgewandelt ausschließlich in seinem Fokus bemerkt, und dass er niemals die (angenommenen und vorausgesetzten) Originale dieser Objekte erreichen kann. Manche Wissenschaftler argumentieren, dass die Szenen, die wir sehen, Kopien der Objekte in unserem Gehirn sind, von denen sie vermuten, dass sie außerhalb von uns existieren. Wir können aber nie wissen, ob diese Kopien den Originalen ähneln, oder ob die Originale überhaupt existieren, weil ”da draußen“ keine festen und stabilen Dinge oder Gegenstände sind, sondern stets das elektromagnetische Spektrum in seiner Gesamtheit vorhanden ist und nicht nur Teile davon.

    Sehen – Licht

    Außerhalb unseres Gehirns existiert auch das Licht nicht, das wir erkennen. Licht entsteht ebenfalls erst mit Hilfe unseres Gehirns als Bewusstseinsausdruck in unserem Aufmerksamkeitsfokus. Sichtbares Licht ist jener Bereich, auf den sich unsere dafür zuständigen Augen aus dem Gesamtbereich des ElSpek´s richten, und nicht etwa so formuliert, dass das Licht unsere Augen erreicht. Denn das ElSpek ist immer da und nicht nur manchmal. Es braucht nicht erst zu uns zu gelangen. Es gibt außerhalb von uns kein Licht, das eine Szene in unserem Gehirn bilden könnte. Es gibt nur das gesamte elektromagnetische Spektrum. Trotzdem sehen wir eine bunte, helle Welt, wenn wir unsere Sinnesorgane auf dieses Gesamtspektrum richten.

    Sehen - Helligkeit und Farben

    Es ist eine Tatsache, dass das Gehirn total vom Licht isoliert und es in seinem Inneren völlig dunkel ist. Das Licht hat keinen direkten Zugang zum Gehirn selbst. Aber in einer wunderbaren Weise beobachten wir in solch völliger Dunkelheit eine helle und farbige Welt. Dieser interessante Umstand lässt sich anhand eines weiteren Beispiels gut erklären:

    Nehmen wir an, wir haben ein Grillfeuer vor uns, das wir eingehend betrachten. Unser Gehirn hat dabei keinen direkten Kontakt mit dem Licht, dem Glanz und der Hitze des Feuers. Während wir das Licht und die Hitze des Grills sehen, ist das Innere unseres Gehirns vollständig dunkel, und seine Temperatur ändert sich nicht. Es ist ein außerordentliches Wunder, dass die elektrischen Impulse innerhalb unseres dunklen Gehirns ein farbiges, helles Szenario erzeugen. Jemand, der über diesen wunderbaren Vorgang gründlich nachdenkt, wird erstaunt und fasziniert sein.

    Seit unserer Geburt sehen wir eine farbige Umgebung. Aber im Universum existiert keine einzige Farbe. Die Farben entstehen mit Hilfe unseres Gehirns. Außerhalb unseres Gehirns gibt es nur die Gesamtheit von elektromagnetischen Wellen. Worauf wir unser Auge richten, ist stets der gesamte Bereich des sichtbaren Lichts und nicht nur auf bestimmte Bereiche. Unser Gehirn hilft uns dabei, ”etwas“, das im Gesamtbereich des sichtbaren Lichts vorhanden zu sein scheint, als Bewusstseinsausdruck in unserem Fokus zur Verfügung zu stellen, und wir sehen dies als Farben. Jedoch sind weder die Meere blau, die Gräser grün, die Erde braun, der Nachthimmel dunkel, noch die Früchte farbig. Da ist nur das elektromagnetische Spektrum in seiner Gesamtheit.

    In der Retina des Auges gibt es drei hauptsächliche Gruppen von sogenannten Zapfenzellen, welche für bestimmte Bereiche des gesamten ElSpek´s zuständig sind. Die erste Gruppe dieser Zellengruppen ist zuständig für das, was wir Rot nennen, die zweite für Blau, die dritte für Grün. Als Folge dieses Ausrichtens auf das Gesamtspektrum mit Hilfe dieser drei unterschiedlichen Zapfenzellen in verschiedenen Schichten der Retina entstehen Millionen von verschiedenen Farbtönen. Es genügt jedoch nicht, dass das Licht die Zapfenzellen erreicht, damit die Farben entstehen können. Alle Farben entstehen und befinden sich ausschließlich in unserem Aufmerksamkeitsfokus.

    Der Forscher Jeremy Nathans an der medizinischen Fakultät der Johns Hopkins Universität erklärt folgendermaßen, dass die Zellen im Auge keine Farben bilden können:

    Zitat:
    ”Das einzige, was eine Zapfenzelle machen kann ist, sich auf das Gesamtspektrum zu richten und jenen Bereich zu verarbeiten, für den sie zuständig ist und etwas über seine Intensität auszusagen. Sie erklärt Ihnen nichts über die Farbe.“

    Hören

    Wenn ich mich mit einem Freund unterhalte, dann sehe ich die Erscheinung meines Freundes und höre seine Stimme mit Hilfe meines Gehirns in meinem Aufmerksamkeitsfokus. Wenn die Szene mit Hilfe meines Gehirn entsteht, dann empfinde ich sie als 3-dimensionale, räumliche Szene. Genau in derselben Weise höre ich die Stimme meines Freundes.

    Ob mein Freund weit von mir entfernt steht, oder ob er direkt hinter mir ist, ich glaube, dass ich seine Stimme entsprechend seinem Standort aus der Ferne oder aus der Nähe höre. Tatsächlich aber ist die Stimme meines Freundes weder direkt hinter mir, noch weit entfernt von mir. Die Stimme meines Freundes entsteht mit Hilfe meines Gehirns und befindet sich nirgendwo anders als in meinem Aufmerksamkeitsfokus.

    Das Gehirn ist gegen Töne genauso isoliert wie gegen Licht. Keine Luftschwingung (Töne, Geräusche) erreicht jemals das Gehirn. Nichtsdestoweniger vernimmt man die feinsten Geräusche im Aufmerksamkeitsfokus. Dies geschieht mit einer derartigen Präzision, dass das Ohr eines gesunden Menschen nahezu alle Töne des akustischen Wirkungsbereiches ohne atmosphärische Nebengeräusche oder andere Störungen hören kann.

    Mit Hilfe des Gehirns hört man die Symphonien eines Orchesters und den Lärm eines belebten Ortes und kann alle Geräusche innerhalb eines weiten Frequenzbereiches wahrnehmen, vom Rascheln von Blättern bis zum Lärm eines Düsenflugzeugs. Wenn die Lautstärke innerhalb des Gehirns jedoch gleichzeitig mit einem hochempfindlichen Gerät gemessen werden würde, würde sich zeigen, dass dort vollständige Stille herrscht. Die elektrischen Impulse, die vom Gehirn erzeugt werden, werden erst im Aufmerksamkeitsfokus zu Tönen bzw. Geräuschen.

    Folglich gibt es außerhalb unseres Gehirns auch keine Töne, sondern stets nur den Gesamtbereich an möglichen Luftschwingungen, die als Schallwellen bezeichnet werden. Der Ort, an dem diese Schallwellen in Töne umgewandelt werden, ist nicht die Außenwelt oder unser Ohr, sondern das Innere unseres Gehirns, das diesen Bereich dem Aufmerksamkeitsfokus verfügbar macht.

    Mit den Sinnesqualitäten Riechen und Schmecken verhält es sich in vergleichbarer Weise, wie eben dargestellt. Deswegen erwähne ich sie hier nicht explizit bzw. nur dann, wenn ein besonderes Interesse daran bestehen sollte.

    Sämtliche unserer sogenannten Wahrnehmungen und Gefühle über die Welt bzw. das Universum (Formen, Gerüche, Geschmäcker, Erscheinungen, etc.) bestehen aus nichts anderem als aus elektrischen Impulsen, aus Schwingungen von etwas, das wir Energie nennen. Es ist eine fast unglaubliche Tatsache, dass wir mit Hilfe unseres Gehirns wissen können, welcher dieser elektrischen Impulse als Geruch und welcher andere als ein Gegenstand und welcher als Entfernung oder Uhrzeit gedeutet werden soll.

    Es ist schon erstaunlich, obwohl all das als wissenschaftliche Tatsachen bewiesen wurde, viele Menschen noch immer behaupten, dass die Originale der Erscheinungen, die wir sehen, außerhalb unseres Gehirns vorhanden sind. Diese Behauptung kann man jedoch niemals beweisen. Wir können gerne glauben, dass die Materie außerhalb unseres Bewusstseins existiert. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass außerhalb unseres Aufmerksamkeitsfokusses kein Licht, keine Formen, keine Töne und keine Farben existieren.

    Die Natur, die größte Illusion von allen, allerdings nicht im Sinne von Täuschung, sondern von vorübergehender Notwendigkeit.

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  4. (noch) 1. Einleitung - Kernaussagen:

    1.3. Kommunikationsverlangen


    Aufmerksamkeit kann und muss zunächst deswegen als ein fundamental zugrunde liegendes Kommunikationsverlangen verstanden werden, das sich aufgrund des Vorhandenseins von Aufmerksamkeit selbst begründet. Denn ohne Aufmerksamkeit kommt keine Kommunikation zustande. Alle Lebewesen im Universum, solche, die wir bereits kennen, wie auch solche, die wir noch nicht kennen, ohne jegliche Ausnahme, agieren und reagieren miteinander und bestätigen damit unwiderlegbar ein kommunikatives Verhalten. Lebewesen und Daseinsformen sind demzufolge die Umsetzung des zugrunde liegenden, kommunikativen Verlangens von Aufmerksamkeit. Denn Lebewesen, die nicht miteinander kommunizieren, bezeichnen wir als tot.

    1.4. Lebendigkeit

    Aufmerksamkeit ist das eigentlich Lebendige, das, was wir stets versuchen als ”Leben“ zu definieren. Alle bestehenden Definitionen zu dem Begriff ”Leben“ sind beschriebene Folgewirkungen, doch sie erklären nicht, was all diesen Folgewirkungen zugrunde liegt und aus welcher Gemeinsamkeit sie überhaupt hervorgehen.

    So gibt es z.B. eine der vielen Definitionen, die besagt, dass Leben ein ”Energie- und Stoffwechselsystem“ ist. Aber es kann unmöglich ein Stoffsystem geben, wenn die beteiligten Stoffe sich nicht bemerken könnten (Anm.: Sensorik ist eine Ausprägungsform von Aufmerksamkeit), damit es überhaupt zu einer Wechselwirkung kommen kann. Um als Stoff wissen zu können, mit welchem anderen Stoff er agieren und welchen er ignorieren soll, muss ein Vergleichs- und Entscheidungsprozess stattfinden, der ohne jegliche Aufmerksamkeit überhaupt nicht zustande käme.

    Eine andere Definition von Leben erklärt, dass Lebendigkeit die Eigenschaft von Lebewesen ist, sich selbst organisieren und sich regulieren zu können. Organisieren und Regulieren kann man jedoch nur etwas bereits Vorhandenes. Und jede Organisation, jedes Regulieren kommt nicht mal ansatzweise in die Gänge, wenn der gesamte Organisations- und Regulierungsverlauf von keiner Aufmerksamkeit begleitet, kontrolliert, gesteuert und gegebenenfalls korrigiert wird. Auch diese Definition von Leben beschreibt daher eindeutig eine Folgewirkung und nicht das Zustandekommen von Leben.

    Fortpflanzung und Reproduktion sind weitere Definitionen über das Leben. Doch wie sollten sowohl eine Samenzelle wie auch eine Eizelle zueinander finden, wenn sie über keinerlei geartete Sensorik verfügten (=Ausprägungsform von Aufmerksamkeit), um sich überhaupt gegenseitig bemerken zu können? Wie sollten sie wissen können, ob sie sich bei einer Begegnung ignorieren oder miteinander wechselwirken sollen? Auch diese Definition von Leben missachtet die unverzichtbare Notwendigkeit des Registrierens, des Bemerkens, des Vergleichens und des Entscheidens, das nur mit hinreichender Aufmerksamkeit gewährleistet werden kann.

    Weitere Definitionen beschreiben Leben als Wachstums- und Entwicklungsfähigkeit, oder auch als Reizsysteme. Doch auch das sind nur Beschreibungen von Folgewirkungen und sie erklären nicht, was überhaupt zu einem Wachstum, zu einer Entwicklung und zu einem Reizsystem führt.

    Es ist deutlich erkennbar, dass alle bestehenden Definitionen von Leben unvollständig sind, weil sie den gemeinsamen Nenner all dieser genannten Folgewirkungen entweder absichtlich ignorieren, oder einen solchen gemeinsamen Nenner noch überhaupt nicht ausmachen konnten. Die folgenden Kapitel haben den gemeinsamen Nenner ”Aufmerksamkeit“ zum Gegenstand.
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  5. Die Aufmerksamkeit als Erklärungsprinzip von Bewusstsein und Materie

    1. Einleitung - Kernaussagen

    1.1. Höchste Qualität

    In dieser Abhandlung wird Aufmerksamkeit als die höchste Qualität verstanden, die es gibt. Die Abhandlung wird aufzeigen, warum Aufmerksamkeit nicht wie im üblichen Sinne zu verstehen sein darf als Konzentration oder Fokussierung oder irgendeine bestimmte geistige Qualität wie zum Beispiel das Hören, sondern warum Aufmerksamkeit das a priori Vorhandene ist, das eine Konzentration und eine Fokussierung überhaupt erst ermöglicht.

    Bereits mit der Tatsache, warum es unmöglich eine noch höhere Qualität geben kann, weil auch eine solche ohne Aufmerksamkeit weder angewendet noch bemerkt werden könnte, wird deutlich, warum allein Aufmerksamkeit der Anspruch auf die Bezeichnung ”das Absolute“ zusteht und dass es nichts Höheres geben kann. Selbst jeder angenommene oder auch tatsächliche, allmächtige Gott benötigt unverzichtbar Aufmerksamkeit, weil er sonst weder sich selbst noch sein eigenes Universum bemerken könnte. Bereits diese Tatsache verdeutlicht die unanfechtbare höchste, absolute Qualität von Aufmerksamkeit.

    Anders gesagt: Sowohl alle sinnlichen Qualitäten wie sehen, hören, riechen, schmecken und tasten, wie auch alle sensorischen Qualitäten wie der Gleichgewichtssinn und Intuitionen, wie auch alle kognitiven Qualitäten wie denken, assoziieren, erinnern und vorstellen, sind nicht das a priori zugrunde liegende Vorhandensein von Aufmerksamkeit, sondern ihre jeweiligen Ausprägungsformen. Wie es dazu kommt und warum es diese unterschiedlichen geistigen Qualitäten überhaupt gibt, dazu mehr in den Folgekapiteln.

    1.2. Charakterisierung von Lebewesen

    Diese höchste geistige Qualität, genannt Aufmerksamkeit, benutzen allen Lebewesen und Daseinsformen in verschiedenen Intensitäten und Qualitäten (=Ausprägungsformen), die ihre jeweilige Charakteristika ausmacht. Eine Fledermaus benutzt andere Aufmerksamkeitsqualitäten wie z.B. den Ultraschall, als ein Wal in den Ozeanen, der im Tiefsonar-Bereich mit seinen Artgenossen über viel hunderte Kilometer hinweg kommunizieren kann. Menschen dagegen können nichts von beiden, sie benutzen wiederum andere Aufmerksamkeitsqualitäten, als Fledermaus und Wal.

    Wenn Wissenschaftler diesen unterschiedlichen Intensitätsformen auch verschiedene Namen und Bezeichnungen geben, wie z.B. Reflexe, Instinkte, bio-chemische Reaktionen, etc., es ändert nichts an der Tatsache, dass es Formen von Aufmerksamkeit sind, die die verschiedenen Lebewesen ausüben. Ob es sich dabei um die Reaktion eines Moleküls auf ein anderes Molekül, oder um das Schwimmen eines Fisches im Meer handelt. Denn würden der Fisch und das Molekül keine Aufmerksamkeit ausüben, könnten sie nicht tun, was immer sie tun, weil sie es nicht bemerkten.

    Viele Menschen verstehen sich selbst als etwas Geistiges. Sie nennen es Geist oder Seele. Aber was genau ist es, was dieses Geistige und die Seele eigentlich ausmacht? Das reine Vorhandensein, manche nennen es auch das Gewahrsein, kann unmöglich dem Anspruch von etwas Absoluten genügen. Denn wenn reines Vorhandensein bzw. Gewahrsein über keinerlei Fähigkeiten und Qualitäten verfügt, das es anwenden und nutzen könnte, dann ist es vollkommen nutzlos und ohne jegliche Bedeutung. Ein reines Vorhandensein zeigt nicht die geringste Charakteristika von Lebendigkeit.

    Diese Abhandlung wird in den Folgekapiteln aufzeigen, was Lebendigkeit überhaupt erst ausmacht und warum die bisher vorhandenen Definitionen von Leben nur jeweils Folgewirkungen beschreiben.

    Wenn wir uns selbst und all die anderen Menschen und Lebewesen betrachten, denen wir täglich begegnen, so folgen sie alle (ausnahmslos!) dem, was sie gerade im Sinn haben. Jedes Lebewesen hat irgendeine Idee im Sinn, folgt irgendeinem Begehren (und sei es auch Nichtstun), das ihm seinen Antrieb gibt. All dies sind Absichten, die durch das Ausüben von Aufmerksamkeit erschaffen werden, denn sonst gäbe es sie nicht.

    Jede Daseinsform, ob Molekül oder Zelle, ob Kleinst-Lebewesen oder Fisch, ob Pflanze oder Landtier, ob Vogel oder Mensch, oder als Wesen, von denen viele Menschen heutzutage überzeugt sind, dass es sie auf anderen Planeten gibt, oder solche, die man als Engel, als Geister, als Dämon, oder als Gott bezeichnet, - welchem Lebewesen man auch immer begegnet, für jedes von ihnen gilt:

    Jede dieser Lebensformen bedürfen der Fähigkeit Aufmerksamkeit auszuüben, denn sonst könnten sie nicht das sein, was sie sind. Und die Art und Weise wie sie es jeweils tun, bestimmt ihr Dasein. Diese Fähigkeit ist das eigentlich Lebendige hinter all den vielen unterschiedlichen Verhaltensvariationen, die in Wirklichkeit ein Ausdruck der Aufmerksamkeit sind, ein Ausdruck des Geistigen.

    Diese Abhandlung wird ebenfalls aufzeigen, warum Aufmerksamkeit etwas anderes ist als Bewusstsein.


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