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Moral predigen oder begründen?

Eintrag von Solis im Blog Solis's blog. Ansichten: 56

Hinweis: Dieser Blog ist in seiner Entstehung begriffen und bezieht sich auf den Thread "Moral predigen oder begründen?" im Religionsforum.


I n h a l t

- Predigen oder begründen?

- Bibel als Vorschriftenbuch?

- Darf die Kirche oder der Atheist über Moral sprechen?

- Moral künstlich begründen?

- Rechtfertigung statt Begründen

- Den Quell der Moral suchen





Predigen oder begründen?

Der atheistische Philosoph Arthur Schopenhauer soll den Satz geprägt haben, Moral predigen sei leicht, doch Moral begründen schwer. - Doch was ist der Unterschied? Hat es überhaupt einen Sinn, Moral begründen zu sollen? Was heißt begründen und was macht der Unterschied für uns aus? Was kann es uns bringen?



Bibel als Vorschriftenbuch?

In der Kirche wird immerzu moralisch gepredigt. Ist dieses Predigen gleichbedeutend mit einer Begründung der Moral? Einmal wurde gepredigt, man solle sich dem Zorn nicht hingeben und berief sich auf die Bibel. Man gab ein Beispiel beim Autofahren an, wobei jemand in einem Stau stand und tobsüchtig dem Vordermann, der ohne ersichtlichen Grund einfach nicht weiterfuhr, an den Hals springen wollte.
Es wurde sich auf die Bibel berufen und mit ihr wurde die Ansicht zwar begründet, doch reicht das aus, wenn in der Bibel wie in einem Vorschriftenbuch nachgeschlagen wird?



Darf die Kirche oder der Atheist über Moral sprechen
?

Schopenhauer soll das Christentum unerbittlich kritisiert und es bekämpft haben, wie es ihm seinerzeit begegnete. Nun könnte mancher meinen, es sei zweifelhaft, dass der Atheismus über Moral berechtigt eine Aussage machen könnte. Oder man kann - von den Kirchenpredigten genervt - umgekehrt meinen, dass der Atheismus dazu berechtigt wäre und die Kirche dafür keine Kompetenz hätte.
Wenn der Atheismus eine Moral entwirft, dann basiert diese in der Regel auf gemeinschaftliche Übereinstimmungen, auf so genannten Konventionen. Spricht aber ein Kirchenprediger über Moral, so begründet er sie aus Sicht eines Atheisten mit der Bibel im Sinne eines Vorschriftenbuches, womit er seine Predigt legitimiert. Oft heißt es, man solle sich dem Zorn nicht hingeben, indem es ja in der Bibel stünde. Aber ein wirkliches, tiefes Verständnis, nicht zornig sein zu sollen, kann so nicht entstehen. Es appelliert vielmehr an ein Bestreben, sich blindgläubig abhängig zu machen, sich selbst, seinen eigenen Geist nicht entwickeln zu wollen.



Moral künstlich begründen?

Man kann meinen, eine Begründung der Moral könne man am wohltätigen Wirken eines Christen sehen, dem man ein moralisches nachsagt. Dieser Mensch mag sich einsetzen für soziale Zwecke, doch steht dem ein krimineller Mensch entgegen, der, etwa ein Zuhälter, ganz anders in seinem Sinne wohltätig und sozial ist. Die bloße Beobachtung solcher Personen, die man als ein Vorbild für ein moralisches Verhalten sehen kann, führt nicht zu einem innerlichen Begründen, denn der Beobachter kann ein Moralisches nicht einfach künstlich in sich festlegen, als ob er eine Maschine wäre. Was ihm moralisch als das Richtige erscheinen lässt, wer für ihn vorbildhaft ist, ob Christ oder Zuhälter, hängt von seiner Einstellung ab, die er bis dahin hat.



Rechtfertigung statt Begründen

Ein Begründen der Moral wird immer wieder mit einer Rechtfertigung verwechselt. Man meint, man solle sich für seine moralische Einstellung, ob gut oder schlecht, rechtfertigen.



Etwas übers Be-gründen

Betrachtet man das Begründen, das bloße Wort "begründen" dahin genauer, was in ihm an Einzelheiten steckt, wie man etwa im Wort "Selbstständigkeit" ein "selbst", "ständig" und "stehen" finden kann, dann zeigen sich im Begründen wichtige Hinweise mit "Grund", "gründen" und "grün"auf seine tiefere Bedeutung.



Den Quell der Moral suchen

Um Moral begründen zu können, muss ihr Grund bzw. ihr Quell aufgesucht werden. Nur dort können moralische Impulse empfangen werden, die irgendwie mit Grün zusammenhängen. Dort am Quell ist die Moral völlig rein, völlig frei von Schuld und dies hat offenbar mit Grün zu tun. Die Pflanze ist voller Grün, der Mensch aber voll des roten Blutes. Wie die Farbe Rot die Gegenfarbe zu Grün ist, so auch der Mensch zur Pflanze. Beide haben zwar die senkrechte Lage gleich, doch muss es die Lage selbst sein, die umgekehrt ist.
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