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Mein Brief an den Sinn des Lebens, und seine Antwort

Eintrag von Benjamin im Blog Botschaften von Salvador. Ansichten: 150

Ich bin ein Mensch, der ziemlich viel nachdenkt. Eine Frage, die mich lange Zeit nicht nur beschäftigt, sondern - ich würde sagen - richtig gequält hat, war die Frage nach dem Sinn Lebens. Warum existiere ich, die Welt, das Universum, überhaupt irgendetwas? Ich konnte da lange Zeit keinen Sinn dahinter sehen. Ich suchte nach einer Erklärung, nach einem Sinn, der sozusagen über alle Zweifel und alle Widrigkeiten des Lebens erhaben ist.

Es war vor ungefähr 10 Jahren, da schrieb ich mir mein Leid von der Seele. In Form eines Gedichtes. Es wurde daraus ein Brief an den Sinn des Lebens. Ich hatte nie die Intention dieses Gedicht jemals jemanden zu zeigen, doch es passierte etwas Erstaunliches. Ich bekam Antworten auf diesen Brief, durch Dinge, die mir zufielen, und Eingebungen, die mir kamen. Und eines Tages stellte ich fest, dass mein Brief von damals zur Gänze beantwortet wurde. Daraus machte ich wieder ein Gedicht. Doch lest selbst, zunächst meinen Brief an den Sinn des Lebens, und dann seine Antwort:

Lieber Sinn des Lebens,

wenn's dich gibt, so hör' mich an,
Ich such' dich seit ich denken kann.

Ich mein,
es gibt vieles, was sich zu wissen lohnt,
doch wenn's dich gibt, so bist du das,
was über allem Wissenswerten thront.

Weißt du,
ich suchte schon so manches,
und manches suchte ich wieder nicht.
Doch bei allem, was ich suchte,
suchte ich eigentlich nur dich.

Ich suchte dich schon in Worten,
und in so manchem Buche.
Doch was davon blieb,
war nur 'ne weit're Suche.

Ich suchte dich in guten Gesprächen,
und einsam im stillen Schweigen.
Aber wo ich dich auch suchte,
schienst du mich nur zu meiden.

Ich suchte dich im Alkohol,
und in so mancher langen Nacht,
doch auch dies reulos' Suchen
hat mir nicht viel gebracht.

Dann suchte ich dich auf Bergen
und unten im tiefsten Tal,
doch bliebst du unerreichbar,
sowie die größte Zahl.

Und ja so war's!
Ich suchte dich in Formeln
und im endlos Logisch-Denken,
doch bald war mir so klar,
werd' ich dich dort nicht finden.

Dann suchte ich dich in Religionen
und dem Stoppen der Gedanken.
Doch selbst dieser weise Weg
endet an 'nem Schranken.

Dann suchte ich dich in Wäldern,
und suchte dich auf Wiesen.
Ich suchte dich in jenen Augen,
und suche dich in diesen.

Ja, wahrlich!
Ich suchte dich im innig Küssen,
doch selbst dies
hieß dich weiterhin vermissen.

Bei Gott,
ich suchte dich in meinen Träumen,
und der Hoffnung auf ein bess'res Morgen.
Doch was davon blieb, waren unerfüllte Wünsche,
und unerwünschte Sorgen.

So suchte ich dich in der Freundschaft,
aber vor allem suchte ich dich in der Liebe,
doch selbst von diesen beiden,
ist nichts, was wahrlich bliebe.

Verstehst du?
Ich suche dich!
Das ist aufrichtig das Ehrlichste,
was ich je behauptet habe,
was ich je wollte,
was ich je will,
und je wollen werde
auf dieser Erde!

Verstehst du das?
Verstehst du, wie das ist,
wenn man das Ein und Einzige vermisst?

Du bist für mich die Essenz,
das Wichtigste, der Sinn des Lebens.
Und ich such dich überall,
doch such ich nur vergebens.

So wenn's dich gibt, halt doch kurz an,
damit ich dich auch fassen kann.

Ich hoff' so sehr und warte, denn...
Du weißt sehr gut.

In Liebe
Ben

--------------------------------------------------

Geliebter Ben, du kluges Kind.
Du suchst das Licht, doch stellst dich blind.

Nun hör gut zu, was ich dir sage.
Es ist die Antwort auf die Frage:

Wozu, weshalb, warum das hier?
Des Rätsels Lösung steckt in dir!

Sag, kannst du mit Ohren ein Bild erkennen?
Oder kannst du mit Augen einen Ton benennen?

Kannst du mit Gedanken ein Gefühl erfassen?
Oder in Liebe etwas wirklich hassen?

Nein, kannst du nicht.
So ist es auch zwecklos, Unendliches
mit endlichen Mittel einzufangen.

Und wahrlich! Unendlich bin ich!
Doch sehr, sehr endlich ist dein Verstand.

Begreife zunächst dies:
Ich bin das Ewig-Neue und Nie-Konstante,
das dem Augenblick alleine zu gewandte.

Ich bin nicht gestern und nicht morgen.
Ich bin allein im Jetzt zu finden.

Ich weiß,
du suchtest mich in Wäldern
und suchtest mich auf Wiesen.
Du suchtest mich in jenen Augen,
und....
... du sahst mich auch in diesen!

Doch um mich zu erkennen, braucht es noch mehr.
So nimm dir dieses Gleichnis her:

Ich bin wie die Sonne, Spender von allem Leben.
So würd's auch ohne mich kein Leben geben.

Solang du Mensch bist, kannst du die Sonne nicht erreichen.
Und genauso lange kannst du mich nicht ganz begreifen.

Doch das ist nicht nötig, und war nie so gedacht.
Wir haben uns das einst ganz anders ausgemacht.

Begreife nun:
Die Sonne erkennst du an ihrem Licht,
und an deinen Gefühlen erkennst du mich!

Doch Sonne ist nicht gleich Licht
und deine Gefühle bin auch nicht ich.

Aber alles, was ihr über die Sonne wisst,
hat euch das Licht gegeben.
Und so zeigen dir deine Gefühle
auch den Sinn von allem Leben.

Deinem persönlichen und von allem Sein.

Ich weiß,
du suchtest mich im innig Küssen,
auch ließ ich dich dort ganz klar wissen:

Hier bin ich, so fass' mich und halt mich an,
damit ich ganz bei dir sein kann.

Am nächsten Morgen schon
war ich für dich verschwunden.
Doch hast du bei Nacht,
die Sonne mal gefunden?

Vergiss nie!
Ich bin wie die Sonne, und das ist wahr.
Auch wenn du mich nicht siehst,
bin ich trotzdem immer da.

Es ist normal, dass du mich manchmal nicht siehst,
denn das gehört zum Leben wie die Nacht zum Tag.

Ich weiß, du konntest mich lange Zeit nicht sehen.
Doch solltest du nun auch mal verstehen:

In einem Erdloch wirst du die Sonne nie erblicken.
Und wirst dich nie an ihren Strahlen erquicken.

Und solange du deine tiefsten Gefühle negierst,
wirst du mich vergeblich suchen,
und nichts in deinem Leben wird wirklich Sinn machen.
Genauso wie du die Sonne in einer Höhle
niemals sehen wirst.

Also komm aus der Höhle und folge dem Licht,
dann folge deinen Gefühlen, denn dort bin auch ich!
In deinen tiefsten Gefühlen und innigsten Träumen.
Sie heben dich empor über die Grenzen aller Räume.

Und versuche mich nie,
versuch mich niemals mit Denken zu kriegen,
denn denken kann nur das Detail erschließen.

Um mich zu erkennen, müsstest du das Ganze erfassen,
und das kannst du nur mit deinem Herzen schaffen.

Den der Verstand zerlegt, doch das Herz vereint.

Und habe den Mut alles anders zu machen,
anders als der Rest der ganzen Welt.
Denn so findest du mich und das, was wirklich zählt.

Und denk nicht zu viel an morgen oder gestern,
sei wie der Cowboy in deinem Lieblingswestern!

Deine Sorgen sind von oben gesehen klein,
so versuch umso mehr ein großer Held zu sein.
Und sei beruhigt,
wenn du den Kreis des Menschsein verlässt,
kannst du die Sonne erreichen,
und kannst dann mich als Ganzes begreifen.

Doch bis dahin
genieße mein Licht,
und erzähl es den andern in einem Gedicht.

Denn dies ist die Botschaft für alle Suchenden dort draußen:

Sucht mich nicht mit zwanghaft denken,
lasst euch mehr vom Herzen lenken!
In euren schönsten Gefühlen
da spiegle ich mich wieder,
wie die Sonne sich im Licht,
Komm' mit Freud und Glück darnieder
denn deren Quelle,
das bin ich!
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