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Die Verleugnung der Gefühle oder "Am Anfang war Erziehung"

Eintrag von AlphaOmega71 im Blog AlphaOmega71's blog. Ansichten: 143

"Das Schlagen von Erwachsenen nennt man Folter, das von Kindern Erziehung."
Alice Miller

Alice Miller war eine Pionierin, welche den Zusammenhang zwischen Erziehungsdrill und Misshandlungen in der frühen Kindheit, der daraus resultierenden Selbstverleugnung/-unterdrückung und der hieraus entstehenden Entwicklung von Krankheitssymptomen, z.B. Depressionen, sozialen Angstgefühlen (Sozialphobie) sowie Aggression und Gewaltbereitschaft, erforscht und hergestellt hat ...

nachfolgende Auszüge und Zitate entnommen aus:
http://www.kindergefuehle.at/fileadmin/pdf/Jenseits-der-Tabus.pdf

"Ich habe dank dieser Untersuchungen begriffen, dass auch die grausamsten Verbrecher als Kinder Opfer von schweren Misshandlungen ihrer Eltern waren, die sie, aus panischer Angst, niemals in Frage zu stellen wagten. (...)"

"Nun stellt sich mit der Zeit heraus, dass schon das bloße Erzählen bei den meisten von ihnen einen Prozess in Gang bringt, der ihnen erlaubt, ihre wahren, bisher unterdrückten Gefühle zu erleben und sich auf diese Weise von oft schweren chronischen Symptomen zu befreien." (...)

" ... die Angst des kleinen Kindes vor den erneut erzürnten Eltern, die es mehr oder weniger häufig geschlagen haben. Diese Angst „wohnt“ im Körper des Erwachsenen sein Leben lang und kann lebenslang zerstörerisch wirken, solange sie im Unbewussten bleibt, denn dort kann sie nicht aufgelöst werden. Ihr Entstehen verdankt diese Angst der Behandlung durch die Eltern, ihrer psychischen und physischen Grausamkeit, die das Kind in den ersten vier Jahren erfahren musste, in der Zeit, als sich sein Gehirn formte. In diesem Alter lernten wir fast alle, dass Schläge gut für uns seien. Wir mussten lernen, dass unsere Eltern und Großeltern klüger und besser seien als wir, dass wir sie bewundern und nachahmen sollten." (...)

"Manche Menschen, deren Eltern besonders grausam waren, idealisieren diese nicht nur weiterhin („Sie schlugen mich doch nur zu meinem Besten“, „Sie haben es doch nicht besser gewusst“), sondern betreiben gerade um die toten Eltern einen regelrechten Kult. Man kann sagen, dass diese Eltern wie „Götter“ verehrt werden.

Ein eindrucksvolles Beispiel hierfür ist der Österreicher Josef Fritzl, der seine Tochter
jahrelang in einen Keller sperrte und mit ihr sieben Kinder zeugte, die er teilweise ebenfalls im Keller gefangen hielt. Vor Gericht wie in Gesprächen mit seinem Anwalt wurde Fritzl nicht müde, seiner brutalen und perversen Mutter zu huldigen, die ihn als Kind wie einen Sklaven gehalten hatte." (...)

"Ich schreibe ja immer wieder, dass die Menschen, die als Kinder am meisten geschlagen, ja gefoltert wurden, später hoffnungslos an ihre Eltern gebunden sind und sich daher kaum lösen können. Aber was geschieht durch diese Bindung? In seinem faszinierenden Buch über Serienmörder "Why Killers Kill?" beschreibt der Autor Jonathan Pincus die schrecklichen Perversionen, denen die von ihm untersuchten Verbrecher in der Kindheit ausgesetzt waren. Aber in den Gesprächen mit dem Psychiater sagten die meisten, sie hätten die besten Eltern gehabt." (...)

"Die schwer misshandelten Kinder können sich nicht lösen, weil sie immer noch warten, die Eltern würden sich eines Tages ändern, diesen Moment wollen sie nicht verpassen." (...)

"Es ist doch gerade das Schlagen der kleinen Kinder für die Gehirnentwicklung gefährlich, weil sich das menschliche Gehirn in den ersten drei bis vier Lebensjahren FORMT und dies im rasanten Tempo, das später deutlich nachlässt. Daher ist die Gefahr des Schlagens der KLEINEN Kinder AM GRÖSSTEN ".
Das Gehirn erhält zu dieser Zeit die Botschaft, dass Gewalt gegen Schwächere harmlos sei. So erzogene Menschen behaupten ihr Leben lang, die Schläge ihrer Eltern hätten ihnen nicht geschadet." (...)

"Nun nähern Sie sich der Wahrheit und hatten diesen Winter keine Depression. Das zeigt, dass Sie fähig sind, Ihre schwere Krankheit aufzulösen, wenn Sie sich nicht mehr belügen und keine Illusionen mehr hegen." (...)

"Sobald Sie aufhören, sich zu belügen, sobald Sie es wagen, zu sehen, wie Sie in der Kindheit gequält, missachtet, gedemütigt wurden, kann sich Ihr Körper erholen und die Depressionen können sich auflösen." (...)


https://www.alice-miller.com/de/abbruch-der-schweigemauer-3/

Die sieben Gesetze des Schicksals:
http://juergens-seite.loleh.de/gesetze_des_schicksals.html

„Solange Unbewußtes nicht bewußt gemacht wird, lenkt es Dein Leben und DU nennst es Schicksal.“
Carl Gustav Jung
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