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Die Aufmerksamkeit als Erklärungsprinzip von Bewusstsein und Materie (Teil-5)

Eintrag von Meikel3000 im Blog Meikel3000's blog. Ansichten: 256

4. Buddhistische Achtsamkeitslehre
im Vergleich zum hier vorstellten Aufmerksamkeitsprinzip


Die buddhistische Achtsamkeitslehre ist auf das ganz bewusste Erleben von Gefühlen, Gedanken und Handlungen im Hier und Jetzt konzentriert. Damit ist sie auf das so genannte ICH-Bewusstsein reduziert. Diese Reduziertheit kommt im sogenannten Aufmerksamkeitsfokus zum Ausdruck. Er ist das notwendige Tool, damit Achtsamkeit überhaupt umgesetzt werden kann. Dieser Fokus muss deswegen als reduziert verstanden werden, weil er nicht gleichzeitig auf sämtliche Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und Vorstellungen gerichtet werden kann, sondern stets nur auf ganz bestimmte. Diese Reduziertheit von Achtsamkeit auf etwas jeweils ganz Konkretes, ist jedoch keine Aufmerksamkeit an sich, sondern eine Folge von Aufmerksamkeit. Und genau das beschreibt die buddhistische Achtsamkeit. Das Achtsamkeitstool namens Aufmerksamkeitsfokus ist reduziert auf das ganz bestimmte Identifizieren mit bestimmten Bewusstseinsinhalten und nicht auf alle.

Wo hingegen Aufmerksamkeit keines ICH-Bewusstseins bedarf. Denn ein ICH (ein Fokus, ein Achtsamkeitstool) ist nicht immer vorhanden, sondern nur manchmal, wie jeder von uns weiß und bestätigen kann. Denn wenn man schläft und nicht träumt, dann gibt es kein ICH (und damit auch keine buddhistische Achtsamkeit), das sich mit bestimmten Bewusstseinsinhalten beschäftigen oder identifizieren könnte. Aber es ist auch dann Aufmerksamkeit vorhanden, damit es zu einem Aufwach-Impuls kommen kann.

Das reduzierte ICH-Bewusstsein dagegen (=Achtsamkeit) ist zudem temporär, es unterliegt den Aspekten der Zeit und ist damit abhängig von Aufmerksamkeit, weil erst dieser Wechsel auf bestimmte Bewusstseinsinhalte die zeitlichen Aspekte von Vergangenheit und Zukunft hervorbringt. Könnte man dagegen seinen Fokus auf sämtliche Sinneswahrnehmungen, Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und Vorstellungen ständig gerichtet lassen, dann gäbe es keine solchen zeitlichen Unterschiede in Vergangenheit und Zukunft.

Aufmerksamkeit an sich hingegen ist deswegen nicht an die Aspekte der Zeit gebunden oder von ihnen abhängig, weil sie die erschaffende Instanz solcher Eindrücke ist. Sie bringt den Aufmerksamkeitsfokus an sich zustande, der anschließend die Aspekte der Zeit erzeugt, wie eben dargestellt.

Im Gegensatz zur Achtsamkeit (=Ich-Bewusstsein/Aufmerksamkeitsfokus) ist Aufmerksamkeit an sich immer vorhanden, denn man ist auch ohne ein eigenständiges ICH-Bewusstsein vorhanden und ist nicht einfach verschwunden im Sinne von Nicht-Existenz, nur weil man vorübergehend nichts bewusst erlebt und sich vorübergehend mit nichts identifiziert.

Die buddhistische Achtsamkeit, die eine sehr wichtige und wertvolle Lehre ist, beschränkt sich ausschließlich auf das ICH, während das Aufmerksamkeitsprinzip erklärt, warum es Aufmerksamkeit bedarf, um überhaupt eine ICH-Achtsamkeit (ein Achtsamkeits-Tool in Form eines Fokus) hervorbringen zu können.

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