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Wege der Poesie

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von Adamas, 9. August 2011.

  1. Adamas

    Adamas Sehr aktives Mitglied

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    7. August 2011
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    Der lange Tag

    Ein langer Tag geht nun zu Ende
    und langsam senkt sich schon die Nacht,
    im Schoße liegen nun die Hände
    die viel an Arbeit schon vollbracht.

    Schon müde sind die schwielig Rauen
    gaben sie doch lange ihre Kraft,
    allein im langsamen Ergrauen,
    ist auch ihr Griff bereits erschlafft.

    Gar vieles schufen sie im Leben,
    sie rissen ab und bauten auf,
    waren bereit auch stets zu geben
    und ordneten des Lebens Lauf.

    Sie führten sicher durch die Jahre,
    verlässlich war ihr fester Halt,
    jedoch wo Silber färbt die Haare
    da wurden auch die Hände alt.

    Jetzt ruhen sie die immer taten,
    im Streben dass das Werk gelinge,
    doch bleibt das ständige Erwarten,
    dass sie gebraucht für kleine Dinge.

    Adamas
     
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  2. Adamas

    Adamas Sehr aktives Mitglied

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    Zur Abendstunde

    Noch glänzt des Tages späte Stunde,
    will mich der Amsel Lied betören.
    Streicht leichter Wind aus kühlem Grunde,
    so sacht, als wolle er nicht stören.

    Neigt sich schon tief die rote Sonne.
    Drängt immer mehr der Erde zu.
    Hat nun des Tages süße Wonne
    zu weichen milder Abendruh’.

    Aus weiter Ferne hört man leise
    verschwindend zarten Glockenklang,
    als wär’s bestellte Abendweise
    zu all’ dem schönen Überschwang.

    Fühlt körperlich man fast die Stille.
    Den Übergang vom Tag zur Nacht.
    Des Tages übergroße Fülle,
    sie wird zur Ruhe nun gebracht.

    Und zarter Hauch aus feuchter Lände
    hüllt sanft mich wie ein Mantel ein.
    Wie schön kann doch des Tages Ende,
    wie glückhaft sein Erleben sein.

    Adamas
     
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  3. Adamas

    Adamas Sehr aktives Mitglied

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    Abendröte

    Schon schwindet sie des Abends warme Röte.
    Schenkt sie ihr Licht zum letzten Abschiedskuss.
    Als ob sie noch im Sterben sich erböte
    zu streicheln, eh’ sie gehen muss.

    Hält sie die Welt noch einmal in den Armen,
    wie eine Mutter deren Kind verzagt.
    Wohl tröstend, fast schon auch erbarmend,
    da wissend, dass die Nacht es plagt.

    Legt sie die Strahlen ihrer Hände,
    ein letztes Mal noch auf der Erde Kleid.
    Gibt sie sich hin, um nun auch selbst am Ende,
    zu weichen aller Dunkelheit.

    Adamas
     
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  4. Adamas

    Adamas Sehr aktives Mitglied

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    Der selbe Schmerz

    Eine Träne sah ich fließen,
    glänzend wie ein Diamant.
    Sah in ihr die Wehmut sprießen
    die aus deinem Herzen fand.

    Sah in blindgeweinte Augen
    und den Schmerz der dich gebeugt.
    Wollte dennoch es nicht glauben,
    dass dies Leid durch mich gezeugt.

    Hielt die Hand, die zitternd Kleine.
    Fühlte ihrer Finger Krampf.
    Kam mit mir nicht mehr ins Reine,
    ignorierte deinen Kampf.

    Nahm den Schmerz der dich so grämte,
    einfach als gegeben hin.
    Hatte, dass ich mich nicht schämte,
    Eigenliebe nur im Sinn.

    Dachte nur an meine Freude.
    Deine Qual sie ließ mich kalt.
    Als es mich dann endlich reute,
    war mir Geist und Körper alt.

    Heute erst kann ich begreifen,
    wie dir damals war ums Herz.
    Heute, wo die Sinne reiften,
    trägt die Brust den selben Schmerz.

    Adamas
     
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  5. Uranie

    Uranie Guest

    Lieber Adamas :)

    Du hattest "Hände" schon mal so schön poetisch in Worte verpackt. Für
    mich haben Hände in vielen Dingen eine besondere Bedeutung und auch
    eine eigene "Magie". Du verstehst es für mich immer in besonderer Weise,
    diese inneren Bilder hochzuholen. :love:

    Eine schöne Woche wünsche ich dir :)
     
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  6. Adamas

    Adamas Sehr aktives Mitglied

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    Liebe Urania,

    Hände haben auch ihren Zauber in sich, der
    sich bereits in ihrem Aussehen erkennen lässt.
    Und es gibt nur wenige Dinge die
    so viel wie sie vermögen. Nicht nur, dass
    man sie mit schenken, streicheln und zärtlich sein,
    in Verbindung bringt, können sie auch sehr deutlich
    Abwehr und Abneigung anzeigen. Kein Wunder, wenn sie
    auch in meinen Gedichten ihren Platz finden.

    Wünsche dir ebenfalls eine schöne Woche,

    Adamas(y)
     
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  7. Adamas

    Adamas Sehr aktives Mitglied

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    Ein kleines Bild

    Ein kleines Bild ist nur geblieben
    von jener Liebe die da war,
    und ein paar Zeilen hingeschrieben
    die heute noch so wunderbar.

    Mit Worten die so lang zurück
    doch immer noch als schön empfunden,
    war auch das jugendliche Glück
    nur ein Geschenk für ein paar Stunden.

    Für Stunden die zum ersten Mal
    die Leidenschaft erkennen ließen,
    ja Schlag auf Schlag, in wilder Zahl,
    das Herz im Leibe pochen hießen.

    Und heute noch, nach all den Jahren,
    wo alles man nur nicht mehr jung,
    lebt weiter was man einst erfahren,
    im Mantel der Erinnerung.

    Ein kleines Bild, schon stark vergilbt,
    es hilft die Glut noch zu entfachen,
    die einst man für ein Wunder hielt,
    doch nötig war um zu erwachen.

    Adamas
     
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  8. Adamas

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    Drei Worte

    Ich liebe dich. Drei Worte nur.
    Drei Worte voll an Zärtlichkeit.
    Drei Worte wie ein Treueschwur,
    seit jeher, wohl schon allezeit.

    Ich liebe dich. Ich bin dir gut.
    Gräbt dieses sich nicht tief ins Herz?
    Gibt es nicht Zuversicht und Mut,
    nicht fühlend mehr den Alltagsschmerz?

    Ich liebe dich. Welch’ Glücksgefühl!
    Wie lässt das Herz es höher schlagen.
    Zeigt es doch an, dass du am Ziel
    und dir erfüllt dein banges Fragen.

    Ich liebe dich. Wie schnell gesagt.
    Und dennoch manches Mal nur Scherz.
    Doch nur wer wirklich dann geliebt,
    verbindet damit auch den Schmerz.

    Adamas
     
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  9. Adamas

    Adamas Sehr aktives Mitglied

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    Begegnung

    Ob ich dich liebe weiß ich nicht,
    zu aufgewühlt sind mir die Sinne,
    gar viel auf einmal in mich bricht
    und zu verworren sind die Dinge.

    War ahnungslos, nicht vorbereitet,
    als deiner Augen Blick mich traf
    und sich dein scheues, sanftes Lächeln,
    wie Feuer in die Seele fraß.

    Du hast die Ruhe mir genommen,
    den Mantel meiner Sicherheit,
    jetzt wo du mir so nah gekommen,
    sich plötzlich nur Verwirrung zeigt.

    Nun stehst du da, die Augen fragen
    ob Zutritt du zu meinem Herz,
    noch will es nichts von Liebe sagen,
    doch gingest du, blieb ihm der Schmerz.

    Adamas
     
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  10. Adamas

    Adamas Sehr aktives Mitglied

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    Raum für Zärtlichkeit

    Selbst wenn nun alles nur ein Traum
    hat es die Sinne doch berührt
    und über Zeit und über Raum,
    Gefühle hin zum Glück geführt.

    Hat einfach über schöne Stunden
    dem Fühlen einen Sinn gegeben,
    in dem man zärtlich eingebunden
    die Seele brachte hin zum Schweben.

    Und selbst wenn wirklich es erträumt
    muss dieses ja nicht einfach enden,
    wer weiß den schon was man versäumt
    versucht man plötzlich es zu wenden.

    Denn wo Gefühle sich verbinden
    bleibt immer Raum für Zärtlichkeit,
    auch dann wenn sie sonst nicht zu finden
    macht jeder Traum die Sinne weit.

    Adamas
     
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