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Wahrheit über Seelenpartner

Dieses Thema im Forum "Seelenverwandtschaft" wurde erstellt von Tagmond, 19. April 2018.

Status des Themas:
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  1. Romulus

    Romulus Sehr aktives Mitglied

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    So ein Seelenpartner kann die reinste Ernüchterung sein.
     
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  2. Jessey

    Jessey Sehr aktives Mitglied

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    Danke :)
    Und glaube mir.... ich war mal absolut das Gegenteil ;)
     
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  3. Tagmond

    Tagmond Sehr aktives Mitglied

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    Mit das Wertvollste im Leben sind doch Prozesse, die uns Gelassenheit schenken, die bleibt! :love:
     
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  4. Jessey

    Jessey Sehr aktives Mitglied

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    Im nachhinein mit Abstand betrachtet schon :)
     
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  5. Tagmond

    Tagmond Sehr aktives Mitglied

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    Wenn der Wunsch nach Liebe unglücklich macht

    Nichts ist schmerzhafter als unerfüllte Liebe. Seit Jahrtausenden suchen Menschen dafür Metaphern: Von Platon über das Bindungsmodell bis zu Dualseelen oder Twinsouls. Manche Modelle jedoch bergen die Gefahr, im Leid gefangen zu bleiben


    Platons Geschichte von den Kugelmenschen ist zunächst wunderschön: Die von den Göttern geteilten Kugelmenschen irren solange umher, bis sie ihre Hälfte gefunden haben, um dann mit ihr in Liebe erneut verschmelzen zu können. Das klingt nach einem wundervollen Plan. Wir können davon ausgehen, dass auch das fernöstliche Yin und Yang-Zeichen mit den beiden verschlungenen Halbkreisen von einer solchen Geschichte inspiriert wurde.

    In der Liebe werden so zwei Unvollständige wieder vollständig, sie werden wieder eins. Es ist eine Frage der persönlichen Bindungshaltung, ob sich dies wie Verheißung oder Bedrohung anfühlt. Wer Nähe sucht, wird die Idee erstrebenswert erleben, wer Selbstbestimmung sucht, wird flüchten. Die moderne Sicht der Liebe dagegen sieht es ja eher so: Zwei Individuen verbinden sich und schaffen zum Ich und Du noch ein zusätzliches Wir. Dieses Wir ist die Beziehung, die sie führen. Jedes Paar kann diese anders definieren, hoffentlich so, dass beide Partner glücklich werden. [...]
    Die Bindungstheorie besagt, dass sich geringer Selbstwert in verschiedenen Ausrichtungen zeigt: in aktiver und passiver Bindungsangst, in dem Verlangen, sich Liebe zu verdienen und im Bedürfnis, Anerkennung zu erhalten. Wenn geringer Selbstwert eine Medaille ist, dann sind Verlustangst und Bindungsangst deren zwei Seiten. Die Dynamik, wenn sich solch ängstliche Bindungstypen mit vermeidenden Bindungstypen einlassen, ist immer ähnlich: Auf die Bemühungen des einen Partners reagiert der andere mit Rückzug, das wiederum motiviert ihn, sich noch mehr zu bemühen und das sorgt für noch mehr Rückzug. Bleibt die Anerkennung aus, bemüht sich der vermeidende Partner – und es beginnt von vorne.

    Vermutlich hat jeder bereits einmal die eine vielleicht sogar auch die andere Variante erlebt und sich selbst einmal vermeidend und auch einmal ängstlich verhalten. Und jeder hatte bereits einmal das Gefühl, einen ganz besonderen Menschen kennenzulernen, sich ihr oder ihm ganz anders und viel inniger verbunden zu fühlen als mit allen anderen Kontakten zuvor. Viele nennen diese Personen Seelenverwandte, manche nennen sie Dualseelen, Zwillingsseelen oder Twinsouls.

    Diese Namen zeigen, wie nah sie dem Gedanken von Platon sind. Diese Bezeichnungen legen aber auch eine Romantisierung des Leids nahe, die sich hinter der Dynamik von aktiver und passiver Bindungsangst verbirgt. In der US-amerikanischen Szene heißen die ängstlichen Bindungstypen „Chaser“, also Jäger oder Verfolger und die vermeidenden Typen „Runner“, die Läufer. Sie ergänzen sich in ihren Bedürfnissen, kommen aber nicht zueinander. In extremen Ausprägungen sprechen Therapeuten sogar von Persönlichkeitsstörungen wie Narzissmus und Borderline. In extremen Ausprägungen führt diese Dynamik zu toxischen und dysfunktionalen Beziehungen, die schwer verletzte Partner zurücklässt, die ohne therapeutische Hilfe oft niemals wieder eine gleichberechtigte Partnerschaft eingehen können. Der Gedanke, der sich hinter Twinsouls, Zwillingsseelen und Dualseelen verbirgt, kann also in emotionale Abhängigkeit führen. Emotionale Abhängigkeit ist ein Suchtverhalten und keine Liebe.

    Die Dualseelen-Idee glorifiziert Leid als Liebesideal. Ich habe dazu Stefanie Stahl, Psychotherapeutin und Bestseller-Autorin befragt. Die Spezialistin für Bindungsangst sieht das Problem, dass die Betroffenen auf der Stelle treten, während sie auf ein höheres Prinzip hoffen. „Das ist nur ein Hoffen, es ist kein Wissen und basiert auf keiner realen Basis. Damit geben die Betroffenen ihre Verantwortung ab. Das heißt, sie sind nicht mehr motiviert, ihren eigenen Anteil an dieser Dynamik zu reflektieren“, so Stefanie Stahl. Wenn der Betroffene keine Veränderung sucht, sondern nur immer wieder Bestätigung, wird er unabhängig vom Leid so weitermachen wie bisher. [...]

    In der Beratung höre ich von unglücklich Verliebten oft Sätze wie: „Er/sie ist mein Seeleverwandter. Er/sie weiß es noch nicht. Wie kann ich ihn/sie davon überzeugen?“ Oder: „Er/sie liebt mich. Ich kenne ihn/sie besser als er/sie sich selbst.“ Sicher ist das manchmal im Schmerz dahingesagt. Doch streng genommen fehlt dahinter die Freiwilligkeit der Liebe. Eher steckt dahinter sogar ein Wunsch nach Kontrolle über einen anderen Menschen, wenn auch verkleidet in ein romantisches Gewand. Doch ist das eine Erlaubnis, jemand zu einem vermeintlichen Glück „zwingen“ zu wollen? Wäre es umgekehrt: Wer würde akzeptieren, gegen seinen Willen „verliebt“ zu werden?

    Im Grunde ist es egal, ob Sie diese Dynamik mit einem Dualseelen- oder dem Bindungsmodell erklären, solange Sie sich bewusstmachen können, dass dies niemals eine Beziehung auf Augenhöhe werden kann, die Sie da gerade anstreben. Dass Sie sich geradezu in eine emotionale Abhängigkeit begeben, die Sie unglücklich machen wird. Solch schmerzhafte Erfahrungen und ein gebrochenes Herz können neue Beziehungen schwierig oder sogar unmöglich machen.

    aus: https://www.beziehungsweise-magazin...enn-der-wunsch-nach-liebe-ungluecklich-macht/
     
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  6. circleoflife

    circleoflife Sehr aktives Mitglied

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    Man kennt es aus der Suchtberatung: Um Gewohnheiten oder gar Gewohnheiten, die an Menschen geknüpft sind, und letztlich die Menschen loslassen zu können, braucht man zuerst etwas, das die zu erwartende Lücke füllen kann. Dazu muss man sich Neues aufbauen, was zunächst viel Arbeit bedeutet.
     
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  7. Tagmond

    Tagmond Sehr aktives Mitglied

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    Die Lücke IST ja bereits. Lange vorher.
    Ohne sie blieben die Projektionen aus.
     
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  8. circleoflife

    circleoflife Sehr aktives Mitglied

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    Und ich dachte schon, es käme mal was Leeres.
     
  9. Jessey

    Jessey Sehr aktives Mitglied

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    Ich Glaube, der Wunsch nach Partnerschaft ist generell normal. Für manche um fast jeden Preis, für andere mitlerweile nicht.

    Ich glaube für viele ist eher das Problem, mit dem Beigeschmack der Trennung umzugehen. Der Glaube, diesen Schmerz nicht aushalten zu können oder die Vorstellung das dieser nicht vorüber geht. Hmmm.... vielleicht ein wenig vergleichbar mit einem kalten Entzug.

    Denn in dem Moment wo es wieder Hoffnung gibt, ein Zeichen ect, ist der Schmerz erstmal genommen in der Hoffnung das der nicht wieder kommt. Aber meistens ist es ja so.

    Ich habe mitlerweile erfahren, auch wenn man freiwillig geht und konsequent ist, es hinterläßt dennoch erstmal Spuren und geht nicht emotionslos an einem vorbei.

    Es heißt oft, man hätte dann Erwartungen. Nur ist das wirklich immer so? Da bin ich wieder beim ersten Satz, das ich glaube das der Wunsch nach Partnerschaft, Nähe usw völlig menschlich ist und Trennungen immer was mit einem machen.... dafür sind wir Gefühlswesen.

    Nur das Umgehen mit emotionalem Schmerz oder dessen Intensität, unterscheidet sich vielleicht. Diese Art Kontrollverlust über die eigenen Emotionen könnte doch auch ein Grund sein warum viele Heilung oder Erleichterung genau dort suchen wo diese ausgelöst wurde. Im Glaube es ist der schnellste und sicherste Weg. Denn anfänglich war es vermutlich auch so.... weil es einfach gut tat, alles was sich anfänglich so gut anfühlte.

    Kürzlich sagte ein Experte in einer Doku (früher war alles besser), es sei normal das unser Gehirn schlechtes vergißt. Es ist ein Interpretations Organ und auf Ordnung und Einfachheit ausgerichtet.

    Dem.... muß man sich ja auch erstmal bewußt machen um uns nicht irre leiten zu lassen.

    Wobei ich glaube das Trennungsschmerz noch etwas anderes ist (normal) als in einer schmerzhaften Situation zu bleiben. Für mich ein Zeichen das es mit den eigenen Bedürfnissen und Werte nicht zusammen paßt. Auch dann, wenn man einen anderen Menschen liebt und seines akzeptiert.

    Und die Entscheidung dann zu Gehen, bedarf schon einiges an Stärke. Zumal innere Konflikte hinzukommen können.... den anderen in Stich lassen usw.
     
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  10. Tagmond

    Tagmond Sehr aktives Mitglied

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    Gewiss ist das so - in gewöhnlichen Beziehungen.
    Aber warum muss man einem Anderen unbedingt die eigene (aus Verlustangst und Egozentrik gewachsene und oft festgefahrene) Überzeugung einer SP aufnötigen?
    Wo ist da die angeblich so große Liebe und Einzigartigkeit, das Gefühlsmensch-Streben, der Respekt, wenn doch alles unter Zwang steht?
     
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