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Sind wir nicht entwurzelt, durch die Christianisierung?

Dieses Thema im Forum "Andere Völker und Kulturen" wurde erstellt von Hollunder, 4. Januar 2014.

  1. Hatari

    Hatari Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    7.908
    Ort:
    in den weiten des Universums
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    Z. B. Das die ganze Kacke ungeklärt in die Flüsse geleitet wurde, oder auch die Abwässer von Färbereien uws und so fort..
     
  2. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    13.543
    Ort:
    Nordhessen
    Da gibt es einige Kulturen - auch in Asien ich mein irgendwo bei Theiland oder so, gibt es ein Volk bei dem die Frauen die Häupter des Clans sind und die Männer werden in den Clan der Angeheirateten eingefügt.

    LGInti
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. September 2017
    Siriuskind und Mosoluerwi gefällt das.
  3. Solis

    Solis Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Oktober 2011
    Beiträge:
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    Ort:
    Nordrhein-Westfalen
    Was aus dem Christentum gemacht wird, ist auch mir fremd. Aber ich unterscheide zwischen dem, was daraus gemacht wird und dem,was es ist.
     
  4. Arcturin

    Arcturin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Mai 2016
    Beiträge:
    8.658
    Ort:
    potentiell immer da; tendenziell fokussiert
    Was ist es denn? Letztlich ist eine Religion immer nur so gut wie ihre Anhänger.
     
  5. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    13.543
    Ort:
    Nordhessen
    Ich denke es ist etwas differenzierter

    Religion wird von denen gemacht, die die Macht dazu haben und das ist nicht die Masse der Anhänger. Was stimmt ist, dass die Anhänger einen Eindruck davon vermitteln, wie sich Religion auf der untersten Ebene darstellen kann. Aber da gibt es Unterschiede. Eine Kirchengemeinde vermittelt einen anderen Eindruck als eine klösterliche Gemeinschaft und auch da kann es Unterschiede von der einen zur anderen geben. Noch dazu die Ausprägung im Einzelnen. Aus diesen Reihen sind nicht wenige Mystiker hervorgegangen, die sich widerum von allen anderen Gläubigen der gleichen Religion unterscheiden. Und das gilt für jede Religion.

    LGInti
     
  6. Arcturin

    Arcturin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Mai 2016
    Beiträge:
    8.658
    Ort:
    potentiell immer da; tendenziell fokussiert
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    Eine Weltreligion ist ja nur ein Überbegriff, der viele verschiedene Gruppierungen und Gemeinschaften umschließt.
     
  7. Solis

    Solis Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Oktober 2011
    Beiträge:
    4.044
    Ort:
    Nordrhein-Westfalen
    Was gewöhnlich daraus gemacht wird, hat sich meinen Beobachtungen gemäß als etwas dargestellt, das durchsetzt ist vom Materialismus in Verbindung mit der Ansicht, als ein zur Strafe aus dem Paradies Verbannter durch das Nehmen der Frucht vom Baum der Erkenntnis zu sein.
    Es besteht das Bestreben zur Rückkehr, was durch eine Haltung erreicht werden soll, die dem Paradiesischen entspricht, bevor vom Baum der Erkenntnis genommen worden war. Die physische Welt wird als Gefängnis, als ein Verbannungsort anerkannt und gewürdigt. Und es wird nur das, was sich ihr und den physischen Sinnen bietet als maximale Grenze der Erkenntnis genommen.
     
  8. ~WaterBrother~

    ~WaterBrother~ Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. August 2017
    Beiträge:
    368
    Ort:
    CCAA - zwischen Baum und Borke
    Und diese Mystiker sind sich untereinander oft ähnlich, obgleich ihr Glaube den verschiedensten Quellen entspringt. Die Suche nach dem unmittelbaren Erleben, dem Dialog mit Gott wenn man so will, eint sie.
    Dem steht die Religion als Herrschaftswissen entgegen, die gesellschaftliche Strukturen per metaphysischem Salbader stabilisieren möchte. Diese Aufgabe des Sicherns von Herrschaft kam dem Druiden früherer Zeiten ebenso zu, wie später dann dem Popen. Religion im Sinne vorgeschriebener Glaubenssätze war wohl immer schon politisch. Und die Suche nach Gott, oder dem spirituellen Kern, war einer kleinen Gruppe vorbehalten, die von der Gesellschaft alimentiert und toleriert wurde.
    Ich würde die Deutung von Spiritualität keiner übergeordneten Autorität überlassen wollen.
    So gesehen leben wir in einer guten Zeit; unsere Gesellschaft ist vorwiegend säkular organisiert, die Ausübung jedweder Glaubenspraxis geschützt, der Zugriff auf Wissen ist freier denn je und räumt jedem die Möglichkeit ein, sich auf die ihm eigene Art auf die Suche zu begeben. In unseren Breiten ist auch die materielle Grundversorgung gesichert und wir dem Zwang enthoben, täglich um unser Überleben zu kämpfen. Die besten Voraussetzungen für die eigene Suche, wahrscheinlich sogar einzigartig in der Menschheitsgeschichte.
    Ich fühle mich in gewisser Weise auch entfremdet, allerdings weniger von irgendwelchen Wurzeln durch die Christianisierung, als durch die Tatsache, daß so wenige Menschen ein Interesse am Gesamtsystem haben. Zumindest habe ich aber die Freiheit, dieses Interesse frei zu diskutieren, ohne von Religionsvertretern gemaßregelt zu werden.
    Ich stimme allerdings insofern zu, daß ich eher Animist bin, als an einen Schöpfergott zu glauben.
    Da bin ich alten Gesellschaftsformen also schon näher, als den Buchreligionen.
     
    starman, Mosoluerwi und Inti gefällt das.
  9. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    13.543
    Ort:
    Nordhessen
    Heute gibt es andere Gruppen, die einen massregeln wollen.
    Die Frage ist halt in einer säkularen Gesellschaft, wohin kann man sich wenden? Wer heute Fragen hat, wird sich kaum an den Pfarrer wenden. Man traut ihm keinerlei Spiritualität zu. Wem traut man Spiritualität zu? Wohin wendet man sich? Da bleibt in der heutigen Zeit, evtl noch von den klassischen Möglichkeiten der Zen, oder bestimmte Yogische Gurus, oder aber der Schamanismus und evtl. magische Orden bis zur Anthroposophie.
    Ich bin wahrscheinlich einer der letzten, die noch durch die katholischen Riten in die Spiritualität fand. Aber ich muss zugeben, auch mir wurde diese Entwicklung erst so richtig klar, als ich schamanische Riten erlebte, Zen praktizierte und in die Literatur eines R.Steiner eintauchte.

    Nun zum Schöpfergott. Auch in vielen Stammeskulturen gibt es einen Schöpfergott, neben vielen anderen Göttern und wenn man Schöpfung betrachtet, ist das ja kein unverrückbarer Akt der Erschaffung, sondern eine Spur der Veränderung. Leben wandelt sich permanent, somit ist Schöpfung kein einmaligen Akt, sondern ein Prozess.

    Und zu den Buchreligionen. Erst mal eine Ehrenrettung des Buches. Es hat Kultur wie wir sie kennen bedeutend mitgeprägt. Die Sumerer konnten ihre Stadtstaaten nur aufbauen mit der Schrift, anders ist der Warenfluss in solchen großen Gemeinschaften nicht zu bewältigen. Das Problem ist heute, dass Schrift halt ein in die Festigkeit getriebenes Teil des Lebens ist - Lebendiges erstarrt. Das ist der negative Aspekt der Buchreligionen, deshalb findet da auch keine Veränderung mehr statt, da es auch keine Menschen mehr gibt, die für alle verbindlich von den Göttern/Gott Botschften erhalten. Zwar gibt es solche Menschen - die Medialen - aber wer glaubt denen schon?

    LGInti
     
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  10. ~WaterBrother~

    ~WaterBrother~ Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. August 2017
    Beiträge:
    368
    Ort:
    CCAA - zwischen Baum und Borke
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    Danke für die Einlassungen und Präzisierungen.
    Ich schrieb ein wenig zu allgemein und aus dem Bauch heraus, und mehr aus einer persönlichen, denn einer historischen Perspektive.
    Bin da wahrscheinlich auch nicht so kenntnisreich.
    Den Schöpfergott halte ich persönlich für nicht notwendig; allerdings scheint es ein Grundbedürfnis des Menschen zu sein, sich Modelle über seine Herkunft zurechtzulegen. Ist ja in vielen Fällen nicht einmal ein Gott in dem Sinne. Vielleicht hätte ich eher vom Monotheismus des Christentums schreiben sollen, und streng genommen waren die germanischen Kulte ja auch schon keine animistischen mehr.
    Tatsächlich will ich da auch keinen prinzipiellen Gegensatz aufbauen, dogmatisch erstarren können sie beide.

    Den großen Vorteil einer säkularen Gesellschaft erkenne ich darin, daß die Mythen aufgrund allgemeinen Desinteresses relativ gleichberechtigt nebeneinader stehen. Man kann nach seiner Facon selig werden, wird vielleicht als Spinner abgetan, aber landet nicht mehr auf Scheiterhaufen.

    Was vielleicht auch den großen Vorteil bietet, daß man tatsächlich auf sich gestellt ist mit seiner Spiritualität, diese unmittelbar erfahren muss und nicht einfach einem tradierten Weg folgt. Das mag aber auch meinem Naturell entspringen. Wo zwei oder drei in einem Namen versammelt sind, da werde ich mißtrauisch. Andere sehnen sich nach dem Gemeinschaftsgefühl, der Rückversicherung.
    Die Rückbesinnung auf 'germanische Traditionen' erscheint mir in diesem Zusammenhang als die Sehnsucht nach einer Vergangenheit, die es so vielleicht nie gab. Legitim ist diese Rückbesinnung allemal, das würde ich niemandem absprechen wollen.

    Ehrenrettung des Buches? Die unterschreibe ich. :)
    Und an wen würde ich mich heutzutage wenden, wenn ich Fragen hätte und Sehnsucht nach einer Gemeinschaft?
    Vermutlich hätte ich mich mal mit liberalen Quäkern zusammgesetzt.
     
    Inti gefällt das.
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