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Festhalten am irdischen Dasein, obwohl es Zeit wäre zu gehen

Dieses Thema im Forum "Nahtoderfahrungen" wurde erstellt von FischeMond, 18. November 2009.

  1. JimmyVoice

    JimmyVoice Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. November 2004
    Beiträge:
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    Ort:
    Berlin und Wien sowas wie zweite Heimat
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    Sich selbst zurück nehmen und mit dem Herzen handeln und nicht mit dem Verstand, ist das wichtigste
     
  2. FischeMond

    FischeMond Mitglied

    Registriert seit:
    2. Oktober 2005
    Beiträge:
    96

    Vielen Dank liebe/r? Syrius für deine lieben Worte. Ich gehe mit allem, was du geschrieben hast und es hilft mir sehr.

    Lieben Gruß,
    Fischemond
     
  3. FischeMond

    FischeMond Mitglied

    Registriert seit:
    2. Oktober 2005
    Beiträge:
    96
    Danke für eure Gedanken. Es ist interessant, da ich gerade heute zu der Entscheidung kam, dass ich mit ihr über genau das sprechen möchte, wovor sie ausweicht, nämlich den Tod - und jetzt lese ich, dass du genau das nicht machen würdest. Wenn ich aber nach meinem Herzen handele, ist es genau das was ich machen möchte, um sie an das Thema heranzuführen. Ich kam zu dem Schluss, dass sie mich womöglich überhaupt nicht begreift, wenn ich sozusagen von 0 auf 100 zu ihr von Dingen rede, die sie nicht verstehen WILL. Ich dachte mir, es ist besser, langsam auf dieses Thema zu sprechen zu kommen, UM ihr die Angst davor zu nehmen. Es kann doch irgendwie nicht sein, dass ein Mensch kurz vor seinem Tod steht und sich darüber keine Gedanken macht. Ich kann mir das nicht vorstellen. Ich glaube, wenn ich an ihrer Stelle wäre, und soviel Angst vor dem Sterben hätte, wäre ich froh, wenn jemand mit mir darüber spricht. Und ich weiß nicht, was ich mit ihr Sinnvolles sprechen sollte, wo doch die Zeit so kostbar ist. Alles "Irdische" bringt nichts, weil ihr Blick dann weiter daran haftet.
    Ich glaube, sie sucht wirklich Hilfe von mir, und ich muss einen Weg finden, ihr WIRKLICHE Hilfe zu geben - die einzige Hilfe, die sie kennt ist: Ich komme zu ihr, sie tankt wieder Kraft, ihr geht es besser, und das Leiden geht weiter ohne dass SIE weitergekommen ist.
    Ich weiß auch nicht, ich glaube, ich muss einfach hingehen, schauen, und im Hinterkopf habe ich einen Weg den ich ihr zeigen möchte, und entweder sie nimmt es, dann ist sie auf IHREM Weg ein großes Stück vorangekommen, oder sie kann es nicht nehmen, und dann ist sie einfach noch nicht soweit.

    Wenn ich es aus dem Herzen tue, kann es doch nicht falsch sein.

    Liebe Grüße,
    Fischemond
     
  4. JoyeuX

    JoyeuX Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Dezember 2005
    Beiträge:
    9.100
    Ort:
    daheim
    Hi,

    lies dir mal die 5 Phasen des Sterbens durch.

    Hier ein Link...

    http://www.jugend-themenguide.de/se...terbehilfe/die_fuenf_phasen_des_sterbens.html

    Als meine Mutter das Jahr starb, hat sie davon etliches durchgemacht, auch die Verleugnung und die Wut.
    Sie war genauso schwer zu handhaben, und das sehr lange, das darf man dem Menschen aber nicht übel nehmen...

    Ich hatte bis zum Ende allerdings nicht das Gefühl dass sie es angenommen hat, dass es dem Ende zugeht. Sie sagte 2 Tage vorher sogar noch, dass sie schon noch gesund werden würde...
    Ich denke allerdings dass sie innerlich wusste, dass das nicht passieren würde, ich wusste es unterbewusst auch...und wolle es nicht wahrhaben.

    Ich dachte schon oft darüber nach, und habe mir Gedanken gemacht und viel geheult. Aber nie vor ihr.
    Wenn ich über den Tod reden wollte, suchte ich mir andere Leute, Freunde, oder auch mal die Sozialarbeiterin im Krankenhaus in dem sie lag...
    Ich hab das Thema Tod allerdings auch weggedrängt, und daheim geheult, und im Krankenhaus, oder vor ihr so getan als würde alles wieder gut werden. Und ich glaube das brauchte sie auch...
    Man sollte imho niemandem sagen, dass er/sie bald tot ist...
    Sterben tut sowieso jeder, sie wird nicht ewig leben, nur weil du es ihr nicht sagst. :(



    hm, versetz dich mal in ihre momentane Lage, wenn du kannst.

    Bei meiner Mutter dachte ich mir auch zeitweise...das kanns ja nicht sein, dass sie das oder jenes nicht annimmt, und sich so sehr gegen diesen oder jenen Gedanken sträubte. Den Gedanken krank zu sein usw...
    Als sie dann verstorben war; sie starb an Krebs...hatte ich einen Traum...
    Nämlich dass ich vom Arzt die Diagnose bekommen würde, auch Krebs zu haben.
    Ich habe so eine Panik bekommen in dem Traum, weil ich wusste ich würde die Krankheit nicht überleben können und daran bald sterben. Ich bin weinend und mit Angst aufgewacht...und dachte mir dann... ach so fühlt es sich an wenn man keine Hoffnung mehr hat.

    Es ist eigentlich nicht nachzuvollziehen, bis man selber mal dran ist.
    Tod...Sterben...einfach nicht mehr sein...die eigene Existenz ist weg...

    Das ängstigt, wenns um einen selber geht...

    Noch dazu kommt die Demenz deiner Mutter.
    Es wird nicht leicht sein, zu merken, dass es geistig plötzlich nicht mehr so geht wie früher.

    Unter den ganzen Umständen kann man vielleicht nicht anders, als so zu handeln wie deine Mutter es tut.
    Es wegdrängen, böse und wütend und unhandlich werden...
    Irgendwie muss man damit ja fertig werden...

    Lass ihr Zeit....
    Versuche die Zeit die ihr noch gemeinsam habt, so gut zu gestalten wie es geht. Für euch beide. Wer weiß schon, ob man sich wirklich wieder sieht, nachdem sie mal fort ist.
    Man hat ja nur eine Mutter...
     
  5. Nayeli

    Nayeli Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. Oktober 2006
    Beiträge:
    1.339
    höre auf dein Herz.


    Sei lieb gegrüßt,
    Nayeli
     
  6. JoyeuX

    JoyeuX Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Dezember 2005
    Beiträge:
    9.100
    Ort:
    daheim
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    Noch was...
    wird wohl auch psychologisch empfohlen, dem Menschen seinen Tod nicht direkt ins Gesicht zu erzählen...:

    "Insgesamt hat der Patient in allen Phasen Hoffnung. Diese sollte bis zum Tod weitergetragen und keines Falles genommen werden. Der behandelnde Arzt sollte versuchen, immer wieder aufmunternde Dinge zu erwähnen und dem Menschen zu versichern, dass er alles tut, was in seiner Macht steht."


    Es ist für dich sicherlich schwer, und du würdest das sehr gerne geklärt haben, und evtl. Absolution von deiner Mutter hören, dass sie mit Freude von hier geht...aber versetz dich bitte erst mal in ihre Lage, bevor du sie von ihr ungewollt mit ihrem baldigem Tod konfrontierst...

    :kiss4:

    LG
     
  7. FischeMond

    FischeMond Mitglied

    Registriert seit:
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    96
    Liebe Joyeux,

    deine Geschichte hat mich sehr berührt.

    Ich möchte gerne erzählen, wie es gewesen ist - ich war heute vormittag im Krankenhaus.
    Ich bin mit der Einstellung hingefahren, einfach nur zu schauen was ist, mit dem Vertrauen, dass ich dann schon das Richtige machen werde.

    Zuhause habe mir Schutz erbeten, für mich und für sie.

    Ich bin die 20 km zum Krankenhaus gefahren, kurz vor dem Hospital bekam ich Magenschmerzen und ich spürte, wie mein Schutz bröckelte - macht nichts, dachte ich mir, es wird auch so gehen.
    Im Krankenhaus hatte ich weiche Knie - macht nichts, an den Schutz erinnern.

    Als ich zu ihr kam, empfing sie mich selig lächelnd, und trotz dass sie nur noch aus Haut und Knochen besteht, sah sie irgendwie schön aus.

    Ich habe nicht viel gemacht.

    Ich habe sie gestreichelt, ihre Hand gehalten, solange bis ich das Gefühl hatte ich muss loslassen, weil sie mir sonst von meiner Substanz nimmt. Ich habe keine wichtigen Dinge mit ihr gesprochen - sie redet auch sehr stereotyp und begreift die Dinge nicht so richtig, die ich sage, dazu ist sie irgendwie zusehr in ihrer eigenen Welt.

    Mir war klar, dass ich mit ihr keine relevanten Dinge reden kann.
    Vielleicht wann anders.
    Vielleicht auch gar nicht.

    Mir war klar, dass sie nichts begriffen hätte, was irgendwie abstrakt gewesen wäre.

    Es geht (noch) nicht, und vielleicht geht es auch gar nicht.



    Ich habe dann heute mittag deine Geschichte gelesen, auch die Phasen des Sterbens (ich kannte sie schon), und die Empfehlung, den Tod nicht zu thematisieren.
    Ich weiß nicht was richtig ist. Aber ich glaube daran, dass man instinktiv das Richtige machen wird aus der jeweiligen Situation heraus.

    Mich würde sehr interessieren, was Sterbebegleiter und Pfarrer machen, wenn sie zu Sterbenden gerufen werden. Klammern sie das Thema auch aus?


    Wenn ich in mich hineinhöre, habe ich heute richtig gehandelt.
    Schwierig ist für mich nur, dass meine Mutter mit mir offensichtlich so selig ist, und meinen Vater schneidet, obwohl er die größte Last zu tragen hat und sich rührend um sie kümmert.
    Ich werde das Gefühl nicht los, dass sie sich demonstrativ mit mir verbindet um ihn zu treffen - das ist furchtbar, denn ich möchte meinem Vater nicht in den Rücken fallen. Das war schon immer mein Problem mit ihr, dass eine enge Verbindung mit ihr immer auch beinhaltete, dass sie einen Zweck damit verfolgte.
    Es geht nicht darum, dass ich ihr das nicht vergeben könnte; ich kann es vergeben (nicht im Sinne von oben herab, sondern im Sinne von Nächstenliebe), ich fühle mich trotzdem manipuliert und als "Mittäter" bei einer Intrige.

    Ich weiß nicht, ob man das nachvollziehen kann; es ist diese nicht-greifbare Art der Manipulation, die so schwer zu durchschauen und so ungeheuer wirksam ist, weil man sich kaum dagegen wehren kann; nur um den Preis eines schlechten Gewissens, und genau das ist beabsichtigt.

    Ich kann (darüber bin ich so froh) inzwischen mit meinem Vater darüber reden. Früher ging das nicht, da ich dachte, das was meine Mutter über meinen Vater erzählt, ist wahr........


    Inzwischen habe ich von meinem Vater erfahren, dass sie heute so über eine Schwester im Krankenhaus geschimpft hat, dass er sie zu sich nach hause geholt hat (die Belegschaft in diesem Krankenhaus ist SEHR lieb.........)

    Ich danke dir und euch allen, dass ihr mir so geholfen habt.
    Auch wenn ich nicht weiß, wie es weitergeht, habe ich einen ungefähren Weg vor Augen, und das hatte ich vorher nicht.......

    Liebe Grüße,
    FischeMond
     
  8. JoyeuX

    JoyeuX Sehr aktives Mitglied

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    Hi, hab dir auch eine PN geschrieben. Wollte nur mal kurz schreiben, wegen den Pfarrer und Sterbebegleiter...
    Ich denke, die kommen meißt dann, wenn der Sterbende sie auch verlangt, und damit abgeschlossen hat gehen zu müssen.
    Als ich mal mit meiner Mutter, so vielleicht 2 Wochen vor ihrem Tod, im Krankenhaus war, ging auch eine Seelsorgerin der Kirche durch die Station, und sprach uns auch an.
    Ob wir mit ihr reden wollen würden, also speziell meine Mutter und so...
    Sie sah etwas entsetzt aus, und mich hats auch geschockt...
    Man weiß es ja, aber oft kann man es nicht annehmen.
    Wir haben abgelehnt.

    hm, du darfst ihr auch nicht so übel nehmen, dass sie deinem Vater gegenüber so ist.
    War bei mir genauso...ich kenn das....
    Sie hat mich quasi ständig auf die "Probe gestellt"...oder auf Deutsch gesagt...gereizt...
    Ich war rund um die Uhr da, und sie hat sich gegen mich gewehrt bis geht nicht mehr.
    Bei allen anderen ging es, sie aß und trank brav, und badete usw...bei mir ging es nie...

    Wird oft wirklich so unterbewusst von den Leuten gemacht, vielleicht auch etwas als Verzweiflung...so quasi..."bist du auch noch da, wenn ich dich so und so behandle? Oder gehst du und lässt mich im Stich..."

    Naja, und wegen der Schwester mach dir keinen Kopf, die wird wissen müssen dass manche Patienten auch mal grantig werden können, wenn sie das nicht einstecken kann, ist sie im falschen Beruf. Gehört halt dazu.... :)
     
  9. JimmyVoice

    JimmyVoice Sehr aktives Mitglied

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    Bei ehrenamtlichen Sterbebegleitern ist es anders, Diese werden meist von den Angehörigen geholt, dann gibt es Gespräche mit der zu betreuenden Person, die aber meistens nicht abgeschlossen haben. Ich selbst habe nie mit einem Sterbenden über Sterben und Tod geredet und solche Gespräche sind in der Regel auch sehr selten, denn der Betreffende muss darüber reden wollen und die wenigsten wollen darüber reden. Hin und wieder wird versucht es zum Thema zu machen, aber meistens wird dann auch abgeblockt. Wenn der betreffende es selbst nicht thematisiert, hat man als Sterbebegleiter zu gut wie keine Chance
     
  10. JimmyVoice

    JimmyVoice Sehr aktives Mitglied

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    Also ich würde raten, sich ein Hospiz zu suchen und dort vorstellig zu werden, um Hilfe und Unterstützung zu bekommen und Entlastung zu bekommen
     

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