Die Verteufelung des Egos

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Terrageist, 7. November 2019.

  1. **Mina**

    **Mina** Sehr aktives Mitglied

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    Ich glaube, wenn es darum geht, sein "Ego zu überwinden", könnte damit gemeint sein, dass einem - je nach spiritueller Richtung - beispielsweise die Vereinigung mit dem Universum zuteil werden soll. Und das soll laut Erfahrungsberichten ein ganz tolles Gefühl sein.
    Ich glaube auch, dass das Ego zum Überleben notwendig ist, aber etwas anderes ist als das "Selbst". Das "Selbst" ist die Identität (mal ganz grob gesagt), das Ego so ein bisschen der "Treibstoff" zur Selbsterhaltung. Und ob man dieses Ego bis zur Selbt-Auflösung aufgeben will, ob diese Aufgabe gar nicht die Selbst-Auflösung zur Folge hätte oder ob man sein Ego lieber behalten möchte, sollte, oder gar muss - da gibt es wohl sehr viele unterschiedliche (spirituelle) Sichtweisen. :)
     
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  2. Terrageist

    Terrageist Sehr aktives Mitglied

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    Hallo,
    nein ich meinte eigentlich eher gerade das Gegenteil. Dass es ansich keinen Unterschied gibt, sozusagen nach deinen Beschreibungen zwischen Selbst und Ego.
    Und diese Verschmelzung mit dem Universum ist, denke ich, einfach ein tieferes Begreifen des wirklichen Wesens, egal ob man es Ego oder Selbst nennt. :)
     
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  3. **Mina**

    **Mina** Sehr aktives Mitglied

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    Okay, hmmm. Das heißt, man kann es also so oder so interpretieren, meinst Du?
    Ich glaube, ich muss mir Deinen Beitrag noch einmal genau durchlesen, wenn ich etwas ausgeschlafener bin :)
     
  4. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Ich bin Idealist. Natürlich ist das Maya (Illusion).

    Aber es ist dennoch de facto so, dass wir uns als Subjekt in einer Welt erleben, die für uns Objekt (außen) ist. Es ist auf der untersten Ebene nicht wirklich der Fall, aber an der Oberfläche ist es zutreffend.

    Klar, diese Erfahrung bringt uns (oder ICH = Gott) auch weiter (siehe "Luzifer"), aber das Leid ist dadurch (wenn man als Individuum existiert) auch unvermeidlich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. November 2019
    hakage und Matangi gefällt das.
  5. hakage

    hakage Sehr aktives Mitglied

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    Jepp,
    zuerst ist es Leid
    und dann wird es Erfahrung.
     
  6. hnoss

    hnoss Sehr aktives Mitglied

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    also, ich erfahre das gerade anders

    das ich ist das ich und das selbst ist das selbst aktuell ein anderer aber dennoch ein teil von einem selbst

    hier wieder die dualseele von der ich spreche
    es ist auf jeden fall ein anderer aber dennoch ein teil von mir selbst

    nun...gibt es da aber noch ein anderes selbst außer DAS...das was man Krishna zb nennt

    das ist ein stufe über dem ich...die sicht von da ist auch nicht mehr persönlich ansich...die sicht von dort ist sehr zärtlich und liebevoll, ganz ruhig

    ich glaube darum geht es...in dieser reinen ego sicht kommen häufiger probleme auf, ich merke mein ego auch in negativer form

    wenn man zb luzide träumt, dann beschreiben einige auch eine perspektivverschiebung nach oben...

    ich war einmal sehr traurig und schloß meine augen...nach einer lurzen weil verschob sich die situation binnen sekunden, ich sah mich von oben an, wie ich so traurig da saß und war wie schon beschrieben unglaublich ruhig und liebevoll, mir selbst gegenüber

    dieses andere selbst wird mit spiritueller übung/reinigung und beobachtung zunemend freigelegt, , es ist voller mitgefühl aber keineswegs traurig irgendwie, es leidet nicht...wie das ich....obwohl das andere auch als ich zu bezeichnen wäre, aber ein anderes Ich^^ irgendwie größer

    diese kleinere ich, ist auch ständig mit unfug beschäftigt und möchte nicht so, wie das große ich...idiotisch

    vielleicht kommt es deswegen meist zu einer negativ beschreibung...weil dieses kleinere ich auch wirklich meistens negativ ist...es zb verlernt hat in resonanz mit dem großen ganzen zu sein und deshalb bisher zerstörung verursachte
     
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  7. hakage

    hakage Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    435
    Ich sage dazu gerne:
    Gott liebt grosse, starke Egos
    oder grosse, starke "kleine ichs".

    Weil in dieser Welt nur das "kleine ich" wirkt, arbeitet, macht, tut oder lässt.
    Meine Seele und das Leben kann nur durch dieses "kleine ich" sich ausdrücken.

    Die Kunst ist mit Beschränkungen (und das "kleine ich" ist sehr beschränkt)
    das Unbeschränkte zu wollen und umzusetzen.
    Schreiben kann ich das locker.

    Umsetzen ist die Kunst, in der ich übe.
    Tagein, tagaus.
     
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  8. Suraja13

    Suraja13 Sehr aktives Mitglied

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    1.964
    So wie ich es verstanden habe, ist das Selbst und das Ego, ein und dasselbe.
    Es mit nichts und niemanden eine Trennung gibt.
    Ich schließe es aus vielen Berichten die ich gelesen und gehört habe am deutlichsten geht es für mich aus dem was Willigis Jäger sagte hervor:

    “Erleuchtung ist nicht der Augenblick, in dem der Wassertropfen sagt:
    "Ich bin das Meer", sondern wenn das Meer sagt: "Ich bin der Wassertropfen."
    In diesem Augenblick spricht der Mystiker:
    "Ich bin ES" oder "ich und der Vater sind eines" oder "Ehe Abraham war, bin ich."Was das Ich sagt, ist freilich nicht das personale Ich, sondern es ist die Erste Wirklichkeit selbst.”
    (Pater & ZEN-Meister Willigis Jäger)

    Ich denke wenn wir uns nach einem Partner sehnen oder an Seelenpartner glauben, wir eigentlich das Bedürfnis haben, mit uns selbst wieder eins zu werden.
    Diese Sehnsucht bringt uns letztendlich auf dem Weg, den wir spirituellen Weg nennen.
    Die Suche endet wenn wir uns gefunden haben und von da an fangen wir an zu leben.
    Vorher sind wir wie tot.
     
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  9. NuzuBesuch

    NuzuBesuch Sehr aktives Mitglied

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    Kleiner Planet am Rande der Milchstraße
    Na ja, "wie tot" finde ich doch etwas übertrieben, leben tut man ja von Anfang an.
    Aber ab da kann man das Leben auch GENIEßEN - jedenfalls ist das bei mir so.

    :)
     
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  10. Suraja13

    Suraja13 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Ich denke es geht eher um den geistigen Tod.
     
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