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Den Tod (m)eines Kindes Überleben...

Dieses Thema im Forum "Trauer" wurde erstellt von göttliche, 26. Juli 2015.

  1. göttliche

    göttliche Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juli 2015
    Beiträge:
    1.043
    Ort:
    im Hegau
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    Ein Jahr ist es nun her seit dem fürchterlichen Unfall von unserem Sohn.
    Es ist gar nicht einfach, einen Weg zu gehen, den man nicht gehen wollte...
    Ich hatte mein Leben anders geplant, war meinen Weg gedanklich längst gegangen...
    Ich wollte nicht viel. Ich wollte nur meine Kinder wachsen & gedeihen sehen, ich freute mich auf jede Veränderung, auf die Tiefen & Höhen ihres Lebens...
    Ich wollte Frieden, unsere Ruhe, einfach nur unser Sein geniessen.
    Ich war dankbar, unendlich Dankbar für alles was ich hatte, denn das was ich hatte, war mehr als ich mir zu träumen gewagt hatte.
    Ich war stolze Mutter zweier wundervoller, gesunder Kinder. Das ist keine Selbstverständlichkeit, das wussten wir alle, wir waren nie Weltfremd.
    Nichts war kostbarer als das was ich hatte. Ich war, in meinen Augen, die reichste Frau.

    13.04.15 Tag des Unfalls

    Es war schrecklich ...
    ich kam im Krankenhaus an ...
    ich wusste wie es um Dich stand,
    ich hoffte dennoch ...
    Während wir bei Dir waren, hat sich unser Haus gefüllt, mit unserer Familie,
    unserern Freunden, niemand wollte uns in diesen Momenten alleine lassen.
    Die Wenigsten fragten, ob sie kommen durften. Sie kamen einfach & das war gut so.
    Alle Menschen die uns wichtig waren waren da, haben sich liebevoll um uns gekümmert.
    (In dieser Zeit erlebten wir, wem wir wichtig waren & wem nicht!)
    Zu diesem Zeitpunkt stand ich bereits Meilen neben mir...
    es gibt nichts, was mich jemals hätte schlimmer treffen können!
    Das ist das schrecklichste was einer Mutter passieren kann! Unser aller Leben ist unter diesem enormen Druck erschlagen worden.
    Meine Eltern, die nie wieder so glücklich sein werden, meinem jüngeren Sohn dem seine Positivität dadurch geraubt wurde, von meinem Mann ganz zu schweigen.

    Die Fahrerin des PKW hat sich selbst bis heute nicht gemeldet.
    Bist Du Dir dessen überhaupt auch nur im Ansatz bewusst, was Du uns angetan hast?
    Als Du ungebremst in den "Motorradfahrer" gefahren bist???
    In meinen Jungen?

    fahre unangeschnallt - Du zahlst 40 Euro
    Fahre zu schnell - Du zahlst ab 15 Euro
    Parke falsch - ab 15 Euro
    aus einer Privatausfahrt auf eine Vorfahrtstraße fahren ohne richtig zu schauen ...
    erst NACH Aufprall zu bremsen beginnen ---
    0 Euro - Straffrei
    kein Urteil gegen den Unfallfahrer
    ..ein "Fall" von hunderten...

    "Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf.
    Wer aber die Wahrheit kennt und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher."

    Galileo Galilei
     
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  2. Hatari

    Hatari Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    5.133
    Ort:
    in den weiten des Universums
    Liebe Göttliche,

    der 13.04. berührt mich besonders, da an diesem Tag geboren, was wieder zeigt wie nah sich Leben und Tod sind.

    Was immer wir Menschen ertragen müssen ist für mich manchmal nicht vorstellbar, doch es wohnt so viel Kraft in uns, die uns trotz des tiefen Schmerzes trägt.

    Warum nimmt Gott junge Menschen die wir lieben von unserer Seite. Stimmt es wirklich, dass er sie am meisten liebt?

    Liebt er uns nicht, oder warum tut er das?

    Auch Menschen die Schuld auf sich geladen haben, weil sie einen Moment nicht aufmerksam waren. Wir fragen uns was fühlen sie, warum nehmen sie nicht Anteil an meinem/unserem Schmerz?

    Doch wir können uns nicht in diese Menschen hinein versetzen, wir wissen nicht was sie denken und fühlen, uns was sie bewegt.

    Was würde es mir geben, wenn sich dieser Mensch der mein Kind auf dem Gewissen hat, bei mir meldet?

    Ist es nicht so, dass unser Leben vorbestimmt ist?

    Würde es mich trösten?
    Würde ich ihn als Mörder bezeichnen?
    Würde es mir Genugtuung geben?

    Das sind alles Fragen die ich für mich gerne überdenkenswert halte.

    Ist dieser Mensch nicht für den Rest seines Lebens gezeichnet?

    Was weiß ich von diesem Menschen? Es könnte doch sein, dass er längst zerbrochen ist. Vielleicht ist er gar nicht mehr unter uns?

    Für mich ist es so, dass ein Mensch nicht so gefühllos sein kann, ein Kind seiner Mutter entrissen zu haben und sein Leben fortsetzt wie er immer gelebt hat.

    Ist dieser Mensch überhaupt wichtig für mich?

    Ist es nicht wichtig für mich selbst zu Überleben, endlich das Tal der Trauer zu verlassen? Diesen grenzenlosen Schmerz, der überhaupt nicht weniger werden will, für mich erträglich zu machen?

    Was ist es nur, das sich nicht loslassen will oder kann? Denn zum Trauern gehört auch Loslassen.

    D. h. nicht vergessen, d. h. nicht aus meinem Herzen verbannen, nein dass heißt es nicht.

    Es heißt zu akzeptieren, dass wir jetzt in zwei verschiedenen Welten leben, Getrennt und doch eins, für die Ewigkeit.

    Denn ich möchte, dass mein Kind in seiner Welt leben frei und ohne Schmerzen leben kann.

    Denn ich denke mein Sohn möchte, dass Mutter, Vater und Bruder, genau so wie er in Liebe und ohne Schmerzen, mit einander ohne schlechtes Gewissen ihr altes Leben wieder aufnehmen.

    Das wir zusammen wieder glücklich sind, uns liebevoll begegnen im Gedenken solch einen tollen Sohn und Bruder gehabt zu haben.

    Dankbar zu sein für die Tage, Wochen, Jahre die wir gemeinsam verbringen durften, und

    doch voraus zu schauen was das Leben für uns noch alles bereit hält.

    Denn er wird immer in unserem Kreis sein.

    Alles Liebe für dich und deine Familie
     
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  3. silberelfe

    silberelfe Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. September 2007
    Beiträge:
    2.572
    Ort:
    Freilassing/Salzburg
    Wundervolle Worte @Hatari danke dafür!!
     
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  4. göttliche

    göttliche Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juli 2015
    Beiträge:
    1.043
    Ort:
    im Hegau
    @Hatari danke für deine lieben Wünsche
     
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  5. Hatari

    Hatari Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Februar 2015
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    in den weiten des Universums
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  6. Magel Do

    Magel Do Neues Mitglied

    Registriert seit:
    7. November 2015
    Beiträge:
    1
    Ort:
    Hamburg
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    Lieb Göttliche,

    es ist nicht zu ertragen. Mit diesem Schmerz und der unendlichen Sehnsucht nach meinem Kind lebe ich seit zwei Jahren. Auch mein Sohn musste so jung gehen, er war erst 26 Jahre alt. Ich fühle deinen Schmerz, denn ich kenne ihn.

    Alles Liebe

    Magel Do
     
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  7. göttliche

    göttliche Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juli 2015
    Beiträge:
    1.043
    Ort:
    im Hegau
    @Magel Do, Liebe, Kraft und Licht für Dich....

    Liebe Magel Do,

    einige fragen mich wie man sowas ertragen kann... wir haben ja keine andere Wahl.
    Die Liebe und der Schmerz wird für immer bleiben. Genauso Dankbarkeit für den gemeinsamen Weg.
    Wenig Trost für den Verlusst eines Menschen den man mehr liebt als sich selbst.

    Alles Liebe
    göttliche
     
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  8. tantemin

    tantemin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    3.695
    .....ich möchte dir nicht zu Nahe tretten und auch dein egefühle nicht verletzen...aber hast du mal überlegt,dass auch die Fahrerin Opfer ist?Auch sie trägt schwer und weiss vielleicht nicht wie sie dir gegenübertretten soll.Wie würdest du reagieren?Vielleicht liegt auch sie beizeiten immer wiede rin der klinik weil sie unter Depressionen oder ähnliches leidet.Bedenke bitte deinen Zorn gegenüber der Unfallfahrerin kann ich verstehen,er ist aber nicht hilfreich.Denn "Sie" hat deinen Sohn nicht mutwillig angefahren.Wer hatte Schuld?Gibt es überhaupt eine Schuld?Suchst du einen Schuldigen---damit es besser erklärt werden kann?Dein Sohn war wohl auf dem Motorrad unterwegs...war er vielleicht zu dunkel gekleidet?War es vorbestimmtes Schicksal?
    Ich hoffe für dich,dass du einen Weg für dich findest---denn dass würde dein Seelenheil bedeuten.
    Von Herzen alles liebe für dich und deiner Familie.
     
  9. Veranti

    Veranti Sehr aktives Mitglied

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    2.278
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    Hamburg
    Liebe Tantemin!
    Sie/er ist kein Opfer sondern ein Feigling! Jemand ohne Rückrad, basta!
    Meiner Ansicht nach ....

    Verdi
     
  10. göttliche

    göttliche Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juli 2015
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    An einem sonnigen Tag um 11.30 im Stadtverkehr aus einenm Kreisverkehr zu fahren um sich nach 60 Meter von einer nicht schauenden Dame mit 83 die Vorfahrt nehmen zu lassen vor einer ALDIAUSFAHRT ... das kann wohl nur Schicksal sein .. doch frag ich mich warum man in dem alter noch Auto fährt, wenn man kaum noch richtig schauen und laufen kann.. nein .. sie hat aus lauter Egoismus und falsche Selbsteinschätzung sein Leben genommen.. nicht aus mutwilligkeit.
    Sie fährt auch heute noch munter Auto, ich hätte kein Auto mehr fahren können nach dem was passiert ist. 84 jahre alt ein tolles Leben als Arztfrau geführt, immer aus den vollen geschöpft.. sollte ich nun mir Sorgen machen wie es ihr geht .. ihr Verfalldatum ist bald erreicht ... wie viele Jahre wir noch dieses Schicksal tragen müssen ist ungewiss.
     
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